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Sprüche über Schmerz

176 Sprüche — Seite 3

Wenn etwas im Menschen verletzt wird, tritt Schmerz in vielen Formen hervor. Er kann körperlich brennen, seelisch nachhallen oder still im Inneren arbeiten und gehört doch zu jenen Erfahrungen, die das Leben am direktesten berühren. Deshalb ist dieses Thema schwer, aber von tiefer Wahrhaftigkeit.

In ihm zeigt sich nicht nur Wunde, sondern oft auch die Grenze dessen, was ertragen werden kann. Schmerz verlangt Sprache, Mitgefühl und Zeit, weil er selten durch bloße Vernunft kleiner wird.

  1. Schläge von einem Freund sind wie das Essen von Rosinen

  2. Ein Frauenherz bricht eher, als es dem Geliebten ein Leid zufügt.

    Fanny Lewald

  3. Er muss zahlen. - Und von je tat ihm das doch gar so weh.

    Wilhelm Busch

  4. Schmerz und Freude liegt in einer Schale; ihre Mischung ist der Menschen Los.

    Johann Gottfried Seume

  5. Siehst du ein Glück vorübergehn, das nie sich wieder findet, ist's gut in einen Strom zu sehn, wo alles wogt und schwindet. Hinträumend wird Vergessenheit des Herzens Wunde schließen; die Seele sie …

    Nikolaus Lenau

  6. Deck' dein Kind mit Blüten zu! Was du ihm an Glück gegeben, wiegt vielleicht einmal in Ruh ihm den herbsten Schmerz im Leben.

    Victor Blüthgen

  7. Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh, und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird.

    George Bernard Shaw

  8. Geduld wird alle Schmerzen heilen.

    Publius Syrus

  9. Rechte Liebe geht von Herzen, rechte Liebe brennt so heiß. O wie wohl ist doch dem Menschen, der von keiner Lieb nichts weiß!

  10. Aufgelöst und gestillt wird durch Tränen der Schmerz.

    Ovid

  11. Der Schmerz ist ein heiliger Engel, durch ihn werden Menschen größer als durch aller Freuden.

    Adalbert Stifter

  12. Schrecklicher Gedanke, diese wundervolle Welt mit allen Schmerzen und Freuden einmal zu verlassen.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  13. Welche Schmerzen verursacht nicht die Trennung, welche Sehnsucht und Entbehrungen birgt nicht die Zukunft

    Fridtjof Nansen

  14. Die Schmerzen, die Sorgen, sind Gefährtinnen der Nacht, die Unruhe ist ihre Tochter, trotz aller Stille.

    Paul Keller

  15. Der Igel ist der Kaktus des Tierreichs.

    Ambrose Bierce

  16. Nur der verwandte Schmerz entlockt uns die Träne, und jeder weint eigentlich für sich selbst

    Christian Johann Heinrich Heine

  17. Gleich wichtig ist es, sich bei der Freude wie beim Schmerz zu mäßigen.

    Seneca

  18. Wer ganz mit seinem Schmerz allein, der lernt den Schmerz genießen.

    August von Platen

  19. Das Leben ist weder ein Vergnügen noch ein Schmerz, sondern eine ernste Angelegenheit, mit welcher wir beauftragt sind und die wir zu unserer Ehre führen und vollenden müssen.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  20. Nichts schmerzt so sehr wie fehlgeschlagene Erwartungen, aber gewiss wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt.

    Benjamin Franklin

  21. Der höchste Schmerz, das höchste Glück, sie kennen keine Lieder; doch wenn das Leid gelindert ist, doch wenn das Glück gemindert ist, dann klingt es mächtig wieder.

    Wilhelm Hasenclever

  22. Man muss die Henne rupfen, ohne dass sie schreit.

  23. Kein Hund läßt sich ein Bein nehmen, er knurre denn.

  24. Je mehr Hunde, je weher dem Bein.

  25. Was liebt, das betrübt, was herzt, das schmerzt.

  26. Schmerz klammert sich ans Herz.

  27. Lust und Schmerz sind gleich den Schalen einer Waage, hier nie getrennt, und dieser neigt das Herz in seine rechte Lage, wenn es zu hoch im Glücke steigt.

    Gottlieb Konrad Pfeffel

  28. Die Tatsache, dass der Schmerz unsere Werte nicht anerkennt, wird in ruhigen Zeiten leicht überdeckt.

    Friedrich Georg Jünger

  29. Nur wer irgendein Ideal, das er ins Leben ziehen will, in seinem Innern hegt und nährt, ist verwahrt gegen die Gifte und Schmerzen der Zeit.

    Jean Paul

  30. Das hat die Freude mir dem Schmerz gemein, dass sie die Menschen der Vernunft beraubt.

    August von Platen

  31. Die Tränen sind des Schmerzes heilig Recht

    Franz Grillparzer

  32. Meine Leiden sind das Werk der Natur, mein Glück aber ist mein Werk.

    Jean-Jacques Rousseau

  33. Auch an Dornen fehlt's wohl nicht, denk ich, wenn ich Rosen sehe. Rosen sind wohl in der Nähe, denk ich, wenn ein Dorn mich sticht.

    Rupert Johann Hammerling

  34. Der Arzt verzweifelt nur dann, wenn der Kranke nicht mehr fühlt, dass er leidet.

    Johann Jakob Engel

  35. Hass — Ohnmacht, die sich selbst verletzt. Wer sich liebt, wehrt sich, bevor er hasst.

    Else Pannek

  36. Schon verloschen sind die Stunden, hingeschwunden Schmerz und Glück; fühl es vor: Du wirst gesunden! Traue neuem Tagesblick!

    Johann Wolfgang von Goethe

  37. Das Gebet hat keinen Stil, keine gegebene, feste Form; es soll frei aus der Seele herausgehen, wie Schmerz und Klage, wie Liebe und Leidenschaft.

    Bogumil Goltz

  38. Die Freuden des Geistes sind Heilmittel gegen die Wunden des Herzens

    Germaine Madame de Stael

  39. Der Schmerz ist für eine tiefe Seele wie ein Stein, der in einen Brunnen fällt; er wird nie mehr herausgehoben.

    Eleonore van der Straten-Sternberg

  40. Es gibt keinen unerträglichen Schmerz. So lange er empfunden wird, wird er ertragen. Ist er wirklich unerträglich, so bricht er das Herz physisch oder moralisch.

    Richard Rothe

  41. Nur in der Bewegung, so schmerzlich sie sei, ist Leben.

    Jacob Christoph Burckhardt

  42. Bisweilen schmerzt mich anderer Leute Unglück mehr als das eigene

    Francesco Petrarca

  43. Keine Wunde ist in mir so vernarbt, dass ich sie ganz vergessen könnte

    Francesco Petrarca

  44. Ein jeder sieht, wie glücklich der ist, der dumm geboren und alles glaubt. Ehrgeiz stachelt ihn nicht, und Furcht lässt ihn ruhig, beide gewöhnlich der Same für Kummer und Schmerz.

    Nicolaus Machiavelli

  45. Die Schmerzen und Kämpfe einer Seele kann auch nur eine verwandte Seele empfinden.

    Wilhelmine von Hillern

  46. Es mag wohl hart sein, ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es verlor, – aber ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es freiwillig von sich gestoßen, das ist ein Schmerz der Reue, der am Leben nag …

    Wilhelmine von Hillern

  47. Wenn es nicht Tränen gäbe, würden die Rippen verbrennen

  48. Tränen haben etwas Heiliges. Sie sind kein Zeichen von Schwäche, sondern von Kraft. Sie sprechen beredter als zehntausend Zungen. Sie sind die Verkünder bedrückendsten Kummers, tiefer Reue und unaussp …

    Washington Irving

  49. Wer an sich glaubt mit starkem Herzen, besieget den Widerstand, und schafft sich Mut aus bittern Schmerzen, zu tun, was er für recht erkannt.

    Friedrich Julius Hammer

  50. Nachsicht gewährt der Tadel den Raben und peinigt die Tauben.

    Juvenal

  51. Alles fließt vorwärts, und wir treiben mit unseren Schmerzen auf dem Strom dahin, bis er mit uns die ewige Kaskade ins Jenseits hinunterstürzt.

    August Pauly

  52. Vor der zwingenden Macht einer menschheitserzieherischen Aufgabe, sind persönliche Schmerzen und Entbehrungen unbedeutend und nichtig.

    Theresa Keiter

  53. Seinen Schmerz offen gegen andere aussprechen, ist ein Beweis, dass derselbe nicht tief ist.

    Emil Palleske

  54. Der Preis jedes Glückes ist viel Schmerz

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  55. Ein großer Schmerz verlangt nichts, als sich selbst überlassen zu bleiben; das bestgemeinte Wort klingt da leicht wie eine leere Banalität.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  56. Vergib einer Liebe, die nicht wissen kann, warum sie etwas tat, und nötige sie nicht um des Warums, weil es deine Verletzung ist!

    Emily Elizabeth Dickinson