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Sprüche über Persönlichkeit

248 Sprüche — Seite 4

Was einen Menschen unverwechselbar macht, liegt tiefer als Stil, Auftreten oder äußere Wirkung. Persönlichkeit zeigt sich in Haltung, Reaktion, Wertmaßstäben und jener inneren Form, die selbst unter Druck erkennbar bleibt. Deshalb gehört dieses Thema zu den spannendsten Fragen menschlicher Eigenart.

Sie entsteht nicht allein aus Anlagen, sondern ebenso aus Erfahrungen, Entscheidungen und dem Umgang mit Widerständen. Persönlichkeit reift dort, wo ein Mensch sich nicht bloß anpasst, sondern seinem Wesen nach und nach bewusste Gestalt gibt.

  1. Das Wort des Menschen ist sein Wesen

  2. Ob du wenig tust oder viel, drauf kommt's nicht an! Ich seh nur auf das Ziel - die Richtung macht den Mann.

    Eduard von Bauernfeld

  3. Der Krone würdig sein, ist mehr, als Kronen tragen.

    Friedrich von Cronegk

  4. Ein edler Mann wird durch ein gutes Wort der Frauen weit geführt.

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Der Weltmann steigt empor, und der Pedant bleibt sitzen: Die Sitten können mehr als die Gelehrtheit nützen.

    Magnus Gottfried Lichtwer

  6. Entwickle dich zu dem einmaligen, unverwechselbaren, unaustauschbaren Menschen, der in dir angelegt ist.

    Pindar

  7. Geistige Größe kann alle körperlichen Gebrechen unsichtbar machen.

  8. Ein schlechter Mensch ist nicht immer an seinen Sitten zu erkennen.

  9. Auf die Bildung des Charakters haben Zucht und Übung einen bedeutenden Einfluß.

    Samuel Smiles

  10. Nur große Menschen haben große Fehler.

    Jean-Jacques Rousseau

  11. Das Ich ist die Spitze eines Kegels, dessen Boden das All ist.

    Christian Morgenstern

  12. Ein Politiker ist ein Mensch, mit dessen Politik du nicht übereinstimmst; wenn du es tust, dann ist er ein Staatsmann.

    David Lloyd George

  13. Die Dummheit des Mannes erkennt man an seinen Worten, die der Frau an ihrem Schweigen. Eine stumme Frau ist dumm, ein schweigsamer Mann kann für bedeutend gehalten werden.

    Sully Prudhomme

  14. Die feine Lebensart schließt nicht immer Güte, Billigkeit, Gefälligkeit, Dankbarkeit in sich. Aber sie verleiht wenigstens den Anschein davon und stellt den Menschen äußerlich dar, wie er innerlich se …

    Jean de la Bruyère

  15. Etwas Festes muss der Mensch haben, daran er zu Anker liege, etwas, das nicht von ihm abhange, sondern davon er abhängt.

    Matthias Claudius

  16. Willst du einen Menschen kennen, schau nicht auf seinen Mund, sondern auf seine Hände!

    Wladimir Iljitsch Lenin

  17. Ein Mann wird in hundert Jahren nicht vollkommen, aber verdorben wird er in weniger als einem Tag.

  18. Ein großes Licht war der Mann eben nicht, aber ein großer Leuchter. Er handelt mit anderer Leute Meinungen.

    Georg Christoph Lichtenberg

  19. Wir wollen bei uns die Menschen sammeln, die nicht etwas werden wollen, sondern die etwas sein wollen, nämlich sie selbst, Menschen eigenen Wuchses und eigener Verantwortung

    Theodor Heuss

  20. Wahrhaft Großes zu leisten, ist nur dem in sich ganz gesammelten und abgeschlossenen Gemüt möglich.

    Karl Maria von Weber

  21. Die größten Menschen sind bescheiden.

    Auguste Renoir

  22. Achtung ist mehr als Beachtung, Ansehen mehr als Ruf. Ehre mehr als Ruhm.

    Nicolas Chamfort

  23. Das Hauptaugenmerk des Erziehers muss sein, die Selbsttätigkeit zu entwickeln, durch welche der Mensch später der eigene Herr, der Fortbildner seines Lebens werden kann.

    Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg

  24. Nicht immer muss ein gelehrter Herr auch ein kluger sein.

    Johann Jakob Engel

  25. Es gibt wenig ganz außerordentliche Menschen, aber ein jeder hat einen Zeitpunkt des Lebens, wo er sich selbst übertrifft, und von diesem muss man Gebrauch machen

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  26. Keine zwei Menschen gleichen einander, und beide sind froh darüber.

  27. Der Mensch ist seiner Natur nach eine tapfere Bestie.

    Johann Georg Adam Forster

  28. Der Ruf zeigt das Urteil der Umwelt, das Gewissen das Urteil Gottes an.

    Sully Prudhomme

  29. Gehorsam ist eine Kunst, die der Regent selbst lehren muss, und wer gut leitet, dem folgt man gern.

    Plutarch

  30. Tiere fressen, Menschen essen, aber nur der Mann von Geist weiß, wie man isst.

    Jean Anthelme Brillat-Savarin

  31. Für einen alten Vater ist nichts süsser wie eine Tochter. Buben sind lebhafter, aber ihre Wege sind nicht so zart.

    Euripides

  32. Es liegt wenig daran, wie man geboren wird; aber es ist viel daran gelegen, wie man stirbt.

    Christina I. von Schweden

  33. Freude liegt nicht in den Dingen. Sie liegt in uns selbst.

    Richard Wagner

  34. Große Menschen sind allzu oft unbekannt oder, was noch schlimmer ist, unverstanden.

    Thomas Carlyle

  35. Der große Mann ist immer wie ein Blitz vom Himmel, die anderen Menschen warten auf ihn wie Feuerung, und dann entflammen auch sie.

    Thomas Carlyle

  36. Mut ist nur daran zu messen, wen man und wen man nicht auf seiner Seite hat.

    Ludwig Marcuse

  37. Ob Mann oder Frau: Immer werden Besitz und Person gemeinsam die ganze Persönlichkeit ausmachen. Werden sie aber getrennt, bleibt von beiden nichts.

    Gottfried von Strassburg

  38. Rache ist keine Zierde für eine große Seele

    Gotthold Ephraim Lessing

  39. Große Männer sind die Koeffizienten ihres Jahrhunderts.

    Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz

  40. Nichts hemmt und hindert einen Menschen mehr an der Entfaltung seiner Persönlichkeit, als die Angst.

    Nikolaus B. Enkelmann

  41. Die Kunst des Regierens erfordert mehr Charakter als Verstand.

    Thomas Edward Lawrence

  42. Sprichwörtlich heißt es: Kein Mensch ist unersetzlich. Aber die wenigen, die es eben doch sind, sind groß.

    Jacob Christoph Burckhardt

  43. Ein großer Mensch ist derjenige, der sein Kinderherz nicht verliert.

    James Legge

  44. Der Zorn ist die Stärke der Dummen und Schwachen. Der große, gewaltige Mann ist milde.

    Hermann Stehr

  45. Der Ruhm ist ein brennender Ofen: man muss ihn immer wieder heizen, soll er nicht kalt werden

    Otto Weiss

  46. Es ist unmöglich, jemand zu sein, wenn man alles sein will.

    Solomon Schechter

  47. Was wir zu fürchten haben, ist nicht die Unmoral der großen Männer, sondern die Tatsache, daß Unmoral oft zu Größe führt

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  48. Eine Persönlichkeit kann ein Mensch nur sein, wenn er die innersten, heißesten, ernstesten Kämpfe geführt hat.

    Paul Olaf Bodding

  49. Die Meinung, die uns umgibt, das Urteil, welches man über den Menschen fällt, wirken unmerklich, aber bestimmend auf ihn ein, wie das Licht und die Luft, die er beständig sieht und atmet.

    Fanny Lewald

  50. Die höchste Lebensqualität ist nicht erreicht, wenn man es am bequemsten hat, sondern wenn man sich am besten entfalten kann.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  51. Was wir haben, können wir verlieren, aber doch niemals was wir sind!

    Wilhelmine von Hillern

  52. Anstrengung zerstört die Schönheit - die Schönheit der Züge, die des Ausdrucks nicht.

    Ida Hahn - Hahn

  53. Freiheit haben ist nur das, was wir notwendig brauchen, um so sein zu können, wie wir eigentlich sein sollten.

    Rahel Varnhagen von Ense

  54. Jede Sünde trägt um so bedeutendere Schuld in sich, je größer das Ansehen des Sünders ist.

    Juvenal

  55. Anschauungen sind wie Kleider ihrem Träger angemessen, weshalb auch kleine Leute die Anschauungen großer nicht tragen können.

    August Pauly

  56. Dass wir ein Inneres besitzen, von dem wir die Welt ausschließen können, in das auch kein König einbrechen kann, das ist doch ein herrliches Gefühl.

    August Pauly

  57. Was sind wir, wenn all das, was wir zu sein glauben, was uns schwer und tastbar und wirklich macht, nur geliehene Bausteine sind, aus denen nach uns andere wieder aufgebaut werden können?

    August Pauly

  58. Es gibt viele Leute in der Welt, aber wenig Menschen.

    August Pauly

  59. Die großen Menschen aller Zeiten bilden eine einzige Zeit.

    August Pauly

  60. Die Kardinalfrage der Menschheit ist die Arbeit an der eigenen Persönlichkeit.

    Friedrich Lienhard