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Sprüche über Vorstellungen

140 Sprüche — Seite 2

Was Menschen von sich, den anderen und der Welt erwarten, lebt oft in ihren Vorstellungen. Sie geben Richtung, schaffen Sinn und können zugleich blind machen, wenn sie fester werden als die Wirklichkeit selbst. Deshalb ist dieses Thema eng mit Freiheit, Selbstbild und Enttäuschung verbunden.

Ihre schöpferische Kraft zeigt sich dort, wo sie Mut und Weite schenken. Vorstellungen werden problematisch, wenn sie das Leben nur noch an inneren Bildern messen und nicht mehr zulassen, dass Wirklichkeit anders und vielleicht wahrer sein darf.

  1. Viele möchten leben, ohne zu altern. Und sie altern dabei, ohne zu leben.

  2. Ideale sind wie Sterne, wir erreichen sie niemals, aber wie die Seefahrer auf dem Meer können wir unseren Kurs nach ihnen richten.

  3. Erwachsene Kinder pflegen ihren Vätern und Müttern innerlich bisweilen Plätze im Leben anzuweisen, die diese vielleicht nicht einzunehmen gewillt sind.

    Prentice Mulford

  4. Ich verstehe unter Geist die Kraft der Seele, welche denkt und Vorstellungen bildet.

    Aristoteles

  5. Es ist nicht schlecht, seinem Nachbarn Gefälligkeiten zu erweisen, aber töricht, selber solche zu erheischen.

    Emil Gött

  6. Sie können es nicht allen recht machen. Lassen Sie sich durch Kritik nicht beeinflussen. Sie sollten nicht Ihre Nachbarn die Maßstäbe für Sie setzen lassen.

    Robert Louis Stevenson

  7. Je boshafter eine Lüge ist, für desto wahrscheinlicher hält man sie.

    Daniel Spitzer

  8. Heute aber ist die herrschende Vorstellung, dass jeder Mensch eine Masse von Notizen in seinem Kopf herumtragen soll, und das nennt man dann allgemeine Bildung.

    Heinrich von Treitschke

  9. Der Kaufmann hat in der ganzen Welt dieselbe Religion.

    Christian Johann Heinrich Heine

  10. Bevor ich heiratete, hatte ich sechs Theorien über Kindererziehung. Jetzt habe ich sechs Kinder und keine Theorie.

    John Wilmot, Earl of Rochester

  11. Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit. Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut, den eigenen Weg zu finden.

    Perikles

  12. Woher kommt es doch, daß man bei ähnlichen Gesichtern oft so ähnliche Gesinnungen findet?

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Bisweilen stelle ich mir die Farben als lebendige Gedanken vor, Wesen reiner Vernunft, mit denen ich mich auseinander setzen kann. Die Natur existiert nicht an der Oberfläche, sie geht in die Tiefe.

    Paul Cezanne

  14. Es ist die politische Halbkultur, welche die Revolutionen und deren Ideen erzeugte, und die sie hält und pflegt. Die politische Einfalt und die politische Vollbildung sind überall gegen die Ideen der …

    Friedrich Julius Stahl

  15. Alles, was in Ihrer Vorstellung existiert, können Sie auch erreichen.

    Nikolaus B. Enkelmann

  16. Du kannst Dir gar nicht vorstellen, welche Sehnsucht und Lust zu reisen ich habe.

    Karl Spitzweg

  17. Der Schmeichler ist ein Mensch, der seiner Meinung nach deine Fähigkeiten außerordentlich übertreibt, so dass sie näher an deine eigene Vorstellung von ihnen herankommen.

    Oscar Wilde

  18. Die Politik ist ein Kampfplatz, auf dem das Ergebnis, das man erzielt, immer weit unter dem liegt, was man erreichen möchte.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  19. Man macht sich immer übertriebene Vorstellungen von dem, was man nicht kennt.

    Albert Camus

  20. Nimmer wird dem kranken Herzen Heilung werden, wenn es an nie zu erreichenden Idealen festhält, an einem Wunsche, dem nie Erfüllung blüht.

    Sophie Alberti

  21. Die Frau erwartet alles vom Mann, der Mann von der Frau fast immer nur eines.

  22. Bejahe den Tag, wie er dir geschenkt wird, statt dich am Unwiederbringlichen zu stoßen.

    Antoine de Saint-Exupéry

  23. Nur wer irgendein Ideal, das er ins Leben ziehen will, in seinem Innern hegt und nährt, ist verwahrt gegen die Gifte und Schmerzen der Zeit.

    Jean Paul

  24. Die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

    Samuel Johnson

  25. Die schlechte Absicht ist immer auf den Beinen.

    Emil Gött

  26. Die Ansprüche, die ein Mensch an andre stellt, stehn gewöhnlich in umgekehrtem Verhältnis zu seinen Leistungen.

    Emil Gött

  27. Bleib dran, auch wenn es anders kommt als geplant.

    Walter Scheel

  28. Die Größe menschlicher Handlungen ist nach der Absicht zu bemessen, aus der sie entspringen.

    Louis Pasteur

  29. Hoffnungen, Pläne und Illusionen sind Verjüngungselemente des Lebens. Es sind Morgenröten, deren Glanz immer wieder bezaubert

    Martin Kessel

  30. Die Tat unterscheidet das Ziel vom Traum.

  31. Das ist Humor: durch die Dinge durchsehen, wie wenn sie aus Glas wären.

    Kurt Tucholsky

  32. Das Fleisch hat seinen eigenen Geist.

    Frank Wedekind

  33. Die Leiden sind wie Gewitterwolken, in der Ferne sehen sie schwarz aus, über uns kaum grau.

    Jean Paul

  34. Das Ziel des Lebens ist Freiheit von Wahn.

    Antisthenes

  35. Solange das Herz noch Erinnerungen bewahrt, bewahrt der Geist seine Illusion

    Francois René de Chateaubriand

  36. Leben heisst, auf etwas zuwandern.

    José Ortega y Gasset

  37. Wer die Gesellschaft nicht entbehren kann, soll sich ihren Gebräuchen unterwerfen, weil sie mächtiger sind als er.

    Adolph Freiherr von Knigge

  38. Ideale sollten nach einer Umformung der Wirklichkeit trachten - nichts Geringeres sollte ihr Ziel sein.

    William James

  39. Wir haben weder die Kraft noch die Gelegenheit, all das Gute und Böse zu tun, das wir planen

    Marquis de Vauvenargues

  40. Wenn wir uns so sehen würden, wie uns andere sehen - würde das unsere schlimmsten Befürchtungen über sie bestätigen

    Franklin P. Jones

  41. Nur die Vorstellung des Guten, welche die entgegengesetzte Vorstellung überwiegt, treibt stets den Willen zur Handlung an.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  42. Wenn Sie Ihre Idee nicht auf die Rückseite meiner Visitenkarte schreiben können, haben Sie kein klares Konzept.

    David Belasco

  43. Sonderbar, dass jeder seine Mitmenschen immer nur nach sich selbst beurteilt!

    Giacomo Leopardi

  44. Nichts beweist mehr Mangel an Lebensweisheit und Vernunft, als das Verlangen, das ganze Leben solle immer weise und vernunftgemäß sein.

    Giacomo Leopardi

  45. Das verläßlichste Glück dieses Lebens ist das nichtige Glück der Illusion.

    Giacomo Leopardi

  46. Alles kommt beim Denken darauf an, dass einem die rechte Vorstellung im rechten Moment einfällt.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  47. Du bist heute wo deine Gedanken dich hingebracht haben, du wirst morgen dort sein wo deine Gedanken dich hinbringen werden.

    James Allen

  48. Unter zwei oder mehreren Verbündeten verpflichtet die Abmachung vor allem die Schwächeren.

    Kazimierz Bartoszewicz

  49. Das Ideal der Einfachheit macht das Leben in der modernen Gesellschaft noch schwieriger

    Vincent van Gogh

  50. Ich möchte so leben, dass ich sowohl mit den Händen als auch mit dem Gefühl und dem Verstand arbeite.

    Katherine Mansfield

  51. Die Utopien sind oft nur vorzeitige Wahrheiten

    Alphonse de Lamartine

  52. Das Leben übersteigt unendlich alle Theorien, die man in Bezug auf das Leben zu bilden vermag

    Boris Pasternak

  53. Häufig ist die Prophezeiung die Hauptursache für das prophezeite Ereignis.

    Thomas Hobbes

  54. Verrate deine Pläne nicht allen Menschen; wer nämlich sein Vorhaben bei sich behält, der hat die Möglichkeit, einen noch besseren Entschluß zu fassen.

  55. Die klugen Menschen suchen sich selbst die Erfahrung aus, die sie zu machen wünschen.

    Thomas Henry Huxley

  56. Auch schlechte Künstler haben gute Gründe und Absichten.

    Robert Musil

  57. Das wahre Glück besteht darin, sich frei entfalten zu können.

    Théophile Gautier

  58. Seine Ziele nicht zu erreichen ist nicht so schlimm, als gar keine Ziele zu haben.

    Nikolaus B. Enkelmann

  59. Zwinge andere Leute nicht in deine Vorstellungen.

    David Herbert Lawrence

  60. Es ist die Natur der Parteien, ihre ursprünglichen Feindschaften weit fester zu bewahren als ihre ursprünglichen Grundsätze.

    Thomas Babington Macaulay