Sprüche über Trennung
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Wenn Nähe endet und Gewohntes auseinanderfällt, zeigt sich die Trennung in ihrer ganzen Bitterkeit. Sie betrifft nicht nur das Verlassen eines Menschen, sondern auch das Zerbrechen gemeinsamer Selbstverständlichkeiten und Zukunftsbilder. Deshalb gehört dieses Thema zu den schmerzhaftesten Erfahrungen zwischenmenschlicher Bindung.
Ihr Nachhall reicht oft weit über den eigentlichen Abschied hinaus. Trennung verändert Erinnerung, Blick und Selbstgefühl und macht sichtbar, wie tief Verbundenheit war, gerade weil ihr Ende so deutlich spürbar bleibt.
Viele Leute, die glauben, die Scheidung sei ein Allheilmittel für jede Krankheit, müssen feststellen, dass das Mittel schlimmer ist als die Krankheit.
— Dorothea Lynde Dix
Im Augenblick des Zusammenkommens beginnt die Trennung
Es ist selten, dass man im Guten auseinander geht. Denn wenn man im Guten ist, geht man nicht auseinander.
— Marcel Proust
Wie rasch ist Abschied genommen, wie lange dauert es bis zum Wiedersehen !
Durch Zufall lernten wir uns kennen, durch Zufall müssen wir uns trennen, durch Zufall wird es einst geschehen, dass wir uns einmal wiedersehen!
Zwei Täubchen am Bache, zwei Täubchen am See, die küssten sich leise und sagten: Ade!
Wenn wir Abschied nehmen, wird unsere Neigung zu dem, was wir schätzen, immer noch etwas wärmer.
— Michel de Montaigne
Eine Frau von Welt bleibt selten die Frau ihres Ehemannes.
— Carmen Sylva
Alten Freund für neuen wandeln, heißt für Früchte Blumen handeln.
— Friedrich von Logau
Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt
— Victor-Marie Hugo
Jugendliebe dauert nicht länger als Schnee im April.
Die Liebe beginnt damit, dass man sich selbst betrügt, und sie endet damit, dass man andere betrügt
— Oscar Wilde
Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen, möge der Wind dir den Rücken stärken. Möge die Sonne dein Gesicht erhellen und der Regen um dich her die Felder tränken. Und bis wir beide, du und ich, …
Bei Unverträglichkeit gedeiht kein Feuer im Haus. Der eine bläst es an, der andere bläst es aus.
Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich.
— Friedrich von Schiller
Das Zusammentreffen ist der Trennung Anfang.
Die Liebe ist ein inniges Ineinandersein; ich bin nicht von Dir getrennt, wenn es wahr ist, dass ich liebe.
— Bettina von Arnim
Es sind die Abschiede, die verbinden.
Die Ehe ist eine Hölle bei gemeinsamem Schlafzimmer; bei getrennten Schlafzimmern ist sie nur noch ein Fegefeuer; ohne Zusammenwohnen wäre sie vielleicht das Paradies.
— Henry de Montherlant
Sei jedem Abschied voran, als wäre er hinter dir, wie der Winter, der eben geht.
— Rainer Maria Rilke
Wähle einen Freund langsam, wechsle ihn noch langsamer.
— Benjamin Franklin
Geld ist eine Wohltat, die wir genießen, indem wir uns von ihr trennen.
— Ambrose Bierce
Die Erinnerung steht immer dem Herzen zu Diensten.
— Antoine de Rivarol
Oft ist das Wiedersehen erst die Trennung
— Christian Friedrich Hebbel
Es gibt nur ein Problem, das schwieriger ist als Freunde zu gewinnen: sie wieder los zu werden
— Mark Twain
Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache. Sie bestimmt die Sehnsucht danach, und die Entfremdung vom Heimischen geht immer durch die Sprache am schnellsten und leichtesten, wenn auch am leisest …
— Wilhelm von Humboldt
So schnell du dein Baby an die Flasche gewöhnst, so schnell wird dieses Kind dich verlassen.
Wissenschaftliches Denken erfordert immer einen weiten Abstand und eine scharfe Trennung des denkenden Subjekts von dem gedachten Objekt.
— Max Planck
Für Frauen ist die Scheidung oft eine Straße, die in die Freiheit führt. Für Männer ist sie eher ein goldenes Schiff, das mit vollen Segeln in Richtung Freiheit fährt.
— Baruch de Spinoza
Welche Schmerzen verursacht nicht die Trennung, welche Sehnsucht und Entbehrungen birgt nicht die Zukunft
— Fridtjof Nansen
Der Abwesende bewegt sich jeden Tag weiter und weiter fort.
So ist eben das Leben seit jeher, alles gehört dazu: Leid und Trennung und Sehnsucht. Man muss es immer mit allem nehmen und alles gut und schön finden.
— Rosa Luxemburg
Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne, du bist mir nah! Die Sonne sinkt, bald leuchten mit die Sterne. Oh, wärst du da!
— Johann Wolfgang von Goethe
Wir lernten uns vor langem kennen. Zwar will ich es nicht Zufall nennen. Doch muss ich ehrlich eingestehn, die Zeit mit dir war schön.
Um neue Freunde zu erhalten, brich als erstes mit den alten
— Joachim Ringelnatz
Zum Abschiednehmen just das rechte Wetter. Grau wie der Himmel steht vor mir die Welt.
— Joseph Victor von Scheffel
Auch wenn man seine Frau nicht liebte, glaubt man, bei der Scheidung ein kleines Vermögen verloren zu haben.
Im Augenblick des Zusammenkommens beginnt die Trennung.
Die Heimat ist, wo man dich gerne erscheinen, ungern wandern sieht.
— Friedrich Emil Rittershaus
Man verscheucht mit Rauch die Fliegen, mit Verdrießlichkeit wohl den Mann
— Adelbert von Chamisso
Ob Mann oder Frau: Immer werden Besitz und Person gemeinsam die ganze Persönlichkeit ausmachen. Werden sie aber getrennt, bleibt von beiden nichts.
— Gottfried von Strassburg
Es gibt dumme Gedanken, die man nicht eher los wird, als bis man sie ausgeführt hat
— Otto Weiss
Ein eigenes Unglück hat manches Mädchen: Sie wurde von ihrem Mann statt verlassen geheiratet.
— Otto Weiss
Zu jeder Zeit und in jedem Lande findet, sobald ein Mann und eine Frau zusammen sind, eines von folgenden drei Dingen statt: entweder sie kehren einander den Rücken, oder sie gähnen innerlich, oder si …
— Hippolyte Taine
Verachten, wo man geliebt hat, tief und innig geliebt hat! – Gott sei gnädig und bewahre jedes Menschenherz vor solchem Jammer!
— Sophie Alberti
Der Mensch, der die Gewalt besaß, uns glauben und lieben zu machen, bleibt zutiefst in uns der königliche Mensch, auch noch als späterer Gegner.
— Lou Andreas-Salomé
Tränen kann man trocknen, aber das Herz – niemals.
— Margarete von Valois
Was wir so oft »Liebe« nennen, ist doch nichts weiter als ein kurzer Sinnenrausch. Ist er in seiner Sonderheit verflüchtigt, so tritt größtenteils herbe Unbefriedigung und nicht selten Trennung ein.
— Heinrich Martin
Erst dann verlieren sich zwei Menschen, wenn sie nicht mehr dem gemeinsamen Ideal Treue halten. Treue zum Ideal – das einigt!
— Friedrich Lienhard
Wenn eine Frau ihren Mann noch so sehr hasst, ihren Platz räumt sie doch freiwillig keiner anderen
— Karl von Perfall
Trennen ist ein Sterben, Schlägt die Welt in Scherben.
— Max Dauthendey
Wenn sich zwischen zwei Menschen beim Zusammenleben kein gedeihliches Verhältnis entwickelt, so sind stets beide Teile und nicht bloß einer daran schuld.
— Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer