
Wir sollten das Leben verlassen wie ein Bankett: weder durstig noch betrunken.
Bedeutung
Aristoteles greift auf das Bild eines Banketts zurück, um das richtige Maß auch gegenüber dem Tod zu beschreiben. Weder durstig noch betrunken das Fest verlassen heißt: nicht unerfüllt, aber auch nicht gierig festhaltend. Leben soll genossen werden, aber mit Maß; und der Abschied soll ruhig gelingen, nicht in Erschöpfung oder Klammern. Der Satz ist philosophisch und distanziert, kein unmittelbarer Trost, sondern eine abgeklärte Lebensbilanz.
Verwendung
Geeignet für philosophische Texte über Alter, Lebenssättigung, Abschied oder Patientenverfügungen mit ruhigem Ton. Für frische Trauerkarten oder Menschen in akutem Schmerz ist es wenig passend, weil es eine abgeklärte Haltung voraussetzt, die dort nicht erwartet werden kann. Eine stille, erklärende Einleitung hilft dem Zitat sehr.
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Über Aristoteles
Über den Autor
Philosoph · Antik-Griechisch · 384 - 322 v. Chr.
Aristoteles (384–322 v. Chr.) war ein griechischer Universalgelehrter, der Disziplinen wie Logik, Biologie und Dichtungstheorie begründete und dessen Denken den Aristotelismus hervorbrachte.
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Aristoteles wurde in Stageira geboren und starb in Chalkis auf Euböa. Er war ein Schüler Platons, übertraf seinen Lehrer jedoch an thematischer Breite: Von Ethik und Staatstheorie bis hin zu Medizin und Physik hinterließ er in nahezu jeder Wissenschaft grundlegende Werke. Sein systematisches Denken prägte die europäische Philosophie und Naturforschung bis weit in die Neuzeit.

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