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Sprüche über Verbrechen

114 Sprüche — Seite 2

Wo Unrecht nicht aus Versehen, sondern wissentlich und gegen besseres Wissen geschieht, nähert man sich dem Verbrechen. Es betrifft nicht nur die Tat selbst, sondern auch das Verhältnis eines Menschen zu Wahrheit, Schuld und Verantwortung. Deshalb ist dieses Thema für Gewissen, Recht und Gesellschaft von besonderer Schwere.

Sein Ernst liegt darin, dass Verbrechen die Grenzen des Erlaubten nicht nur überschreitet, sondern gezielt verletzt. Es macht sichtbar, wie gefährlich Macht, Lüge oder Gleichgültigkeit werden, wenn sie sich von jeder inneren Bindung lösen.

  1. Jeder Krieg ist eine Reifeprüfung für die Generäle, aber ein Armutszeugnis für die Staatsmänner.

    George Bernard Shaw

  2. Durch Betrug erlistet, ist noch nicht gewonnen

    Sophokles

  3. Wenn irgendwo zwischen zwei Mächten ein noch so harmlos aussehender Pakt geschlossen wird, muss man sich sofort fragen, wer hier umgebracht werden soll.

    Otto von Bismarck

  4. Oft tut auch der Unrecht, der nichts tut. Wer das Unrecht nicht verbietet, wenn er kann, der befiehlt es.

    Mark Aurel

  5. Diebe ruhen nie, Wächter ab und zu.

  6. Warum halten sich die Menschen für scharfsichtiger, wenn sie das geheime Böse entdecken, als das geheime Gute?

    Jean Paul

  7. Wer Diebe fasst, soll auch die Beute fassen. Wer Ehebrecher fasst, soll immer beide fassen

  8. Der Krieg hat einen langen Arm. Noch lange, nachdem er vorbei ist, holt er sich seine Opfer.

    Martin Kessel

  9. Wenn die Spartaner wie wir zwei Westentaschen, zwei Hosentaschen, drei Fracktaschen und fünf Oberrücktaschen gehabt hätten, sie hätten auch mehr gestohlen.

    Gottlieb Moritz Saphir

  10. Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen

    Christian Johann Heinrich Heine

  11. Wahrlich ist der Mensch der König aller Tiere, denn seine Grausamkeit übertrifft die ihrige. Wir leben vom Tode anderer. Wir sind wandelnde Grabstätten!

    Leonardo da Vinci

  12. Heutzutage regiert der Rekord, die Sensation, die Freude am Sinnlosen. Die Zeit war noch nie so günstig für Verbrecher.

    Wilhelm Hasenclever

  13. Wenn der Mensch keinen Genuß mehr an der Arbeit findet und nur arbeitet, um so schnell wie möglich zum Genuß zu gelangen, so ist es nur ein Zufall, wenn er kein Verbrecher wird.

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  14. Die Geburt ist offenbar ein Schwerverbrechen, denn sie wird mit dem Tode bestraft.

    Voltaire

  15. Der Trieb, unser Geschlecht fortzupflanzen, hat noch eine Menge anderes Zeug fortgepflanzt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  16. Christus ist um Geld verraten worden.

  17. Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.

    August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

  18. Liebe zum Geld erzeugt die eine Hälfte der Übel in dieser Welt, Mangel an Geld die andere.

  19. Wie sähe die Welt ohne Männer aus? Kein Krieg, keine Verbrechen, und lauter dicke glückliche Frauen.

  20. Gott schuf das Böse, damit die Hölle nicht leer steht.

  21. Die Geschichte ist meistens die Schande des Menschengeschlechts.

    Johann Gottfried Seume

  22. Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur Menschenfresserei, sondern jede Art des Fleischgenusses als Kannibalismus gilt.

    Wilhelm Busch

  23. Sieh dir nicht an, wie Diebe ihr Mahl verzehren, sondern wie sie ihre Strafe erleiden.

  24. Ein guter Mensch erringt einen Sieg und belässt es dabei. Er geht nicht zu Gewalttaten über.

    Laotse

  25. Alle Robbenjagd ist eine gemeine, erbarmungslose Schlächterei, bei welcher sich Rohheit und Gefühllosigkeit verbinden.

    Alfred Edmund Brehm

  26. Der Künstler soll seine Kunst rein halten wie der Geistliche seine Kirche, der Lehrer seine Schule, sonst begeht auch er "ein Verbrechen im Amt".

    Paul Keller

  27. Wenn die Reichen die Armen ihrer Rechte berauben, so wird das ein Beispiel für die Armen, die Reichen ihres Eigentums zu berauben.

    Thomas Paine

  28. Eine ungerechte Tat, mit guter Absicht und aus Unwissenheit des Bösen begangen, bleibt immer ein Verbrechen, wenngleich die Schuld des Täters wegfällt und wir nur die Beschränktheit seiner Einsicht be …

    Johann Georg Adam Forster

  29. Krieg verkleinert die Probleme, die ihn angeblich verursachten. Kriegsfolgen lassen sie vergessen.

    Else Pannek

  30. Wer nicht für seine Missetaten geradestehen muss, begreift nicht, wo Straftaten beginnen.

    Else Pannek

  31. Der Krieg ist eine Plage, mit der Gott die Menschheit straft.

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  32. Wer lüget, wer verleumdet, ist ärger als ein Dieb.

    Friedrich von Hagedorn

  33. Nicht darin besteht die objektive Gerechtigkeit, dass der Gute, sondern dass das Gute gedeihe, nicht darin, dass der Böse, sondern dass das Böse scheitere.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  34. Es gibt nur drei Methoden, um leben zu können: betteln, stehlen oder etwas leisten.

    Honoré Gabriel Victor de Riqueti

  35. Jede erfolgreiche Gewalttat ist allermindestens ein Skandal, das heißt, ein böses Beispiel.

    Jacob Christoph Burckhardt

  36. Wenn man ihre Heiligenlegenden liest, findet man die Namen von tausend heilig gesprochenen Verbrechern.

    Claude-Adrien Helvetius

  37. Nichts ist verschlossen genug, nichts zu hoch, nichts zu dunkel für Diebe und Räuber.

    Francesco Petrarca

  38. Die Laster tragen Masken, und schreckliche Ungeheuer verbergen sich in schönen Fellen.

    Francesco Petrarca

  39. Nichts gibt ein größeres Vergnügen, als den Betrüger zu betrügen.

    Karl Wilhelm Ramler

  40. Wer ein Ei stiehlt, stiehlt auch ein Kamel

  41. Böses darf man nicht nur denen zur Last legen, die es tun, sondern auch denen, die es nicht verhindern, obwohl sie dazu in der Lage wären.

    Thukydides

  42. Jede Moral verübt Grausamkeiten.

    Otto Weiss

  43. Die kleinen Diebe, die müssen hangen. Die großen mit güldenen Ketten prangen

    Georg Rollenhagen

  44. Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, und es gibt in der Anwendung derselben keine Grenzen.

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  45. Kleinen Mörder schlägt man den Kopf ab, dem großen setzt man einen Lorbeerkranz auf

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  46. Warum das Böse auf der Welt? Dass aus der Kraft der Sünde die Überkraft des Guten werde.

    Paul Olaf Bodding

  47. Ein Mensch, der sich etwas auf seine Intelligenz einbildet, ist wie ein Sträfling, der mit seiner großen Zelle prahlt.

    Simone Weil

  48. Die Polizei sieht den Schuldigen durch die Finger; die Unschuldigen aber verdächtigt sie.

    Juvenal

  49. Jede Sünde trägt um so bedeutendere Schuld in sich, je größer das Ansehen des Sünders ist.

    Juvenal

  50. Der eine bekommt ein Kreuz, der andere eine Krone als Lohn für sein Verbrechen

    Juvenal

  51. Wahrheit behauptet stets und überall ihre Unbeschränktheit. Sie wird zur Verbrecherin, wenn sie sich zur Sklavin der Menschen machen lässt.

    Heinrich Martin

  52. Kein Mörder hat ewiges Leben, das in ihm bleibt.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  53. Ein Bild muss mit demselben Gefühl gemacht werden, mit dem ein Verbrecher seine Tat ausführt.

    Edgar Degas

  54. Ein ärgernder Lehrer ist strafbarer als ein Giftmischer, er ist ein Seelenmörder!