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Sprüche über Zukunft

313 Sprüche — Seite 5

Was noch nicht da ist und doch schon heute das Denken prägt, erscheint als Zukunft. In ihr liegen Hoffnung und Sorge, Entwurf und Ungewissheit dicht beieinander, weshalb sie den Menschen gleichermaßen antreibt und verunsichert. Darum gehört dieses Thema zu den grundlegenden Spannungen des Lebens.

Ihr Einfluss zeigt sich darin, dass Entscheidungen der Gegenwart oft bereits auf das Kommende antworten. Die Sprüche zu diesem Thema verbinden Erwartung mit Verantwortung und erinnern daran, dass Zukunft nicht nur bevorsteht, sondern im Heute vorbereitet wird.

  1. Unsere Hauptaufgabe ist nicht, zu erkennen, was unklar in weiter Entfernung liegt, sondern zu tun, was klar vor uns liegt

    Thomas Carlyle

  2. Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben, wird im selben Kreis all sein Leben traben.

    Christian Morgenstern

  3. Wenn Du ein Kind verlierst, erleidest Du viele Verluste: Du verlierst ein Stück von Dir, Du verlierst eine Illusion, Deinen Lebenssinn und Deine Lebensvorhersehbarkeit. Die Ordnung Deines Universum …

  4. Unglückliche Menschen trauern dem großen Glück von gestern nach oder erhoffen es für morgen. Glückliche Menschen finden das kleine Glück heute.

    Rainer Haak

  5. Das Buch enthält die Vergangenheit des Menschen, seine Gegenwart und seine Zukunft.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  6. Was glänzt, ist für den Augenblick geboren, das Echte bleibt der Nachwelt unverloren.

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Gestern, Heute, Morgen - das sind die drei Tage des Menschen

  8. Man muß die Zukunft im Sinn haben und die Vergangenheit in den Akten

    Charles de Talleyrand

  9. Genieß die Gegenwart mit frohem Sinn, sorglos, was dir die Zukunft bringen werde; doch nimm auch bittern Kelch mit Lächeln hin - vollkommen ist kein Glück auf dieser Erde.

    Horaz

  10. Bohre den Brunnen, ehe du Durst hast.

  11. Heiterkeit ist etwas anderes als Lustigkeit. Wahre Heiterkeit kann nur entstehen, wenn der Mensch sich für die nächste Zukunft in Ruhe und Sicherheit weiß.

    Ferdinando Coelestinus Galiani

  12. Das Volk, welches seine Vergangenheit von sich wirft, entblößt seine feinsten Lebensnerven allen Stürmen der wetterwendischen Zukunft.

    Johann Joseph von Görres

  13. Jedes Gedicht soll mit seiner Blüte in die Zukunft reichen, die Wurzel aber muss in der Gegenwart haften.

    Georg Friedrich Rudolph Herwegh

  14. Jedes Jahrhundert weiter wird neue Zauber der reinen Luft entdecken und wird sie wachsend verehren.

    Carl Ludwig Schleich

  15. Fortschreibung der Vergangenheit gibt noch keine Zukunft

    Willy Brandt

  16. Jedes Problem, das ich löste, wurde zu einer Regel, die später dazu diente, andere Probleme zu lösen.

    René Descartes

  17. Ein Land mit Kindern ist ein Land mit Zukunft. Kindern Leben zu schenken, sie groß zu ziehen, ist dem Tun des Försters vergleichbar, der einen Baum pflanzt und weiß: Wenn dieser Baum Schatten spende …

    Helmut Kohl

  18. Die Tyrannei der Vernunft, vielleicht die eifrigste von allen, steht der Welt noch bevor. Feuer und Wasser sind nichts gegen das Übel, welches die Vernunft ohne Gefühl stiften wird.

    Johann Georg Adam Forster

  19. Die Zukunft beunruhigt uns - die Vergangenheit hält uns fest. Deshalb entgeht uns die Gegenwart.

    Gustave Flaubert

  20. Wenn der Mensch zu seinem Leide von heute nicht immer auch sein Leid von gestern und morgen hinzurechnete, so wäre jedes Schicksal erträglich

    Rupert Johann Hammerling

  21. Alles hat seine Gültigkeit — alles und immer — Gestern, Heute und Morgen. Und doch muss jeder, muss jede Generation alles neu erleben und durchleiden, erkennen und begreifen.

    Else Pannek

  22. Gewiss ist, dass es Sonne gibt und Regen — dass es Abend wird und Nacht — und dass danach ein Morgen beginnt das ist gewiss.

    Else Pannek

  23. Der Mensch träumte und baute Maschinen, nach einiger Zeit fingen die Maschinen an zu träumen und vergaßen den Menschen

  24. Kinder sind immer egoistisch und die Sache ist die und kommt dadurch wieder in Ordnung, dass ihnen die eigenen Kinder später auch eine tüchtige Nuss zu knacken geben.

    Theodor Fontane

  25. Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben.

    Pearl S. Buck

  26. Zukünftig wird es nicht mehr darauf ankommen, dass wir überall hinfahren können, sondern, ob es sich lohnt, dort anzukommen

    Hermann Löns

  27. Der Weg der neueren Menschheit geht von der Humanität durch die Nationalität zur Bestialität.

    Franz Grillparzer

  28. Die Zukunft wird von der Gegenwart verfolgt

    Samuel Johnson

  29. Es wird sehr oft vergessen, dass es weit schwerer ist, zu erhalten und zu verwalten, als zu erobern.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  30. Du bist heute wo deine Gedanken dich hingebracht haben, du wirst morgen dort sein wo deine Gedanken dich hinbringen werden.

    James Allen

  31. Verbunden nun seit 25 Jahren, wie schnell verrint, wie rasch enteilt die Zeit! Ihr habt so viel, so mancherlei erfahren, so manches Herbe, doch auch große Freud. Mög' eure zukunft stets sich froh …

  32. Aus der Myrte jungem Grün ließ die Zeit euch Silber blüh'n. Die Zukunft strahle froh und hold und winde euch den Kranz von Gold.

  33. Wüßten die Menschen, was die Zukunft bringt, sie würden doch alle handeln, als wüßten sie es nicht.

  34. Jede Stunde ist ein Baustein für die Zukunft.

  35. Die größte Stärke des Menschen ist seine Hoffnung. Vertraue in deine Zukunft.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  36. Die Tage der Vergangenheit überdecken allmählich alle, die auch ihnen noch vorausgegangen sind, und werden ihrerseits wiederum unter denen begraben, welche auf sie folgen.

    Marcel Proust

  37. Lasset uns mit mutigem, fröhlichem Herzen auch mitten unter der Wolke arbeiten, denn wir arbeiten zu einer großen Zukunft.

    Johann Gottfried Herder

  38. Die Dankbarkeit ist die Tugend der Nachwelt

    Friedrich Vischer

  39. Die Utopien sind oft nur vorzeitige Wahrheiten

    Alphonse de Lamartine

  40. Nur der Ehrgeiz, durch den keine Eitelkeit schimmert, hat Zukunft

    Sully Prudhomme

  41. Häufig ist die Prophezeiung die Hauptursache für das prophezeite Ereignis.

    Thomas Hobbes

  42. Wie kurz ist das Leben. Und warum wollen wir es mit unseren Beängstigungen noch mehr verkürzen?

    Ludwig Tieck

  43. Der Mensch ist das einzige Wesen, das sich selbst und seine Welt verändern und seine Zukunft gestalten kann.

    Nikolaus B. Enkelmann

  44. Das Schlimmste für den Menschen ist, den Glauben an die Zukunft zu verlieren.

    Nikolaus B. Enkelmann

  45. Zukunft ist etwas, was die meisten erst lieben, wenn es Vergangenheit geworden ist.

    Herman Melville

  46. Der Geist bleibt keineswegs auf die Gegenwart beschränkt; er wagt sich ins Zukünftige.

    Conrad Ferdinand Meyer

  47. Aber so wenig als im Leben des Einzelnen ist es für das Leben der Menschheit wünschenswert, die Zukunft zu wissen.

    Jacob Christoph Burckhardt

  48. Jeder Gedanke baut etwas von unserer Zukunft auf oder reißt etwas von ihr nieder.

    Prentice Mulford

  49. Täglich mit frischen Augen die Dinge betrachten lernen, täglich die Pläne, Ansichten und Ziele des gestrigen Tages überflügeln.

    Prentice Mulford

  50. Man kann sich Vergangenes oder Zukünftiges wünschen; aber man muss das Gegenwärtige nutzen.

    Francesco Petrarca

  51. Die beste Investition, die ein junger Mann möglicherweise zu Beginn seiner Karriere machen kann, ist, all seine Zeit zu opfern, all seine Energien für die Arbeit zu verwenden, für schlichte, harte Arb …

    Charles M. Schwab

  52. Die Toren der Vergangenheit sind die Weisen der Zukunft.

    Alexandre Vinet

  53. Die Vertrauensseligen der Gegenwart sind die Misstrauischen der Zukunft.

    Otto Weiss

  54. Unsere Jugend sammelt nur Seufzer für das Alter

    Edward Young

  55. Das, was wir tun, ist für unsere Zukunft weniger wichtig als das, was wir denken

    Philip James Bailey

  56. Aufgewirbelter Staub stört nicht die Vorangehenden, sondern die Nachfolgenden.

  57. Die Welt wird schöner mit jedem Tag, man weiß nicht, was noch kommen mag, das Blühen will nicht enden.

    Ludwig Uhland

  58. Auf Erden nichts geschaffen ist, was hat Bestand für lange Frist.

    Bernhard Freidank

  59. Vergesst nie, dass auch euer Tun einmal Tradition wird.

    Paul von Beneckendorff und Hindenburg

  60. Wohl dem, der die Gegenwart als liebe Fortsetzung seiner Erinnerungen, als Richtschnur und Bürgschaft der Zukunft genießt.

    Theodor Toeche-Mittler