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Je vornehmer einer ist

Spruchbild: Je vornehmer einer ist, desto höflicher behandelt er den Niedrigen.

Je vornehmer einer ist, desto höflicher behandelt er den Niedrigen.

Bedeutung

Ludwig Börne, der Publizist und Satiriker, formuliert in diesem Aphorismus eine Überzeugung über Höflichkeit und innere Haltung: Wer wirklich vornehm ist – also eine innere Würde und echte Kultiviertheit besitzt –, behandelt gerade den Niedrigeren mit Respekt und Höflichkeit. Das ist das Zeichen echter Größe: Nicht Arroganz gegenüber Schwächeren, sondern Freundlichkeit. Börne beschreibt damit eine Tugend, die sich gegen ein verbreitetes Missverständnis wendet: Vornehmheit zeigt sich nicht im Herabschauen auf andere, sondern im würdevollen Aufblicken zu jedem Menschen als Gleichen.

Verwendung

Passend als Börne-Zitat in Texten über Höflichkeit, innere Vornehmheit und das Verhältnis zu gesellschaftlich Niedrigeren sowie für Beiträge über Charakterstärke, soziale Intelligenz und die Bedeutung echten Respekts. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über wahre Größe als Ausdruck von Würde gegenüber allen.

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Über Ludwig Börne

Über den Autor

Deutsch · 1786 - 1837

Ludwig Börne (1786–1837) war ein im Frankfurter Ghetto geborener Journalist und Kritiker, dessen pointiert-witzige Schreibweise das deutsche Feuilleton begründete.

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Geboren als Juda Löb Baruch im jüdischen Ghetto Frankfurts, nahm er den Namen Ludwig Börne an. Als Literatur- und Theaterkritiker entwickelte er eine anschauliche, witzige Prosa, die ihn in die Nähe Jean Pauls rückt. Er starb 1837 im Pariser Exil, wohin ihn sein politisches Engagement geführt hatte.

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