
Die Fehler erkennt ein Fremder sofort, die Vorzüge erst sehr viel später.
Bedeutung
Romain Rolland richtet den Blick auf eine konkrete Spannung zwischen fehler und ungerechtigkeit. Die Aussage gewinnt Kraft, weil sie einen inneren Widerspruch sichtbar macht: Wunsch und Wirklichkeit, Haltung und Handlung, Einsicht und Versuchung. So wird der Spruch zu einer kurzen Prueffrage an das eigene Verhalten und nicht bloss zu einem schoenen Satz fuer den Augenblick. Die Worte bleiben nah am konkreten Bild des Spruchs und vermeiden deshalb eine austauschbare Moral.
Verwendung
Er passt in kurze Reden, persoenliche Nachrichten, Unterrichtsmaterial, Kalenderblaetter oder thematische Seiten zu Zusammenleben, wenn eine praezise Lebensbeobachtung gebraucht wird. In Karten sollte der konkrete Anlass erkennbar sein, damit der Satz nicht beliebig neben anderen Weisheiten steht. Am besten wirkt er mit einem kurzen persoenlichen Satz davor oder danach.
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Über Romain Rolland
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1866 - 1946
Romain Rolland (1866–1944) schrieb den Romanzyklus „Jean-Christophe“ und wurde zu einer pazifistischen Stimme Europas.
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Der französische Autor dachte Literatur, Musik und Moral eng zusammen und schrieb große Lebensentwürfe gegen Nationalismus und Kriegsbegeisterung. Während des Ersten Weltkriegs lebte er in der Schweiz und veröffentlichte dort seine berühmten pazifistischen Stellungnahmen. Auch seine Biografien über Beethoven, Tolstoi und Gandhi hatten große Reichweite.

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