Sprüche über Opfer
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Was hingegeben, verloren oder bewusst getragen wird, erhält im Begriff des Opfers seine ernste Form. Es kann aus Liebe, Pflicht, Ideal oder Zwang entstehen und berührt deshalb Fragen nach Wert, Verzicht und menschlicher Grenze. Darum ist dieses Thema von stiller moralischer Schwere.
Seine Tiefe zeigt sich darin, dass Opfer nicht nur Schmerz bedeutet, sondern oft auch Verbundenheit und Überzeugung sichtbar macht. Was geopfert wird, verweist immer auf das, was einem Menschen höher steht als Bequemlichkeit oder Eigennutz.
Es gehört kein Mut, kein Charakter, keine Anstrengung, kein Opfer dazu, Christ zu sein. Christentum und weltlicher Vorteil sind identisch
— Ludwig Andreas Feuerbach
Der einzige Nachteil der Ehe besteht darin, dass sie selbstlos macht. Selbstlose Menschen sind farblos.
— Oscar Wilde
Nicht der sei gelobt der mit Blut seinen Ruhm erkauft. Vielmehr sei es der der das kann ohne Tod
— Martial
Wer seinen Kindern gibt das Brot und leidet nachmals selber Not, den soll man schlagen mit der Keule tot.
Eher findet man einen, der für seinen Freund sein Leben opfert, als einen, der für den Freund einen Taler aufs Spiel setzt, geschweige denn ausgibt.
— Giacomo Leopardi
Bekanntlich brauchen wir immer einen großen Krieg, um uns von den tiefen Wunden, die uns der Friede geschlagen, zu erholen.
— Daniel Spitzer
Die große Lebenskunst, dem Morgen das Heute zu opfern.
— Friedrich Paulsen
Vor der zwingenden Macht einer menschheitserzieherischen Aufgabe, sind persönliche Schmerzen und Entbehrungen unbedeutend und nichtig.
— Theresa Keiter
Der Neid ist eine Geißel, deren Opfer im Stillen leiden, er ist ein nagender Wurm an dem Lebensfrieden und an der Tugend des Menschen, welcher ihm Aufnahme gewährte.
— Albertine Necker-Saussure
Die Polizei sieht den Schuldigen durch die Finger; die Unschuldigen aber verdächtigt sie.
— Juvenal
Keine noch so infame und schändliche Handlung gibt es, dass man nicht Beispiele einer noch schlimmeren anführen könnte
— Juvenal
Den Aufbau von Macht ermöglichen meist diejenigen, die nachher ihre Opfer werden.
— Henriette Wilhelmine Hanke
Unsere Entsagung macht uns fast immer unglücklich, und den nicht glücklich, dem das Opfer gebracht wird. Entsagte man nicht, so käme am Ende nicht zwei Leiden, sondern ein Glück und ein Unglück zust …
— Fanny Lewald
Mir ist kein Opfer zu groß, das die anderen für mich bringen können.
Wer den Schaden hat, darf für den Spott nicht sorgen.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Die Liebe gibt uns Kraft, jedes Opfer darzubringen, aber nicht, jedes anzunehmen.
— Joszef Freiherr von Eötvös
Die Liebe ist eine Jagd, bei welcher der Jäger vom Wild verfolgt wird.
— Alphonse Karr
Die Täublein müssen Federn lassen.
Mir ist kein Opfer zu groß, das die anderen für mich bringen können.
Eine Träne zu trocknen ist ehrenvoller, als Ströme von Blut zu vergießen.
— Lord Byron
Der Krieg ist ein Akt der Gewalt, und es gibt in der Anwendung derselben keine Grenzen.
— Carl Philipp Gottfried von Clausewitz
Die kleinen Diebe, die müssen hangen. Die großen mit güldenen Ketten prangen
— Georg Rollenhagen
Der Mensch ist entweder Opfer seines Schicksals oder Meister seiner Bestimmung
— Herbert Spencer
Sind die Hasen erlegt, schlachtet man die Hunde.
Gottes Unermeßlichkeit und Allgegenwart heiligen jeden Hügel, auf dem ein friedsames und von bösen Leidenschaften freies Herz ihm sein stilles Opfer bringt.
— Johann Georg Zimmermann
Mütter beschreiten manchmal Wege, die Engel befürchten zu gehen.
Zu lange Opfer zu bringen kann das Herz versteinern.
— William Butler Yeats
Die Wissenschaften hatten, wie die Religionen, ihre Märtyrer.
— Nikolai Michailowitsch Karamsin
Die Kunst duldet keine Vorbehalte, sondern fordert und ist ein einziges großes, freudig-schmerzliches und immer bedingungsloses Opfer.
— Anton Wildgans
Gott, wie komisch sind die Männer! Ganz ernsthaft bilden sie sich ein, der liebe Gott hat unser Geschlecht geschaffen, um das ihre zu bedienen.
— Ida Hahn - Hahn
Die meisten Leute scheuen weniger ein großes Opfer als eine große Unbequemlichkeit.
— Ida Hahn - Hahn
Eine liebende Frau ist eine Sklavin, die ihrem Herrn die Ketten anlegt.
— George Bernard Shaw