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Sprüche über Trauer

312 Sprüche — Seite 4

Wenn etwas oder jemand Unersetzliches fehlt, findet die Trauer ihren stillen und schweren Platz im Leben. Sie ist nicht bloß Schmerz, sondern auch Ausdruck von Liebe, Bindung und der Unmöglichkeit, einen Verlust einfach hinzunehmen. Deshalb gehört dieses Thema zu den tiefsten Formen menschlicher Wahrhaftigkeit.

In ihr zeigt sich, dass das Herz länger erinnert, als der Alltag es wahrhaben möchte. Die Sprüche zu diesem Thema sprechen von Abschied, Tränen und innerer Leere und geben jener empfindsamen Arbeit der Seele eine eindringliche Sprache.

  1. Der weisse, stolze Schwan hat wunderbar gesungen, und weinend bin ich an mein Lebensend gedrungen, welch streng und hartes Schicksal, ist ungetröstet sterben. Um mich der Tod will werben, im Tod w …

    Jakob Arcadelt

  2. Deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben nicht genommen, es wird nur neu gestaltet.

  3. O schüttle ab den schweren Traum und die lange Winterruh! Es wagt der alte Apfelbaum, Herze - wag's auch du.

    Theodor Fontane

  4. Dann - erst dann wenn wir im Glanz der Sonne dein Lächeln nicht sehen, wenn wir im Gesang der Vögel deine Stimme nicht hören, wenn wir in fremden Gesichtern deines nicht suchen, dann, erst dann bi …

  5. In mir ist es finster, aber bei dir ist das Licht; ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht; ich bin kleinmütig, aber bei dir ist die Hilfe; ich bin unruhig, aber bei dir ist der Friede; in mir …

  6. Die Trauer ist nicht die Folgeerscheinung unseres Schmerzes, sondern bereits ein Heilmittel gegen diesen.

  7. Sterben ist nur die Übersiedlung von der Nordseite auf die Sonnenseite des Hauses.

    Max Frommel

  8. Begrenzt ist die Zeit des Lebens, doch unendlich die Erinnerung.

  9. Nichts ist gewiss im Leben eines Menschen - ausser, dass er es verlieren muss.

    George Meredith

  10. Komm nun, höchstes Fest auf dem Wege zur ewigen Freiheit, Tod, leg nieder beschwerliche Ketten und Mauern unseres vergänglichen Leibes und unsrer verblendeten Seele, dass wir endlich erblicken, wa …

    Dietrich Bonhoeffer

  11. Trauer kann in Ihrem Fließen am besten in einem Netz von Beziehungen unterstützt werden.

  12. Ein glückseliges Leben ist der Genuss der Gegenwart; das ewige Leben ist die Hoffnung der Zukunft.

    Ambrosius

  13. DU hast uns Freude geschenkt. WIR haben Dich sehr geliebt. DU gehörtest nicht uns. DU gehörtest nicht mir.

  14. Menschenleben sind wie Blätter, die lautlos fallen. Man kann sie nicht aufhalten auf ihrem Weg.

  15. Der Mensch erfährt, er sei auch wer er mag, ein letztes Glück und einen letzten Tag.

    Johann Wolfgang von Goethe

  16. So ist der Tod auch ein Bad nur. Aber drüben am anderen Ufer liegt uns bereitet ein neu Gewand.

    Franz Emanuel August Geibel

  17. Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen, möge der Wind dir den Rücken stärken. Möge die Sonne dein Gesicht erhellen und der Regen um dich her die Felder tränken. Und bis wir beide, du und ich, …

  18. Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren

    Albert Schweitzer

  19. Niemand ist fort, den man liebt. Liebe ist ewige Gegenwart.

    Stefan Zweig

  20. Herr, hier bin ich. Du hast mich gerufen.

  21. O möchten alle Menschen, statt sich zu bekriegen und zu peinigen, mit allen Kräften und Mächten untereinander liebreich Trost und Zuflucht sein auf dieser Erden die kurze Zeit, die sie das Sonnen …

  22. Menschen stehen und warten, das Leben bringt und geht, der Tod kommt und nimmt.

  23. Bei einem Begräbnis gehe man nicht weiter als bis zu wahrer Herzenstrauer.

  24. Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Liebe und Güte, ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, dann hat sein Leben einen Sinn gehabt. So will ich warten auf das neue Leben und ohne A …

    Marie von Ebner-Eschenbach

  25. Der Tod ist kein Abschnitt des Daseins, sondern nur ein Zwischenereignis, ein Übergang aus einer Form des endlichen Wesens in eine andere.

    Wilhelm von Humboldt

  26. Ins Leben schleicht das Leiden sich heimlich wie ein Dieb. Wir alle müssen scheiden von allem was uns lieb.

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  27. Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.

  28. Der Tod kommt immer zu früh - auch wenn man ihn erwartet hat.

  29. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein, und du bist mein und wo ich bleibe, da soll …

    Martin Luther

  30. Unser ganzes Dasein ist flüchtig wie Wolken im Herbst; Geburt und Tod der Wesen erscheinen wie Bewegung im Tanz. Ein Leben gleicht dem Blitz am Himmel, es rauscht vorbei wie ein Sturzbach den Berg …

    Buddha

  31. So wie der Wind mit den Blättern spielt, genauso spielt das Schicksal mit uns. Man kann die Sonne meiden, und auch das Licht, doch das was man liebt vergißt man nicht.

  32. Nach der Zeit der Tränen und der tiefen Trauer bleibt die Erinnerung. Die Erinnerung ist unsterblich und gibt uns Trost und Kraft.

  33. Und doch ist nie der Tod ein ganz willkommner Gast

    Johann Wolfgang von Goethe

  34. Wenn in der Nacht die Rosen weinen und unser Herz vor Kummer bricht möchten wir Dir noch einmal erscheinen und Dir sagen "Wir lieben Dich"

  35. Trauere und klage, bis du dich leer fühlst. Du kannst diesen Platz dann mit Lebendigkeit füllen.

  36. Du bist erlöst von deinem Leiden, läßt uns allen in tiefem Schmerz, ach, wie so schwer ist doch das Scheiden. Nun ruhe aus, du gutes Herz.

  37. Des Lebens Meereswellen, sie brausen und sie schwellen und schwemmen mit der Zeit hinweg das größte Leid.

  38. Bedenke, über alles Leid, das die Tage bringen, zieht mit raschen Schwingen tröstend hin die Zeit.

  39. Das Leben ist nur ein Moment, genau wie der Tod.

    Antoine de Saint-Exupéry

  40. Mögen sich die Wege vor Deinen Füßen ebnen, mögest Du den Wind in Deinem Rücken haben, und bis wir uns wieder sehn, möge Gott seine schützende Hand über Dir halten!

  41. Selig sind die Toten, die im Herrn sterben, sie ruhen aus von ihren Leiden und ihre Werke folgen ihnen nach.

  42. Wenn durch einen Menschen ein wenig mehr Licht und Wahrheit in der Welt war, hat sein Leben einen Sinn gehabt

    Alfred Friedrich Delp

  43. Drei Dinge überleben den Tod. Es sind Mut, Erinnerung und Liebe.

  44. Ohne ein Leben nach dem Sterben bleibt dieses Leben ein phantastische Chaos. Verstanden werden kann das Leben nur als Leben im Licht der Ewigkeit.

    Carl Ludwig Schleich

  45. Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.

  46. Wir haben so viel, wieviel wir glauben und hoffen, denn dem Glaubenden ist alles möglich.

    Martin Luther

  47. Es kann nicht immer so bleiben, hier unter dem wechselnden Mond, es blüht eine Zeit und verwelket, was mit uns die Erde bewohnt.

    August von Kotzebue

  48. Am Ruheplatz der Toten, da pflegt es still zu sein, man hört nur leises Beten bei Kreuz und Leichenstein

    Ludwig Uhland

  49. Aus dem Lieben Kreis geschieden, aus dem Herzen aber nie. Weinet nicht, sie ruht in Frieden, doch sie starb und noch zu früh.

  50. Wenn einer zur letzten Ruhe gelegt worden ist, dann lass auch die Erinnerung an ihn zur Ruhe kommen! Wenn der Lebensgeist ihn verlassen hat, tröste Dich über den Verlust.

  51. Hör ich das Mühlrad gehen: Ich weiß nicht, was ich will - ich möcht am liebsten sterben, da wär's auf einmal still!

    Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  52. Auf der Welt ist kein Bestand wir müssen alle sterben.

    Georg Büchner

  53. Siehe, die Trauer, sie ist des Trauernden einziger Trost.

    Rupert Johann Hammerling

  54. Wir setzen uns mit Tränen nieder und rufen dir im Grabe zu: Ruhe sanft, sanfte Ruh!

    Johann Sebastian Bach

  55. Erloschen ist das Leben dein, du wolltest gern noch bei uns sein. Dein Wille war stark,du wolltest die Krankheit bezwingen und wusstest nicht, was sie verbarg. Vergeblich war dein Ringen. Wie schme …

  56. So wie ein Blatt vom Baume fällt, geht ein Leben aus der Welt, die Vöglein singen weiter.

    Theodor Storm

  57. Die Toten sind nicht tot, sie gehen mit, unsichtbar sind sie nur, unhörbar ist ihr Schritt.

    Gorch Fock

  58. Wer stirbt, erwacht zum ewigen Leben

    Franz von Assisi

  59. Manchmal sind es die Träume, die dich überwintern lassen, die dich in der Zeit abgestorbener Liebe und erfrorener Hoffnung in zarten Bildern ahnen lassen, dass kahle Zweige morgen wieder Knospen …

  60. Wir haben das Leben nicht verloren. Es wohnt vor uns im Gotteslicht.