
Habgier bedeutet, dass ein Mensch nach etwas trachtet, das er nicht besitzt. Neid hingegen bedeutet, dass er sich über das ärgert, was ein anderer besitzt
Bedeutung
Aristoteles unterscheidet zwei verwandte, aber verschiedene Formen des Begehrens. Habgier richtet sich auf etwas, das man selbst besitzen möchte; Neid richtet sich auf den Besitz eines anderen und ärgert sich an dessen Vorteil. Dadurch wird Neid als sozialere, bitterere Regung sichtbar: Es geht nicht nur um Mangel, sondern um den Vergleich. Der Satz hilft, Gefühle genauer zu benennen, statt alles unter Eifersucht oder Gier zusammenzufassen.
Verwendung
Passend für philosophische Texte, Ethikunterricht, Gespräche über Besitz, Konkurrenz oder soziale Vergleiche. Der Spruch eignet sich auch als erklärendes Zitat in Artikeln über Neid, weil er knapp trennt, worauf die jeweilige innere Bewegung gerichtet ist und warum sie schmerzt.
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Über Aristoteles
Über den Autor
Philosoph · Antik-Griechisch · 384 - 322 v. Chr.
Aristoteles (384–322 v. Chr.) war ein griechischer Universalgelehrter, der Disziplinen wie Logik, Biologie und Dichtungstheorie begründete und dessen Denken den Aristotelismus hervorbrachte.
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Aristoteles wurde in Stageira geboren und starb in Chalkis auf Euböa. Er war ein Schüler Platons, übertraf seinen Lehrer jedoch an thematischer Breite: Von Ethik und Staatstheorie bis hin zu Medizin und Physik hinterließ er in nahezu jeder Wissenschaft grundlegende Werke. Sein systematisches Denken prägte die europäische Philosophie und Naturforschung bis weit in die Neuzeit.
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