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Sprüche über Zeit

838 Sprüche — Seite 10

Nichts vergeht leiser und wirkt zugleich mächtiger auf das menschliche Leben ein als die Zeit. Sie ordnet Erinnerungen, heilt Wunden, vertieft Verluste und macht sichtbar, was Bestand hat und was nur vorübergehend schien. Darum ist sie weit mehr als ein Maß des Alltags, nämlich die unsichtbare Form aller Erfahrung.

Ihre Härte liegt darin, dass sie sich weder festhalten noch zurückholen lässt. Die Sprüche zu diesem Thema verdichten Vergänglichkeit, Geduld und Gegenwart zu klugen Einsichten und erinnern daran, dass der wahre Wert eines Augenblicks oft erst erkannt wird, wenn er bereits vergangen ist.

  1. Die Alten ehre stets, du bleibst nicht ewig Kind, sie waren, was du bist, und du wirst, was sie sind.

  2. Die Lieb ist süß wie würziger Rosenduft, der unsichtbar beseelt die warme Luft und trunken macht die honigdurstigen Bienen. Doch Lieb ist kurz auch wie der Rose Tag, der schneller endet als der sü …

    Wolfgang Menzel

  3. Der Herbst ist immer unsre beste Zeit.

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Ein gutes Mittel gegen die Managerkrankheit: Stecke mehr Zeit in deine Arbeit als Arbeit in deine Zeit.

    Friedrich Dürrenmatt

  5. Die größte Macht hat das richtige Wort zur richtigen Zeit.

    Mark Twain

  6. Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst.

  7. Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.

    Kurt Tucholsky

  8. Dein ist nichts als die Stunde, in der du lebst.

  9. Ich hatte schon immer den Verdacht,dass der Handkuß in einer Zeit extremen Serviettenmangels erfunden wurde.

    Alexander Roda Roda

  10. Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird eines Tages Zeit haben müssen, krank zu sein

  11. Was wir gelobt am Traualtar, es wurde wirklich, wurde wahr. Wir haben die Freude und auch das Leid in Liebe getragen allezeit. Gemeinsam haben wir viel erreicht, es war bestimmt nicht immer leich …

  12. Kurzum - so sprach er - ich sage bloß, wenn man den alten Erdenkloß, der, täglich teilweis aufgewärmt, langweilig präzis um die Sonne schwärmt, genau besieht und wohl betrachtet und, was darauf p …

    Wilhelm Busch

  13. Ich wünsche dir Glück, etwas Zeit zu haben, um frohe Stunden im Gedächtnis zu bewahren. Ich wünsche dir Glück, viele Menschen zu kennen, die sich auch in Not wahre Freunde nennen. Ich wünsche dir …

  14. Gib immer dein Bestes. Was du jetzt säst, wirst du später ernten.

  15. Wenn du einmal so alt und weise im Lehnstuhl sitzt in stillem Glück, so denkst du dann vielleicht ganz leise an die liebe .............. zurück.

  16. Wenn uns später Meere trennen, und sich viele nicht mehr kennen, dann bist du einer, den man nie vergisst, weil du was Besonderes bist.

  17. Die Jugend ist die Zeit der Saat, das Alter erntet Früchte, wer jung nicht, was er sollte, tat, dem geht die Ernte zunichte.

  18. Gottes Zeiger geht langsam, aber richtig.

  19. Einen Regenbogen, der eine Viertelstunde steht, sieht man nicht mehr.

    Johann Wolfgang von Goethe

  20. Wir haben auch Arbeit, und gar zu zweit, und haben die Sonne und Regen und Wind. Und uns fehlt nur eine Kleinigkeit, um so frei zu sein, wie die Vögel sind: nur Zeit.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  21. Verlobung - wunderbare Zeit voll Liebe und Gemeinsamkeit! Viel Glück dazu,dass jeder findet, was treulich aneinander bindet!

  22. Das Leben läuft fast ab wie ein Bankett: Ich bin mittlerweile leider beim Käse angelangt, aber er schmeckt mir auch.

    Edvard Grieg

  23. Alle Dinge, die über Maß und Zeit gehen, sind von kurzer Dauer.

    Giovanni Boccaccio

  24. Wir halten uns niemals an die gegenwärtige Zeit. Wir nehmen die Zukunft voraus, da sie zu langsam kommt, gleichsam um ihren Lauf zu beschleunigen. Und wir rufen die Vergangenheit zurück, um sie au …

    Blaise Pascal

  25. Ich will haben, dass am Ende meiner Zeit keiner mehr die Richtung verändern kann. Zwar kann der Zug noch mal aufgehalten werden, das macht nichts. Hauptsache ist, er fährt in die richtige Richtung.

    Helmut Kohl

  26. Das Leben ist vielleicht auch nur ein höchster Begriff wie Raum und Zeit; es ist die Kategorie der Möglichkeit

    Christian Friedrich Hebbel

  27. 's gibt Zeiten, da des Glücks zu viel, und Zeiten, da's zu wenig; 's gibt Tage, da du Bettler bist, und Stunden, da du König.

    Cäsar Flaischlen

  28. Wer sich in schlechten Zeiten den Staat ins Boot holt, wird ihn in guten Zeiten kaum mehr vom Steuer verdrängen können.

    Walter Scheel

  29. Zu jeder Zeit geht unter, was niedrig ist und faul. Stillschweigend schafft der Meister, der Stümper braucht das Maul.

    Carl Spitteler

  30. Eine Nacht der Anarchie verursacht mehr Schaden als 100 Jahre von Tyrannei.

  31. Die Jahre lehren viel, was die Tage niemals wissen.

    Ralph Waldo Emerson

  32. Gute Muße ist besser als gute Geschäfte. Nichts gehört unser als nur die Zeit, in welcher selbst der lebt, der keine Wohnung hat

    Baltasar Gracián y Morales

  33. Verschwendete Zeit ist Dasein; gebrauchte Zeit ist Leben.

    Edward Young

  34. Wodurch sich dieser und jener Konflikt sehr in die Länge zieht: durch gegenseitige Zugeständnisse.

    Otto Weiss

  35. Nicht in die ferne Zeit verliere dich! Den Augenblick ergreife! Der ist dein.

    Friedrich von Schiller

  36. Die Erde ist so allerliebst, dass mir vor lauter Lust und Wonne Zeit fehlt, um an den zu denken, der sie schuf.

    Christian Dietrich Grabbe

  37. Sobald ein frisches Kelchlein blüht, es fordert neue Lieder; und wenn die Zeit verrauschend flieht, Jahrszeiten kommen wieder.

    Johann Wolfgang von Goethe

  38. Man muss der Zeit Zeit lassen.

  39. Die Journalisten sind die Geburtshelfer und die Totengräber der Zeit.

    Karl Ferdinand Gutzkow

  40. Ich habe mich immer bemüht, eine Viertelsteunde zu früh zu sein. Und das hat mich zum Mann gemacht.

    Horatio Nelson

  41. Gegen die Zukunft kann man nicht kämpfen. Die Zeit ist auf ihrer Seite.

    William Ewart Gladstone

  42. Ich betrachte den Frühling, als ob er zu mir allein käme, um dankbar zu sein

    Christian Friedrich Hebbel

  43. Der Mensch ist ein Geheimnis. Man muß es enträtseln, und wenn du es ein ganzes Leben lang enträtseln wirst, so sage nicht, du hättest die Zeit verloren. Ich beschäftige mich mit diesem Geheimn …

    Fjodor M. Dostojewski

  44. Es ist sichtbar ein Vorzug des Alters, den Dingen der Welt ihre materielle Schärfe und Schwere zu nehmen und sie mehr in das innere Licht der Gedanken zu stellen, wo man sie in größerer, immer b …

    Wilhelm von Humboldt

  45. Porzellan und Hühnerei gehen ach so schnell entzwei. Aber unsere Freundschaft hält, bis die Welt in Stücke fällt.

  46. Die Welt ist wie ein Brei. Zieht man den Löffel heraus, und wär's der größte, gleich klappt die Geschichte wieder zusammen, als wenn gar nichts passiert wäre.

    Wilhelm Busch

  47. Wohltaten, still und rein gegeben, sind Tote, die im Grabe leben, sind Blumen, die im Sturm bestehn, sind Sternlein, die nicht untergehn.

    Matthias Claudius

  48. Wenn man tausend Hennen über setzte, so möchten sie in acht Tagen kein Ei ausbrüten.

  49. Die glücklichen Zeiten der Menschheit sind die leeren Blätter im Buch der Geschichte.

    Leopold von Ranke

  50. Warum kann man mit fünfunddreissig Jahren nicht so gut anfangen wie mit zehn?

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  51. Nicht die Zahl der Jahre, sondern die Erlebnisse altern den Mann, und auch diese dann erst am schwersten, wenn er sie Gott nicht anvertraut.

    Theodor Toeche-Mittler

  52. Alt ist man erst dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft

    John Knittel

  53. Mit Kindern vergehen die Jahre wie im Flug. Doch Augenblicke werden zu Ewigkeiten.

  54. Meine Zeit steht in deinen Händen.

  55. In allem folg der Lehre, was du auch lernen musst: Willst schwimmen du im Meere, dann bad erst im Fluss

  56. Was sind denn 50 Jahre? Nur eine kurze Zeit! Schon gar, wenn wir sie messen an der Ewigkeit! Und doch sind 50 Jahre viel, wenn man es recht bedenkt. Es seien noch sehr viele Jahre gemeinsam euc …

  57. Wer nicht richtig faulenzen kann, kann auch nicht richtig arbeiten

  58. Für das kurze Menschenleben ist die Freundschaft viel zu schön. Ewigkeiten muss es geben, wo sich Freunde wiedersehn.

  59. Es ist eine ganz bekannte Tatsache, dass die Viertelstündchen größer sind als die Viertelstunden.

    Georg Christoph Lichtenberg

  60. Die Deutschen haben sechs Monate Winter und sechs Monate keinen Sommer. Und das nennen sie Vaterland.

    Napoleon