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Frei geht das Unglück durch die ganze Erde

Spruchbild: Frei geht das Unglück durch die ganze Erde,

Frei geht das Unglück durch die ganze Erde,

Bedeutung

Schiller gibt dem Unglück eine erschreckende Beweglichkeit. Es geht frei durch die ganze Erde, also ohne Grenze, Erlaubnis oder festen Ort. Die knappe Zeile macht Unglück zu einer Macht, die überall auftreten kann und niemanden grundsätzlich verschont. Gerade das Wort frei wirkt bitter, weil Freiheit hier nicht Befreiung meint, sondern Ungebundenheit des Leids. Der Satz ist zugleich dunkel, offen, schicksalhaft, schwer und weit ausgreifend.

Verwendung

Geeignet für literarische Analyse, ernste Reflexionen über Schicksal, Krieg, Katastrophen oder menschliches Leid. Der Spruch ist zu schwer für leichte Zufallsausspielung oder allgemeine Aufmunterung. Wegen des schweren Unglücks- und Leidtons sollte er nicht automatisch ausgespielt werden, sondern nur in einem bewusst ernsten Kontext stehen.

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Über Friedrich von Schiller

Über den Autor

Philosoph · Deutsch · 1759 - 1805

Friedrich von Schiller (1759–1805) war deutscher Dichter, Historiker und Arzt, der Dramen, Lyrik und Essays in der Weimarer Klassik vereinte.

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Geboren in Marbach am Neckar, erhielt Schiller 1802 den Adelstitel „von Schiller". Er starb 1805 in Weimar, wo er eng mit Goethe zusammenarbeitete. Als Arzt ausgebildet, widmete er den Großteil seines Lebens dem literarischen und philosophischen Schaffen.

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