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Sprüche über Wert

543 Sprüche — Seite 9

Nicht alles, was viel kostet, besitzt auch wirklichen Wert. Erst dort, wo Bedeutung, Beständigkeit und innere Wahrheit zusammentreffen, wird sichtbar, was im Leben wirklich zählt und was bloß den Anschein des Wichtigen trägt. Darum gehört dieses Thema zu den grundlegenden Fragen jeder Lebensführung.

Seine Tiefe zeigt sich besonders dann, wenn Äußerliches an Glanz verliert und das Wesentliche bestehen bleibt. Die Sprüche zu diesem Thema helfen, Maßstäbe zu klären, Unterschiede zu erkennen und das zu benennen, was einem Menschen nicht bloß nützt, sondern ihn im Innersten bereichert.

  1. Manche interessiert an einem Gegenstand hauptsächlich das, was sie darüber sagen.

    Otto Weiss

  2. Welches ist das beste Deutsch? Dasjenige, das von Herzen geht.

    Julius Wilhelm Zincgref

  3. Wer sein Leben zu einer Sache des Genusses macht, entwertet es zum bloßen Dasein.

    Ferdinand Ebner

  4. Das, was wir tun, ist für unsere Zukunft weniger wichtig als das, was wir denken

    Philip James Bailey

  5. Wie vieles, was wir auf die Erde werfen, wird, wenn's ein andrer aufhebt, ein Juwel

    George Meredith

  6. Ohne Liebe gibt es keinen Wert.

    Auguste Rodin

  7. Auf Erden nichts geschaffen ist, was hat Bestand für lange Frist.

    Bernhard Freidank

  8. Die blasseste Tinte ist besser als das beste Gedächtnis.

  9. Die Porträtkunst ist die elendste Gattung der Malerei, weil bei ihr der Künstler am meisten gebunden ist

    Arnold Böcklin

  10. Der Welten Kleinstes ist auch wunderbar und groß. Und aus dem Kleinen bauen sich die Welten.

    Christian Gottfried Ehrenberg

  11. Gute Eisen macht man nicht zu Nägeln, gute Menschen nicht zu Soldaten

  12. Bargeld ist Aladins Wunderlampe

    Lord Byron

  13. Je weniger Dinge man auf Erden wichtig nimmt, desto näher kommt man den wirklich wichtigen Dingen

    Frederico Garcia Lorca

  14. Was ist notwendig? Notwendig sind die Dinge, von denen wir innerlich leben. Es sind die Dinge, die uns beim Gedanken an unsere Sterbestunde wichtig sind.

    Sebastian Faber

  15. Ehe sie den Wert des Lebens erkannt, haben die meisten es schon halb durcheilt.

    Theodor Toeche-Mittler

  16. Es ist um kein einziges Leben schade, auch kein einziges ist verloren, das im Kampfe gegen das Böse eingesetzt wurde.

    Heinrich Lhotzky

  17. Gold ist Geld und nichts anderes

    John Pierpont Morgan

  18. Pläne sind oft wertlos, dennoch ist der Planungsprozeß unschätzbar wertvoll.

    Dwight "Ike" David Eisenhower

  19. Wer Schweine aufzieht, ist ein produktives, wer Familienmitglieder aufzieht ein unproduktives Mitglied unserer Gesellschaft

    Friedrich List

  20. Was nützt das Tempo, wenn unterwegs das Gehirn ausgeronnen ist?

    Karl Kraus

  21. Ein Kätzchen ist für die Tierwelt, was eine Rosenknospe für den Garten ist.

    Robert Southey

  22. Dichter sind dem Staate nicht nützlicher als gute Kegelschieber.

    Chrétien-Guillaume de Lamoignon de Malesherbes

  23. Die Freude ist das Salz im menschlichen Leben. Ohne Freude ist alles abgeschmackt.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  24. Wenn wir keinen Winter hätten, wäre der Frühling nicht so angenehm!

    Anne Bradstreet

  25. Wem man das Gefühl seiner Verantwortlichkeit nimmt, dem nimmt man das Gefühl seiner Bedeutung.

    Fanny Lewald

  26. Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert, denn er ist der Repräsentant einer ganzen Ewigkeit

    Johann Wolfgang von Goethe

  27. Das Gegenteil eines erfüllten Lebens ist ein leeres oder überfülltes Leben.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  28. Mir ist jeder Grashalm so wichtig wie der Kölner Dom. Und oft lernte ich von jenem mehr als von diesem.

    August Julius Langbehn

  29. Wissen ist eine Vorratskammer, ein Vorrat, Wissen ist geistiges Haben.

    Rahel Varnhagen von Ense

  30. Jeder angenehme Augenblick hat Wert für mich. Glückseligkeit besteht nur in Augenblicken. Ich wurde glücklich, da ich das lernte.

    Caroline Schlegel-Schelling, geb. Michaelis

  31. Wahre Liebe ist genügsam – sie bescheidet sich mit wenigem, denn ihr ist auch das wenige – viel!

    Wilhelmine von Hillern

  32. Ich habe nie ausschließlich über Geld nachgedacht,sondern eher geglaubt, dass wir geboren sind um glücklich zu sein, wobei der sicherste Weg sich elend zu fühlen, ist, den Wert des Geldes zu überschät …

    Mary Seacole

  33. Die Frauen wurden lange Zeit Königinnen genannt, aber das Königreich, das man ihnen gab, war es nicht wert, regiert zu werden.

    Louisa May Alcott

  34. Es ist ein krankhafter, schwächlicher Geisteszustand, auf Lob, und nicht auf Inhalt des Lobes zu halten.

    Rahel Varnhagen von Ense

  35. Auf das selbst Denken kommt alles an, auf die Gegenstände desselben oft sehr wenig.

    Rahel Varnhagen von Ense

  36. Die Natur ist das einzige Buch, das auf allen Blättern grossen Gehalt bietet.

    Johann Wolfgang von Goethe

  37. Ich weiß, ich werde nicht sehr lange leben. Aber ist das denn traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger ist?

    Paula Modersohn-Becker

  38. Was wir auch in dieser Welt erlangen mögen, ist doch die Liebe das höchste Glück.

    Philipp Otto Runge

  39. Der Tod allein zeigt, wie nichtig die Körperchen der Menschen sind.

    Juvenal

  40. Wenn die Träne ein Heilmittel des Leidens wäre und den Weinenden vom Leid befreite, dann würden wir gern Gold umtauschen gegen Tränen.

    Philemon

  41. Das Vergnügen ist wie eine Lebensversicherung: Je älter man ist, desto teurer wird es.

    Kin Hubbard

  42. Optimistisch sein, nachdem man alles hat, was man sich wünscht, zählt nicht.

    Kin Hubbard

  43. Wir können nicht leben ohne Menschen und leben nie mehr, als wenn kein Mensch um uns ist.

    August Pauly

  44. Gute Bücher denken für uns, bei schlechten Büchern müssen wir für sie denken. Darum sind uns diese oft nützlicher als jene.

    August Pauly

  45. Was sind wir, wenn all das, was wir zu sein glauben, was uns schwer und tastbar und wirklich macht, nur geliehene Bausteine sind, aus denen nach uns andere wieder aufgebaut werden können?

    August Pauly

  46. Wenn das Große einmal der Menge gehört, ist es ein Götze geworden.

    August Pauly

  47. Es muss doch an jedem Menschen etwas Wertvolles sein, dass man ihn zuletzt wie einen Schatz vergräbt.

    August Pauly

  48. Ein Übel, das größeren Übeln vorbeugt, wird ein Gut.

    Friedrich Paulsen

  49. Arbeiten sollen wir tun um unsere Wert- und Wesensteigerung.

    Friedrich Paulsen

  50. »Für Geld die Welt!« Es liegt wenigstens guter, deutscher Reim und der Ausdruck unserer modernen Zeit darin.

    Heinrich Martin

  51. Wenn stets die Rechnung neben dem erkauften Vergnügen liegt, hört es auf »Vergnügen« zu sein.

    Heinrich Martin

  52. Wie viel Glück und Freude geht uns oft unbeachtet und spurlos verloren, deren Wert wir erst nach dem Verluste erkennen.

    Heinrich Martin

  53. Was dir das Leben auch an Rätseln zeigt, die Liebe ist's, die alle übersteigt.

    Heinrich Martin

  54. Wer sich selbst nichts mehr ist, was kann er noch anderen sein? Nur ihr Feind oder Tyrann.

    Heinrich Martin

  55. Streiche die Phantasie fort und die meisten Genüsse unsres Daseins sind nicht des Erwähnens wert.

    Heinrich Martin

  56. Nichts ist so schön wie das Wahre; das Wahre allein ist liebenswert

    Nicolas Boileau-Despreaux

  57. Den Erleuchteten ist jeder Tag Sonntag und Werktag zugleich

    Friedrich Lienhard

  58. Unser Leben ist arm und taugt nicht viel, wenn wir es bequem haben unter den Menschen.

    Christian Geyer

  59. Ein Feld zu bestellen ist nicht weniger ehrenvoll, als ein Gedicht zu schreiben

    Booker T. Washington

  60. Um das Große zu schätzen und lieben, musst du dich erst an dem Kleinen üben.

    Georg Keil