
Aus Gottes Hand empfing ich mein Leben. Unter Gottes Hand gestalte ich mein Leben. In Gottes Hand gebe ich mein Leben zurück.
Bedeutung
Augustinus beschreibt das ganze Leben als von Gott umfangen: empfangen, gestaltet und am Ende zurückgegeben. Der Spruch verbindet Herkunft, Lebensführung und Sterben in einem christlichen Vertrauensbild. Der Mensch ist nicht Eigentümer seines Lebens im absoluten Sinn, sondern empfängt es als Gabe und gibt es in Gottes Hand zurück. In der Trauer kann diese Vorstellung Halt geben, weil sie den Tod nicht als bloßes Verschwinden deutet, sondern als Rückkehr in eine bergende göttliche Wirklichkeit.
Verwendung
Passend für christliche Traueranzeigen, Beerdigungen, Kondolenzkarten und Gedenkgottesdienste. Der Spruch eignet sich besonders für gläubige Verstorbene oder Angehörige, die Trost aus dem Gedanken schöpfen, dass Anfang, Lebensweg und Ende in Gottes Hand liegen. Auch für kurze Begleittexte bietet er einen klaren, gut verständlichen Bezug zum jeweiligen Anlass und dessen Stimmung.
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Über Augustinus
Über den Autor
354 - 430
Augustinus (354–430), römischer Bischof von Hippo Regius und Kirchenlehrer, formte mit seiner Sexualethik, der Lehre vom gerechten Krieg und seiner Kritik an Häresien das westliche Christentum bis in die Neuzeit.
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Nach Jahren als Manichäer ließ er sich 387 unter dem Einfluss des Bischofs Ambrosius von Mailand taufen und wurde 395 Bischof von Hippo Regius, ein Amt, das er bis zu seinem Tod innehatte. Als einer der vier lateinischen Kirchenväter besaß sein Konsens in dogmatischen und exegetischen Fragen kanonische Geltung. Sein Gedenktag wird von der römisch-katholischen, evangelischen und anglikanischen Kirche am 28. August begangen.
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