Sprüche über Tränen
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Was Worte nicht mehr tragen können, findet oft in Tränen seinen Ausdruck. Sie sind Zeichen von Schmerz, Erleichterung, Liebe, Ohnmacht oder stiller Rührung und gehören damit zu den unmittelbarsten Formen menschlicher Wahrhaftigkeit. Deshalb berührt dieses Thema Herz und Erinnerung auf besondere Weise.
In ihnen zeigt sich, dass das Innere nicht immer durch Begriffe gebändigt werden kann. Tränen machen Verletzlichkeit sichtbar und öffnen zugleich einen Raum, in dem Trost, Nähe und Entlastung überhaupt erst möglich werden.
Schafft die Tränen der Kinder ab! Das lange Regnen in den Blüten ist so schädlich!
— Jean Paul
Trauer kann in Ihrem Fließen am besten in einem Netz von Beziehungen unterstützt werden.
Dort kommen die Mäuse mit Tränen in den Augen aus dem Kühlschrank!
Die Träne ist die Sprache der Seele und die Stimme des Gefühls.
— Filippo Pananti
Wo sind die Tränen von gestern Abend? Wo ist der Schnee vom vergangenen Jahr?
— Bertolt Brecht
Der Tod kommt immer zu früh - auch wenn man ihn erwartet hat.
Ist dir an schlechten Tagen, das Herz voll Traurigkeit, lass dir nur tröstlich sagen: Die Welt ist schön und weit.
Nach der Zeit der Tränen und der tiefen Trauer bleibt die Erinnerung. Die Erinnerung ist unsterblich und gibt uns Trost und Kraft.
Und doch ist nie der Tod ein ganz willkommner Gast
— Johann Wolfgang von Goethe
Beim ersten Licht der Sonne heute – sei gesegnet! Wenn der lange Tag gegangen ist - sei gesegnet! In deinem Lächeln und in deinen Tränen - sei gesegnet! An jedem Tag deines Lebens - sei gesegnet!
Wenn in der Nacht die Rosen weinen und unser Herz vor Kummer bricht möchten wir Dir noch einmal erscheinen und Dir sagen "Wir lieben Dich"
Trauere und klage, bis du dich leer fühlst. Du kannst diesen Platz dann mit Lebendigkeit füllen.
Du bist erlöst von deinem Leiden, läßt uns allen in tiefem Schmerz, ach, wie so schwer ist doch das Scheiden. Nun ruhe aus, du gutes Herz.
Weshalb um Gold weinen, wenn du den Tulpenbaum hast?
Der Schweiß ist die Träne der Arbeit.
— Peter Hille
Wir setzen uns mit Tränen nieder und rufen dir im Grabe zu: Ruhe sanft, sanfte Ruh!
— Johann Sebastian Bach
Aufgelöst und gestillt wird durch Tränen der Schmerz.
— Ovid
Das Leben endet nicht, es endet nur die Sendung und Sterben ist ein Schritt zum Ziele der Vollendung
Wenn man seit seiner Kindheit nicht mehr weinen konnte, können die neugewonnenen Tränen Tau und fruchtbarer Regen für die vom Austrocknen bedrohte Seele sein.
Gefühllosigkeit der Trauer vorziehen, bedeutet aktive Gesundheitshemmung zu betreiben.
Einer nach dem anderen geht heim. Unfruchtbare Tränen weinen wir ihnen nach, bis auch wir abgehn.
— Christian Johann Heinrich Heine
Gar mancher schleicht betrübt umher; sein Knopfloch ist so öd und leer.
— Wilhelm Busch
Die Tränen lassen nichts gelingen. Wer schaffen will, muss fröhlich sein.
— Theodor Fontane
Solange sie Tränen hat, bekommt die Frau ihren Willen.
Man muss die Menschen bei ihrer Geburt beweinen, nicht bei ihrem Tode.
— Blaise Pascal
Geld macht nicht glücklich, aber es weint sich leichter.
Tränen sind wie Perlen. Man weiß nie, ob sie echt sind.
Abschied nehmen bedeutet immer ein wenig sterben.
Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne, und jeder weint eigentlich für sich selbst
— Christian Johann Heinrich Heine
Und die Sonne trug Trauer, vom Himmel fielen Tränen, der Wind schwieg und die Tiere verstummten, denn es war ein Engel, der in Liebe starb.
Gott hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu trösten alle Trauernden. Die in Trauerkleidung herumgehen sollen wieder Gewänder des Lebens …
Natürliche Trauer verlangt nach außen geweinte Tränen.
Oftmals wollt' ich schon verzagen und ich dacht' ich trag es nie und ich hab es doch getragen, aber, fragt mich bloß nicht, wie!
Die Tränen einer Witwe werden vom ersten Wind getrocknet
Frauentränen kosten nichts und bringen viel ein.
Man möchte weinen, wenn man sieht, dass dies das Ende von dem Lied.
— Wilhelm Busch
Ein Mann muss scheiden, eh ins Aug ihm die Tränen treten.
— Christian Friedrich Hebbel
Von dir, oh Liebe, nehm ich an den Kelch der bittern Leiden; Nur einen Tropfen dann und wann, nur einen deiner Freuden! So wird dein Kelch, oh Liebe, mir wie Feuerbecher glänzen; Auch unter Tränen …
— Johann Georg Jacobi
Die Tränen sind des Schmerzes heilig Recht
— Franz Grillparzer
Der Mensch wird schwerlich hundert Jahre alt, doch seine Tränen könnten die Lebenszeit von tausend füllen
Die Stunde kommt, die Stunde kommt, wo du an Gräbern stehst und klagst.
— Hermann Ferdinand Freiligrath
Auf langes Feiern folgen Tränen
Die Zeiten ändern sich. Und noch viel mehr die Menschen; und nur selten hebt man mit freudigem Lächeln wieder auf, was man mit bittern Tränen fallen ließ.
— Christian Friedrich Hebbel
Durch albernes Geheule wird nie was in er Welt gebessert.
— Wilhelm Raabe
Ein Regen von Tränen ist notwendig für die Ernte des Lernens.
Und ist dein Herz so freudenleer, und ist dein Aug' so tränenschwer, blick in ihr Aug' hinein: das hat gar lichten, hellen Strahl und trocknet die Tränen allzumal wie Frühlings-Sonnenschein.
— Joseph Victor von Scheffel
Viele Tränen sind Perlen, die nicht gehoben wurden.
— Peter Sirius
Die Mutter eines Ängstlichen pflegt nicht zu weinen
— Cornelius Nepos
Ein Erbe weint wie eine Braut; beider Weinen ist heimlich Lachen.
— Marcus Terentius Varro
Menschen gibt's, die können so rührend lügen, dass sie selbst dabei Tränen vergießen
— Otto Weiss
Seien wir froh, dass wenigstens diese Dinge nicht der Mode unterliegen: Lieben, Hassen, Lachen, Weinen.
— Otto Weiss
Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller, als Ströme von Blut zu vergießen.
— Lord Byron
Ein grausamer Mensch weidet sich an Tränen, er wird nicht durch sie gebrochen.
— Hippolyte Taine
Wie die Schere und der Wasserkrug des sorgsamen Gärtners den Baum in die Höhe treiben, so lassen die Tränen des vergangenen Jahres des Menschen Seele reifen.
Tränen sind kein Zeichen der Schwäche. Sie reinigen die Seele von Schwermut und Pein.
Wenn es nicht Tränen gäbe, würden die Rippen verbrennen
Mit Tränen wirst du Stahl zur Rührung bringen.
— Ovid
Tränen sind wie Perlen: Man weiß nie, ob sie echt sind.
Ich habe oft das Gefühl, dass Tränen Ersatzwerte sind für veruntreute Reichtümer und Kostbarkeiten.
— Carl Ludwig Schleich
Tränen sind die vornehme Sprache des Auges.