Sprüche über Winter
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Der Winter bringt Stille, Kälte und jene besondere Schärfe ins Leben, in der sich Entbehrung und Geborgenheit seltsam nahekommen. Schneelicht, kahle Landschaften und frühe Dunkelheit machen ihn zu einer Jahreszeit der Sammlung. Darin liegt sein eigener Zauber zwischen Härte und Ruhe.
Naturzitate über Winter werden gerne auf Grußkarten, in Reden über Umweltschutz, als Kalenderweisheiten oder als Beschriftung von Naturfotos eingesetzt. Sie erinnern daran, wie sehr das Menschliche im Natürlichen verwurzelt ist – und wie viel Trost und Schönheit die Natur bereithält.
In einem herzlichen Satz ist genügend Wärme für drei Winter
— Laotse
Sommer ist bei uns nur ein grün angestrichener Winter.
— Christian Johann Heinrich Heine
Fliesst zu St. Nikolaus noch der Birkensaft, kriegt der Winter keine Kraft. (06. Dez.)
Regnet's an St. Nikolaus, wird der Winter streng und graus. (06. Dez.)
Trockener Nikolaus, milder Winter rund um das Haus. (06. Dez.)
Steht im Winter noch das Korn ist es wohl vergessen wor'n
St. Klemens uns den Winter bringt.
Oktobergewitter sagen beständig, der kommende Winter sei wetterwendig.
Schneit's im Oktober gleich, dann wird der Winter weich.
Wenn Simon und Judas sind vorbei, ist der Weg zum Winter frei. (28. Okt.)
Regen an Dionys, viel Regen und Schnee im Winter gewiß. (09. Okt.)
Wer im Sommer Weißkraut klaut hat im Winter Sauerkraut
Ist der September lind, ist der Winter ein Kind.
Wie viel Tage der erste Schnee auf der Erde, soviel Winter kommen
Gibt's im August keine Garben, wird man im Winter darben.
Hat Martin einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart. (11. Nov.)
Gegen die Obrigkeit und den Winter kommt keiner an
Ach, die liebe Wintersonne! Sie ist traurig wie eine glückliche Erinnerung.
— Gustave Flaubert
Hitze an St. Dominicus - ein strenger Winter kommen muss. (04. August)
Der Kamin ist das Tulpenbeet eines Wintertages.
Johannis tut dem Winter wieder die Türe auf. (24. Juni)
Wenn wir keinen Winter hätten, wäre der Frühling nicht so angenehm!
— Anne Bradstreet
Bei Donner im Winter ist viel Kälte dahinter.
Es hat noch kein Wolf einen Winter gefressen.
Marsch in dein Winterquartier, sprach der Wachtmeister zu der Laus, als er sie vom Bart unter die Hemdkrause setzte.
Der Winter bringt zweierlei auf einmal: weiße Tage und schwarze Nächte.
Es ist nicht kalt, wenn es schneit, es ist nur kalt, wenn es taut.
Baut die Ameise hoch ihr Haus, fällt der Winter trocken aus.
Ist's in den zwölf Nächten wild, sind sie milden Winter Bild.
Ist's an Apollonia feucht, der Winter sehr spät entweicht. (09. Feb.)
St. Blasius ist auf Trab und stößt dem Winter die Hörner ab. (03. Feb.)
Blühen im November die Bäume neu, hält der Winter bis zum Mai.
Am Tage Pauli Bekehr, der halbt Winter hin, der halbe Winter her. (25. Jan.)
An St. Vinzent da hat der Winter noch kein End. (22. Jan.)
Läßt der November viel Füchse bellen, wird der Winter viel Schnee bestellen.
Ziehen die Spinnen ins Gemach, kommt gleich der Winter nach.
Hat der Bauer Haarausfall, ist's im Winter warm im Stall!
Stirbt der Bauer im Oktober, braucht er im Winter keinen Pullover!
Wenn sich das Geflügel früh maust, so gibt's einen frühen Winter.