
Die Gottheit wohnt im Staube, während der Teufel Auto fährt und in vergoldeten Häusern Champagner trinkt.
Bedeutung
Knittel arbeitet mit stark religiöser Bildsprache, um Armut und Reichtum moralisch zu kontrastieren. Die Gottheit wohnt im Staub, also bei Niedrigkeit, Demut und Einfachheit, während der Teufel mit Luxus, Geschwindigkeit und Champagner verbunden wird. Der Satz kritisiert vergoldeten Besitz und verschwenderischen Glanz als geistlich verdächtig. Er romantisiert jedoch Armut und dämonisiert Reichtum sehr zugespitzt. Seine Kraft liegt im Bild, seine Schwäche in der drastischen Vereinfachung. So bleibt die Aussage nah am Bild, klar verständlich und in ihrem Ton bewusst präzise.
Verwendung
Geeignet für sozialkritische, religiöse oder literarische Texte über Armut, Luxus und Moral. Der Spruch sollte nicht als Verklärung realer Armut verwendet werden. Redaktioneller Hinweis: Wegen Gott-Teufel-Gegensatz und Armutsbild sensibel einordnen, besonders bei sozialen oder kirchlichen Themen. Auch als kurzer Begleittext in redaktionell kuratierten Sammlungen ist er gut und knapp einsetzbar.
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Über John Knittel
Über den Autor
Schriftsteller · Schweizerisch · 1891 - 1970
John Knittel (1891–1970) war ein Schweizer Schriftsteller, der in Britisch-Indien geboren wurde und seine Romane auf Englisch verfasste.
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Mit bürgerlichem Namen Hermann Emanuel Knittel, kam er am 24. März 1891 in Dharwar, Britisch-Indien, zur Welt. Er verbrachte sein Leben zwischen verschiedenen Kulturen und starb am 26. April 1970 im schweizerischen Maienfeld, Graubünden.

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