
Der vernünftige Genuss der Gegenwart ist die einzig vernünftige Sorge für die Zukunft.
Bedeutung
Feuerbach stellt Gegenwart und Zukunft nicht gegeneinander, sondern verbindet sie über vernünftigen Genuss. Wer heute maßvoll, bewusst und lebendig genießt, sorgt besser für morgen als jemand, der die Gegenwart nur opfert. „Vernünftig“ ist dabei das Schlüsselwort: Es geht nicht um Ausschweifung, sondern um eine Lebensführung, die Freude nicht vertagt. Der Satz kritisiert eine Zukunftssorge, die alles Lebendige auf später verschiebt und dadurch gerade das Leben verfehlt.
Verwendung
Das Zitat passt zu Geburtstagskarten, Ruhestand, Reisebeginn, Tischreden oder persönlichen Briefen an Menschen, die sich Erlaubnis zum Genießen schwer machen. Es eignet sich auch für Texte über Achtsamkeit und Lebensbalance. In finanziell oder gesundheitlich angespannten Situationen sollte der Genussgedanke nicht gedankenlos wirken.
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Über Ludwig Andreas Feuerbach
Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1804 - 1872
Ludwig Andreas Feuerbach (1804–1872) deutete Religion als bloße Anthropologie und stellte mit seiner Idealismuskritik die Grundlage für moderne Humanwissenschaften wie Psychologie und Ethnologie.
Mehr erfahren
Als Sohn des Juristen Paul Johann Anselm von Feuerbach geboren, entwickelte er eine Ethik des Diesseits, die das menschliche Leben ohne Rückgriff auf Transzendenz begründete. Seine Religions- und Idealismuskritik beeinflusste maßgeblich die politisch-philosophische Bewegung des Vormärz und wirkte prägend auf Denker wie Karl Marx und Friedrich Engels.
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— Ludwig Andreas Feuerbach
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