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Sprüche über Verzeihen

115 Sprüche — Seite 2

Verzeihen gehört zu den schwierigsten und zugleich befreiendsten Bewegungen des Herzens. Es bedeutet nicht, Unrecht kleinzureden, sondern auf Vergeltung zu verzichten und dem Vergangenen nicht die ganze Zukunft zu überlassen. Deshalb besitzt dieses Thema eine besondere moralische und seelische Tiefe.

Seine Kraft zeigt sich darin, dass Verzeihen den Verletzten nicht schwächt, sondern innerlich freier machen kann. Es verlangt Größe, weil erst im Loslassen sichtbar wird, wie sehr Hass und Kränkung sonst weiter über das Leben bestimmen würden.

  1. Die größte Nachsicht mit einem Menschen entspringt aus der Verzweiflung an ihm.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  2. Um jemanden leichter vergeben zu können, muss man eine kleine Sünde gegen ihn begehen, damit er auch etwas zu vergeben habe.

    Christian Friedrich Hebbel

  3. Es gibt nichts, das ich mir nicht vergeben könnte, und nichts, das ich nicht überwinden möchte.

    Christian Morgenstern

  4. Die meisten unserer Fehler sind verzeihlicher als die Mittel die wir anwenden um sie zu verbergen.

    François de la Rochefoucauld

  5. Gleich wie Feuer nicht Feuer löscht, so kann Böses nicht Böses ersticken. Nur das Gute, wenn es auf das Böse stößt und von diesem nicht angesteckt wird, besiegt das Böse

    Leo Tolstoi

  6. Nicht immer ist Verzeihung – Versöhnung.

    Otto Weiss

  7. Der einzige Unterschied zwischen einem Heiligen und einem Sünder besteht darin, dass der Heilige eine Vergangenheit und jeder Sünder eine Zukunft hat.

    Oscar Wilde

  8. Das Wort Verzeihung ist die beste Münze im Haus.

  9. Flut und Feuer kennen kein Erbarmen.

  10. Wem ein Talent gegeben ist, der muss besonders reinen Herzens sein. Den andern wird vieles verziehen, ihm aber nichts.

    Nikolai Wassiljewitsch Gogol

  11. Der gemeinste Mensch ist, wer keine Entschuldigung annimmt, keine Sünde deckt und keinen Fehler vergibt

  12. Einem fliehenden Feind bau eine goldene Brücke.

  13. Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  14. Wenn das unbedachte Wort einmal heraus ist, können es selbst vier Pferde nicht wieder holen.

  15. Du willst bei Fachgenossen gelten? Das ist verlorne Liebesmüh, Was Dir missglückt, verzeihen sie selten; Was Dir gelingt, verzeihen sie nie!

    Oscar Blumenthal

  16. Viel übles hab' an Menschen ich bemerkt; das schlimmste ist ein unversöhnlich Herz.

    Franz Grillparzer

  17. Wie Unglück bringend, liebe Mutter, ist Feindschaft zwischen Brüdern, und wie schwer hält die Versöhnung.

    Friedrich von Schiller

  18. Dies sei mein Leben: Mir nichts zu vergeben, keine Wesen zu scheuen, kein Ding zu bereuen!

    Gorch Fock

  19. Das Glück der Ehe besteht darin, dass man einander verzeiht, sich geheiratet zu haben.

  20. Dem großen Erfolg verzeiht man alles

    Christina I. von Schweden

  21. Was vergangen, sei vergeben, wer da glaubt und hofft, wird leben. Was faul ist, das muß fallen. Gruß von Gott den Mutigen allen.

  22. Die Irrtümer des Lebens rufen nach verzeihender Schönheit; sie kann ihre Einsamkeit zur Harmonie mit dem Ganzen verwandeln

  23. Eher wird ein Unrecht verziehen als eine Beleidigung.

    Philip Chesterfield

  24. Eine gute Tafel stillt allen Groll des Spiels und der Liebe; sie versöhnt alle Menschen, bevor sie zu Bette gehen.

    Marquis de Vauvenargues

  25. Wenn schlechte Leute zanken, riecht's übel um sie her; doch wenn sie sich versöhnen, so stinkt es noch viel mehr

    Gottfried Keller

  26. Wenn du dem Feind die Hand nicht abkacken kannst, musst du sie ihm schütteln.

  27. Egoismus ist das verabscheuungswürdigste Laster, das keiner beim anderen vergeben will und ohne das er selbst nicht sein kann.

    Henry Ward Beecher

  28. Der schlimmste der Menschen ist der, wer keine Entschuldigung annimmt, keine Sünde deckt und keinen Fehler vergibt.

  29. Alles wird man dir verzeihen, aber man ist unerbittlich gegen das Genie.

    Christian Johann Heinrich Heine

  30. Nichts ist edler als Übeltaten zu verzeihen, die uns nicht betreffen

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  31. Möge die Katze dir nicht in den Milchtopf treten, der Hund den Butternapf nicht umstoßen, die Maus den Schinken nicht riechen. Mögest du Nachsicht haben mit der Tollpatschigkeit der Tiere, so wie …

  32. Sich, ehe Anlaß da ist, entschuldigen, heißt sich anklagen; und sich bei voller Gesundheit zur Ader zu lassen, dem Übel oder der Bosheit zuwinken.

    Baltasar Gracián y Morales

  33. Nach einem trefflichen Essen ist man geneigt allem zu verzeihen, sogar den eigenen Verwandten

    Oscar Wilde

  34. Gib und vergib von Herzen gern, das ist des Glückes Keim und Kern

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  35. Man kommt in der Freundschaft nicht weit, wenn man nicht bereit ist, kleine Fehler zu verzeihen.

    Jean de la Bruyère

  36. Wer sich mit Gewandtheit entschuldigt, beweist, dass er sich schon oft entschuldigen musste

    Benjamin Franklin

  37. Vergebung ist das erste Zeichen von Altersschwäche.

  38. Es ist schwer den harten Stein böser Worte glatt zu schleifen.

  39. Fehler sind immer zu verzeihen, wenn man den Mut hat, diese auch zuzugeben.

  40. Kraftvolle Menschen sind versöhnlich.

    Emil Palleske

  41. Wir entschuldigen nichts so leicht als Torheiten, die uns zuliebe begangen wurden.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  42. Das Wort ist die Entschuldigung des Gedankens.

    Jules Renard

  43. Ein Feigling vergibt nie.

    Laurence Sterne

  44. Arbeit, die wir lieben, ist das Einzige, was uns mit dem Leben versöhnen kann.

    Hermann Bang

  45. Mit dem du dich tausend Mal geprügelt und zehntausend Mal gestritten hast, setze dich am letzten Tag des Jahres einträchtig zum Essen nieder.

  46. Wahres und Gutes wird sich versöhnen, wenn sich beide vermählen im Schönen.

    Friedrich Rückert

  47. Wenn nur die Reue in dir nicht erlahmt, so wird Gott alles verzeihen.

    Fjodor M. Dostojewski

  48. Das Wort "Verzeihung" ist die beste Münze im Haus

  49. Straf' muss sein, doch soll Barmherzigkeit vorgehen.

    Julius Wilhelm Zincgref

  50. Vergebung muss immer da sein. Aber von Vergebung darf man erst reden, wenn die Menschen sich danach sehnen.

    Heinrich Lhotzky

  51. Der Beleidigte verzeiht, der Beleidiger niemals.

    Filippo Pananti

  52. Tränen der Dankbarkeit sind stumme Boten, die an die Himmelspforte der Vergeltung klopfen, und sie bleibt ihnen nicht verschlossen.

    Ludwig Bechstein

  53. Ein Weib ist stark im Verzeihen, während es schwerer versteht; der Mann kann unter Umständen recht wohl verstehen, ohne doch zu verzeihen.

    Georg Jacob F. P. H. Dechent

  54. Die echte Liebe verzeiht auch dann, wenn das Herz selbst tödlich getroffen ist.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  55. Vergib einer Liebe, die nicht wissen kann, warum sie etwas tat, und nötige sie nicht um des Warums, weil es deine Verletzung ist!

    Emily Elizabeth Dickinson