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Sprüche über Trost

263 Sprüche — Seite 4

Wenn Schmerz nicht weggenommen werden kann, wird Trost zu einer stillen Form von Begleitung. Er besteht nicht in schnellen Lösungen, sondern in Gegenwart, Verstehen und der Kraft, dem Leid einen menschlichen Raum zu geben. Deshalb gehört dieses Thema zu den zartesten und zugleich wichtigsten Erfahrungen des Zusammenlebens.

Seine Wirkung liegt darin, dass Trost die Last nicht leugnet und doch erträglicher machen kann. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Zuspruch, Nähe und leiser Hoffnung und zeigen, wie viel Heilung in einem behutsamen Wort liegen kann.

  1. Des Lebens Meereswellen, sie brausen und sie schwellen und schwemmen mit der Zeit hinweg das größte Leid.

  2. Die Bildung ist in glücklichen Zeiten eine Zierde, im Unglück eine Zuflucht.

    Aristoteles

  3. Bedenke, über alles Leid, das die Tage bringen, zieht mit raschen Schwingen tröstend hin die Zeit.

  4. Indem man sich beklagt, tröstet man sich.

    Alfred de Musset

  5. Nicht jede Wolke erzeugt ein Gewitter.

    William Shakespeare

  6. Nur in der Tiefe der Seele, mit Hilfe jener Kraft die stärker ist als alle Vernünftigkeit, kann Trost und Ruhe gefunden werden.

    Wilhelm Busch

  7. Als ich meinen Schmerz auf dem Feld der Geduld aussäte, erwuchs aus ihm die Frucht des Glücks.

    Khalil Gibran

  8. Wenn Ärger, Not und Kummer und Sorgen dich bedrängen: Kopf hoch! Nur Fledermäuse lassen sich hängen.

  9. Die Pflichterfüllung in schwerer Zeit ist das Herrlichste des Menschenloses.

    Paul Keller

  10. Aus dem Lieben Kreis geschieden, aus dem Herzen aber nie. Weinet nicht, sie ruht in Frieden, doch sie starb und noch zu früh.

  11. Man lindert oft sein Leid, indem man es erzählt.

    Pierre Corneille

  12. Wenn einer zur letzten Ruhe gelegt worden ist, dann lass auch die Erinnerung an ihn zur Ruhe kommen! Wenn der Lebensgeist ihn verlassen hat, tröste Dich über den Verlust.

  13. Holde Freundin Phantasie, bleibst du mir zugegen, fehlt ein tröstlich Licht mir nie auch auf dunklen Wegen.

    Karl Friedrich von Gerok

  14. Es ist leichter, anderen mit Weisheiten zu dienen, als sich selbst.

    François de la Rochefoucauld

  15. In jedem starken menschlichen Gefühl ist sein Gegenteil enthalten. Im Ausbruch der Verzweiflung verkündet sich der Trost, im Jubel lauert die Verzweiflung.

    Walter Rathenau

  16. Siehe, die Trauer, sie ist des Trauernden einziger Trost.

    Rupert Johann Hammerling

  17. Das deutsche Volk ist frei, bleibt frei und regiert in alle Zukunft sich selbst. Das ist der einzige Trost, der dem deutschen Volke geblieben ist.

    Friedrich Ebert

  18. Die Toten sind nicht tot, sie gehen mit, unsichtbar sind sie nur, unhörbar ist ihr Schritt.

    Gorch Fock

  19. Dem, welcher ein Bein gebrochen hat, kann man dadurch sein Unglück doch erträglicher machen, wenn man ihm zeigt, dass es leicht hätte das Genick treffen können.

    Immanuel Kant

  20. Der beste Arzt ist oft der schlechteste Patient

  21. Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.

    Martin Kessel

  22. Nachdenken enthält eine unerschöpfliche Quelle von Trost und Beruhigung.

    Novalis

  23. Wenn man seit seiner Kindheit nicht mehr weinen konnte, können die neugewonnenen Tränen Tau und fruchtbarer Regen für die vom Austrocknen bedrohte Seele sein.

  24. Wenn du einmal ganz traurig bist, schick mir einfach eine Eulenpost. Ich fliege dann wie Zauberei mit Harrys Besen schnell herbei.

  25. Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte.

  26. Mensch mit traurigem Gesichte, sprich nicht nur von Leid und Streit, selbst in Brehms Naturgeschichte findet sich Barmherzigkeit.

    Wilhelm Busch

  27. Ein tiefer Fall führt oft zu höherem Glück.

    William Shakespeare

  28. Nichts ist so hoffnungslos, dass wir nicht Grund zu neuer Hoffnung fänden.

    Nicolaus Machiavelli

  29. Wer ohne Sinn für Freundschaft, Wohlwollen und Liebe nur für sich selber lebt, der bleibt verlassen, wenn er sich nach fremdem Beistand sehnt.

    Adolph Freiherr von Knigge

  30. Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes, und er ist die Grenze, über die unsere Leiden nicht hinausgelangen; er gibt uns wieder jenen Zustand der Ruhe zurück, dem wir vor unserer Geburt a …

    Seneca

  31. Mit einem Bild möchte ich etwas Tröstliches sagen, so wie Musik tröstlich ist.

    Vincent van Gogh

  32. Der Tod ist unser Trost und, ach!, auch unser Leben, er ist des Lebens Ziel, das wir voll Hoffnung sehn, er kann, ein Zaubertrank, berauschen und erheben, dass wir mit neuem Mut der Nacht entgeg …

    Charles Baudelaire

  33. Man soll sich trösten, keine großen Talente zu besitzen, wie man sich tröstet, keine großen Posten einzunehmen. Über beides kann uns das Herz erheben.

    Marquis de Vauvenargues

  34. Arbeit schafft Hornhaut gegen den Kummer.

    Marcus Tullius Cicero

  35. Den letzten Weg musst du alleine gehen, ohne Hilfe, ohne Hand. Doch Gott, der Herr, wird am Wege stehen und führt Dich hinein in sein himmlisches Land.

  36. Traurige trösten heisst: ihnen den Mantel der Geborgenheit umlegen

  37. Gehe hinaus und suche Trost in der Natur, auf dass wir unterdessen deinen Wein trinken.

  38. Jeder Abschied ist betäubend. Man denkt und empfindet weniger, als man glaubte: Die Tätigkeit, in die unsere Seele sich auf ihre eigne weitere Laufbahn wirft, überwindet die Empfindbarkeit über da …

    Johann Gottfried Herder

  39. Und geht es auch durch dunkle Täler, fürchte ich mich nicht, denn du, Herr, bist bei mir. Du beschützt mich mit deinem Hirtenstab

  40. Welcher Autor darf sagen, dass der Gedanke an die Oberflächlichkeit der meisten Leser ihm stets ein peinlicher und nicht mitunter auch ein tröstlicher sei?

    Marie von Ebner-Eschenbach

  41. Immer wenn du meinst es geht nicht mehr, geschieht jemand anderem ein Unglück, und du bist wieder froh.

    Daphne du Maurier

  42. Wer so gewirkt im Leben, wer so erfüllte seine Pflicht und stets ein Bestes hat gegeben, für immer bleibt er euch ein Licht.

  43. Getrost! Was krumm ward oft noch grad, oft über Nacht kam guter Rat.

    Eduard Mörike

  44. Zuerst schuf der liebe Gott den Mann, dann schuf er die Frau. Danach tat ihm der Mann leid, und er gab ihm Tabak.

    Mark Twain

  45. Wir sollten um Hilfe rufen können, auch wenn uns das Wasser noch nicht bis zum Hals steht.

  46. Zeigt die trübe, dunkle Seite dir auch oft das Leben, ist's vom Bild doch nur der Schatten, um das Licht zu heben.

    Anastasius Grün

  47. Ach, mein liebes Geld. Mein liebes Geld, mein bester Freund! Man hat dich mir gestohlen. Meine Stütze habe ich verloren, mein Trost und meine Freude.

    Jean-Baptiste Molière

  48. Glaube bringt uns Gottes Segen, Liebe Glück auf allen Wegen, Hoffnung Trost in jeder Not, und Geduld bringt Rosen!

  49. Meine Bibliothek war der Grund meiner Taten und der beste Trost meines Lebens.

    Edward Gibbon

  50. Ein guter Mensch ging von uns. Doch die Gedanken bleiben für immer.

  51. Der einzige Trost ist, dass Lügen vielen Menschen Brot geben und niemand gezwungen ist, sie zu glauben.

    Karl Julius Weber

  52. Alles, was geschieht, ist nur Leid und Lied. Gott spielt auf der Harfe Trost sich zu.

    Klabund

  53. Trübe Tage werden gegen Abend, wenn die Sonne hinabsteigt, heller; und manches trübe Leben erfährt dieselbe Begnadigung.

    Moritz Heimann

  54. Die Konsequenz der Natur tröstet schön über die Inkonsequenz der Menschen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  55. Hab ein Wort auch für andre in Sorg' und in Pein und sag, was dich selber so fröhlich lässt sein.

    Cäsar Flaischlen

  56. Gegen die Erde gibt es keinen Trost als den Sternenhimmel.

    Jean Paul

  57. Mäkeln und Tadeln ist bei vielen der Trost für ungenügendes Verständnis."

    Anselm Feuerbach

  58. Eine gute Bildung ist für die Jugend ein Zuchtmittel, für das Alter ein Trost, für den Armen ein Reichtum und für den Reichen ein Schmuck.

    Diogenes von Apollonia

  59. Tröste dich, die Stunden eilen, und was all dich drücken mag, auch die schlimmste kann nicht weilen, und es kommt ein anderer Tag.

    Theodor Fontane

  60. Wisse das Dunkel, Wisse das Schwere, Doch über allem wisse das Licht! Ich sterbe, aber meine Liebe zu Euch stirbt nicht; Ich werde Euch vom Himmel herab lieben wie ich Euch auf Erden geliebt habe …