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Sprüche über Neugier

125 Sprüche — Seite 2

Wer fragt, schaut genauer hin und lässt sich nicht mit dem erstbesten Eindruck abspeisen. Neugier ist die lebendige Kraft, die Lernen, Entdecken und Verstehen überhaupt erst in Bewegung setzt. Deshalb gehört dieses Thema zu den wertvollsten Impulsen geistigen und menschlichen Wachstums.

Ihre besondere Stärke liegt darin, dass Neugier den Alltag öffnet und selbst Vertrautes noch einmal neu erscheinen lässt. Ohne sie verarmt der Blick, während mit ihr selbst kleine Beobachtungen zum Anfang größerer Erkenntnis werden können.

  1. Schau und du wirst finden. Was nicht gesucht wird, das wird unentdeckt bleiben.

    Sophokles

  2. Wenn die Welt für nichts anderes gut wäre, so ist sie doch ein ausgezeichneter Gegenstand der Betrachtung.

    William Hazlitt

  3. Man ist ja von Natur kein Engel, vielmehr ein Welt- und Menschenkind, und ringsumher ist ein Gedrängel von solchen, die dasselbe sind.

    Wilhelm Busch

  4. Begeisterung aber ist die Mutter alles Großen.

    Franz Grillparzer

  5. Der erste Schritt zum Abenteuer ist oft der Verzicht auf ein Stück Bequemlichkeit.

    Rainer Haak

  6. Entwirf deinen Reiseplan im großen - und laß dich im einzelnen von der bunten Stunde treiben. Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an.

    Kurt Tucholsky

  7. Überall gibt es Zuschauer – Menschen, die an etwas interessiert sind, das sie gar nicht interessiert.

    Peter Altenberg

  8. Das Gerücht wächst im Gehen

    Vergil

  9. Wir lieben die Frauen um so mehr, je fremder sie uns sind

    Charles Baudelaire

  10. Bleibe nicht am Boden haften, frisch gewagt und frisch heraus, Kopf und Arm mit heiteren Kräften überall sind sie zu Haus. Wo wir uns der Sonne freuen, sind wir jede Sorge los, dass wir uns in ihr …

    Johann Wolfgang von Goethe

  11. Reisen heißt, an ein Ziel kommen, Wandern heißt, unterwegs sein.

    Theodor Heuss

  12. Eine unbekannte Geliebte hat freilich einen magischen Reiz.

    Novalis

  13. Mit einem wilden Löwen ist es leichter, dauerhaft Freundschaft zu halten, als mit einem Menschen, der neugierig ist.

  14. Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.

    Galileo Galilei

  15. Das Leben bedeutet eine fast lückenlose Reihe persönlicher Entdeckungen.

    Gerhart Johann Robert Hauptmann

  16. Erfolg hat nur, wer etwas tut, während er auf den Erfolg wartet.

    Thomas Alva Edison

  17. Der eine fragt: Was kommt danach? Der andere fragt nur: Ist es recht? Und also unterscheidet sich der Freie von dem Knecht.

    Theodor Storm

  18. Man pflegt in einem wichtigen Werk zu blättern, ehe man es ernstlich zu lesen anfängt.

    Gotthold Ephraim Lessing

  19. Was das Publikum in einer Zeitung sucht, ist das anderswo nirgends Beschaffbare.

    Edgar Allan Poe

  20. Alle Vergnügungen auf jede Weise genießen zu wollen, ist unvernünftig. Alle Vergnügungen ganz vermeiden zu wollen, ist gefühllos.

    Plutarch

  21. Frauen haben einen wundersamen Instinkt. Alles entdecken sie, nur das Nächstliegende nicht

    Oscar Wilde

  22. Nur der Denkende erlebt sein Leben, am Gedankenlosen zieht es vorbei.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  23. Je mehr man weiß, je mehr hat man zu lernen. Mit Wissen nimmt Nichtwissen in gleichem Grade zu, oder vielmehr Wissen des Nichtwissens.

    Friedrich von Schlegel

  24. Ein Buch veröffentlichen heißt soviel, wie bei Tisch vor den Ohren der Dienerschaft sprechen.

    Henry de Montherlant

  25. Daran vor allem erkennt man den Klugen, dass er schnell begreift, geduldig zuhört, dass er nicht nach eigener Lust, sondern gemäß einer tieferen Einsicht seinen Pflichten obliebt und dass er sich nich …

  26. Wer zuviel ißt, fühlt sich nicht wohl. Wer zuviel redet, kann mit seinen Nachbarn nicht in Frieden leben.

  27. Nicht der Abstand bestimmt die Entfernung. In der Enge unseres heimatlichen Gartens kann es mehr Verborgenes geben als hinter der Chinesischen Mauer.

    Antoine de Saint-Exupéry

  28. Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden.

    Pearl S. Buck

  29. In seiner Kühnheit, alles in Kauf zu nehmen, stürzt sich der Mensch in verbotene Frevel.

    Horaz

  30. Heutzutage regiert der Rekord, die Sensation, die Freude am Sinnlosen. Die Zeit war noch nie so günstig für Verbrecher.

    Wilhelm Hasenclever

  31. Keine Eitelkeit ist lächerlicher als die der Leute, die aus Unruhe oder Neugierde auf Reisen gehen.

    Jean de la Bruyère

  32. Zu reden, wenn man nicht gefragt wurde, das nennt man Geschwätzigkeit

    Chuang-tzu

  33. Der Umweg übers Reden ist die gebräuchlichste und sicherste Art Schweigsamkeit, mit der Menschen sich vor andern verbergen.

    Hermann Stehr

  34. Männer heiraten, weil sie müde, Frauen, weil sie neugierig sind; beide werden enttäuscht.

    Oscar Wilde

  35. Alles Wissen geht aus einem Zweifel hervor und endigt in einem Glauben.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  36. Die erste Liebe besteht aus etwas Dummheit und sehr viel Neugierde

    George Bernard Shaw

  37. Solange man selbst redet, erfährt man nichts

    Marie von Ebner-Eschenbach

  38. Nichts ist dem Interesse so zuwider als Einförmigkeit, und nichts ihm dagegen so günstig als Wechsel und Neuheit.

    Heinrich von Kleist

  39. Nur in seinem Suchen findet der Geist des Menschen das Geheimnis, welches er sucht.

    Friedrich von Schlegel

  40. Wenn die Neugier sich auf ernsthafte Dinge richtet, dann nennt man sie Wissensdrang.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  41. Jugend bedeutet den Sieg der Abenteuerlust über den Hang zur Bequemlichkeit, den Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit.

    Perikles

  42. Man macht sich immer übertriebene Vorstellungen von dem, was man nicht kennt.

    Albert Camus

  43. Jugend ist beständige Trunkenheit: sie ist das Fieber der Vernunft.

    François de la Rochefoucauld

  44. Nur wer sich auf den Weg macht, wird neues Land entdecken.

    Hugo von Hofmannsthal

  45. Man hat beobachtet, dass die Nase niemals glücklicher ist, als wenn sie in anderer Leute Angelegenheiten steckt. Daraus haben einige Physiologen geschlossen, dass ihr der Geruchssinn fehle.

    Ambrose Bierce

  46. Für des Menschen wilde Brust ist keine Heimat möglich.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  47. Wir lernen die Menschen nicht kennen, wenn sie zu uns kommen, wir müssen zu ihnen gehen, um zu erfahren, wie es mit ihnen steht.

    Johann Wolfgang von Goethe

  48. Die Neugierde der Kinder ist der Wissensdurst nach Erkenntnis, darum sollte man diese in ihnen fördern und ermutigen

    John Locke

  49. Willst Du Männer gesprächig machen, so sprich von Sachen, soll dein Gespräch mit Frauen sich lohnen, so sprich von Personen.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  50. Was dir noch neu ist, wird dich auch reizen, was mir schon Spreu ist, ist dir noch Weizen.

    Friedrich Rückert

  51. Labyrinthe reizen zwar zum Hindurchgehen, aber meist nur, solange es ein übersichtliches Vergnügen ist.

    Johann Jakob Bachofen

  52. Verächtlich ist, wer als Verleumder spricht, doch noch verächtlicher der Überbringer.

    Friedrich von Bodenstedt

  53. Wenn deine Gegenwart makellos ist, so untersucht man deine Vergangenheit.

    Georg Christoph Lichtenberg

  54. Was du ins Ohr flüsterst, wird tausend Meilen weit gehört.

  55. Und wenn du noch so oft an ihre Türen klopfst, die Natur wird nie erschöpfend Auskunft geben.

    Iwan Turgenjew

  56. Wer an der Küste bleibt, kann keine neuen Ozeane entdecken.

    Ferdinand Magellan

  57. Jede große Zeit erfasst den ganzen Menschen.

    Christian Matthias Theodor Mommsen

  58. Der Zartfühlende vermeidet den Anblick fremden Leides, dem er nicht helfen kann, während der rohe Naturmensch es um dieser egoistischen Lust willen aufsucht.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  59. Unter allen Einmischereien ist die, die sich mit Mann und Frau beschäftigt, für alle Teile die verhängnisvollste.

    Elizabeth von Arnim

  60. Personen, die viel auf Reisen sind und immer neue Orte und Menschen sehen, zeichnen sich durch eine gewisse Lebensfrische aus, an der es denen mangelt, die jahrein, jahraus am selben Platz leben.

    Prentice Mulford