
Ein gewisses Übermaß von Glück und Unglück übersteigt unser Empfindungsvermögen.
Bedeutung
La Rochefoucauld beschreibt eine Grenze menschlicher Empfindungsfähigkeit. Sehr großes Glück und sehr großes Unglück können so überwältigend sein, dass sie zunächst kaum vollständig gefühlt werden. Das Bewusstsein braucht Zeit, um Extreme zu begreifen. Der Spruch passt zu seiner nüchternen Menschenbeobachtung: Gefühle sind nicht immer proportional zum Ereignis. Manchmal schützt oder begrenzt uns die Seele, indem sie Übermaß nur schrittweise zulässt. Der Bezug zu Emotion und Glück gibt der Aussage zusätzlichen Halt und verhindert eine bloß allgemeine Lesart.
Verwendung
Geeignet für nachdenkliche Texte über Schicksal, Freude, Verlust, psychische Verarbeitung oder Lebensumbrüche. Der Ton ist ruhig und philosophisch. Bei Trauer oder Trauma sollte er behutsam verwendet werden, weil er starke Gefühle sehr abstrakt beschreibt. Eine kurze Einordnung zu Glück und Unglück macht den Einsatz zusätzlich klar und hilft, den Spruch passend statt beliebig zu platzieren.
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Über François de la Rochefoucauld
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1613 - 1680
François de la Rochefoucauld (1613–1680) war ein französischer Adeliger und Militär, der mit seinen Aphorismen als einer der Hauptvertreter der französischen Moralisten gilt.
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François de la Rochefoucauld steht für ein Werk, das weit über die eigene Epoche hinaus rezipiert wird. Mit seinen aphoristischen Texten gilt er als Vertreter der französischen Moralisten. François de la Rochefoucauld wird häufig als französischer Schriftsteller eingeordnet. François de la Rochefoucauld war als französischer schriftsteller prägend für die kulturelle Debatte der eigenen Zeit. Das Werk von François de la Rochefoucauld wirkt bis heute in Literatur, Bildung und öffentlichen Debatten nach.

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— François de la Rochefoucauld
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— François de la Rochefoucauld
Das sicherste Zeichen des wahrhaft verständigen Menschen ist Neidlosigkeit.
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Liebe ist in dem, der liebt, nicht in dem, der geliebt wird.
— Platon
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden, was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
— Marie von Ebner-Eschenbach
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