
Politik in der Kirche gibt den denkbar übelsten Missklang und verbreitet die widerlichsten Gerüche.
Bedeutung
Hauptmann formuliert eine drastische Abneigung gegen die Vermischung von Politik und Kirche. Der Missklang steht für gestörte geistliche Harmonie, die Gerüche für moralische oder atmosphärische Verunreinigung. Der Satz ist bewusst scharf und polemisch, nicht sachlich abwägend. Er kritisiert, wenn religiöse Räume durch Machtkämpfe, Parteiinteressen oder taktische Politik geprägt werden. Gleichzeitig kann die Zuspitzung Gläubige verletzen, weil sie kirchliche Debatten sehr abwertend beschreibt. So bleibt die Aussage nah am Bild, klar verständlich und in ihrem Ton bewusst präzise.
Verwendung
Geeignet für kritische Essays über Kirche und Politik, Säkularisierung oder Machtfragen in religiösen Institutionen. Für neutrale Glaubenstexte oder Gemeindekommunikation ist der Spruch zu aggressiv. Redaktioneller Hinweis: Wegen abwertender religiöser Bildsprache und politischem Kontext nur mit klarer kritischer Rahmung verwenden. Auch als kurzer Begleittext in redaktionell kuratierten Sammlungen ist er gut und knapp einsetzbar.
Wie gefällt dir dieser Spruch?
Durchschnittsbewertung: 5.00 von 5 (2 Stimmen)
Gewichtete Bewertung (Bayesian): 3.97 von 5
Über Gerhart Johann Robert Hauptmann
Über den Autor
Schriftsteller · Deutsch · 1862 - 1946
Gerhart Hauptmann (1862–1946) war ein deutscher Dramatiker und Schriftsteller, der 1912 den Nobelpreis für Literatur erhielt und den deutschen Naturalismus maßgeblich prägte.
Mehr auf Wikipedia
Ähnliche Sprüche
Es gibt nichts so Grauenvolles wie die Fremdheit derer, die sich kennen.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Formel für Karriere: die rechte Phrase am rechten Platz.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Wer tiefer irrt, der wird auch tiefer weise.
— Gerhart Johann Robert Hauptmann
Ein Freund versteht deine Vergangenheit, glaubt an deine Zukunft und akzeptiert dich heute, so wie du bist.
Terror ist nichts anderes als sofortige, unnachsichtige und unbeugsame Gerechtigkeit.
— Maximilian de Robespierre
Mehr von diesem Autor
Alle Sprüche von Gerhart Johann Robert Hauptmann →