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Eingebildete Übel gehören zu den unheilbaren

Spruchbild: Eingebildete Übel gehören zu den unheilbaren.

Eingebildete Übel gehören zu den unheilbaren.

Bedeutung

Marie von Ebner-Eschenbach benennt ein psychologisches Paradox: Echte Leiden lassen sich behandeln; eingebildete entziehen sich jeder Therapie, weil ihr Ursprung nicht im Körper liegt. Wer glaubt, krank zu sein, leidet wirklich – nur nicht an dem, was er vermutet. Das macht den Einwand, man bilde sich das nur ein, so unwirksam: Das Leiden ist real, auch wenn die Ursache falsch eingeschätzt ist. Der Aphorismus enthält also keine Verharmlosung, sondern eine nüchterne Beobachtung über die Grenzen konventioneller Heilung.

Verwendung

In medizinischen und psychologischen Texten über hypochondrische Beschwerden oder Placebo-Effekte lässt sich das Zitat überraschend modern einsetzen. In Diskussionen über psychosomatische Erkrankungen bietet es einen klaren Einstieg. Als Aufmunterung für jemanden, der sich unnötig sorgt, eignet es sich weniger – es klingt zu klinisch für persönliche Kommunikation.

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Über Marie von Ebner-Eschenbach

Über den Autor

Schriftsteller · Österreichisch · 1830 - 1916

Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916) war eine österreichische Freifrau und Schriftstellerin, deren psychologische Erzählungen zu den herausragenden deutschsprachigen Werken des 19. Jahrhunderts zählen.

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Quadratisches Spruchbild: Eingebildete Übel gehören zu den unheilbaren.

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