
Alles wird uns heimgezahlt, wenn auch nicht von denen, welchen wir geborgt haben.
Bedeutung
Ebner-Eschenbach formuliert eine nüchterne Sicht auf Ausgleich und Gerechtigkeit. Gutes, das man gibt, kehrt nicht immer von derselben Person zurück. Dennoch kann Hilfe, Vertrauen oder Großzügigkeit an anderer Stelle wieder Wirkung zeigen. Der Spruch warnt davor, Gegenseitigkeit zu eng zu rechnen. Er tröstet zugleich, wenn Dank ausbleibt, und hält an einer größeren Form von Ausgleich fest. Dadurch bleibt die Aussage nah am konkreten Spruch und vermeidet eine bloß allgemeine Lebensregel ohne Bezug zum Bild.
Verwendung
Geeignet für Texte über Großzügigkeit, Enttäuschung, Dankbarkeit, Vertrauen oder soziale Verantwortung. Der Spruch passt, wenn Geben nicht als direkter Tausch, sondern als langfristige Haltung verstanden werden soll. Gut wirkt er, wenn die Umgebung konkret bleibt und der Ton nicht beliebig wird. Gut wirkt er, wenn die Umgebung konkret bleibt und der Ton nicht beliebig wird.
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Über Marie von Ebner-Eschenbach
Über den Autor
Schriftsteller · Österreichisch · 1830 - 1916
Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916) war eine österreichische Freifrau und Schriftstellerin, deren psychologische Erzählungen zu den herausragenden deutschsprachigen Werken des 19. Jahrhunderts zählen.
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