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Sprüche über Meinung

193 Sprüche — Seite 3

Zwischen persönlicher Sicht und allgemein behaupteter Wahrheit liegt die Meinung. Sie gehört zum freien Denken, kann Orientierung geben und zugleich in Vorurteil, Eitelkeit oder bloße Gewohnheit umschlagen. Deshalb ist dieses Thema für Gespräch, Öffentlichkeit und Selbstprüfung von besonderer Bedeutung.

Ihr Wert wächst, wenn sie begründet, offen für Korrektur und nicht nur ein Reflex der Zugehörigkeit ist. Eine Meinung verdient Achtung, aber erst dann wirklich Gewicht, wenn sie auch dem Gegenargument standhalten kann.

  1. Es gibt Leute die unterhalten in ihren Köpfen Fremdenzimmer für die Meinung anderer Leute.

    Joseph Joubert

  2. Vorurteil! Das Wort ist nicht übel, wollte nur das Urteil nachkommen.

    Peter Hille

  3. Bei fleißiger Arbeit und guter Verdauung verbessert sich auch deine Weltanschauung.

    Eduard von Bauernfeld

  4. Es lohnt sich meistens, die Prognosen der Meinungsforscher nicht gelesen zu haben.

    Franz Josef Strauß

  5. Wir diskutieren. Als wir noch miteinander sprachen, verstanden wir uns.

    Else Pannek

  6. Besserwisser erwecken den Eindruck alle anderen für dumm zu halten.

    Else Pannek

  7. Seine eisernen Grundsätze lässt man nicht durch Ereignisse oder Tatsachen erschüttern.

    Else Pannek

  8. Das sogenannte "Frauenbild" entspringt den Köpfen derer, die eigene Interessen verfolgen. Frauen wissen, was erforderlich ist. Ein Vormund ist es nicht.

    Else Pannek

  9. Dass Güte nicht auch Schwäche sein könnte, behauptet niemand, dass sie es immer sei, nur ein Tor

    Christian Morgenstern

  10. Oft veranlasst das törichte Lachen eines Dummkopfs sogar gute Menschen, so manches nicht zu tun

    Iwan Turgenjew

  11. Beleidigungen sind die Gründe derjenigen, die unrecht haben.

    Jean-Jacques Rousseau

  12. Es ist unklug, zu verteidigen, was man ohnehin aufgeben muss.

    Nicolaus Machiavelli

  13. Die Made hält ihren Käse für die Welt

    Daniel Sanders

  14. Wenn wir uns so sehen würden, wie uns andere sehen - würde das unsere schlimmsten Befürchtungen über sie bestätigen

    Franklin P. Jones

  15. Denn man hat über Dinge, die man nicht kennt, immer eine bessere Meinung, und Geheimnisse, die enthüllt werden, fordern oft den Spott heraus.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  16. Wahrheit leidet oft mehr durch den Übereifer ihrer Verteidiger als durch die Argumente ihrer Gegner.

    William Penn

  17. Der irrende Glaube ist immer der tiefste.

    Jakob Bosshart

  18. Die Menschen werden nicht von den Dingen, sondern von den Meinungen über die Dinge gepeinigt.

    Carl Leberecht Immermann

  19. Du hast einen Menschen nicht überzeugt, nur weil du ihn zum Schweigen gebracht hast.

    John Morley of Blackburn

  20. Der Ärger mit den meisten Leuten ist nicht so sehr ihre Unwissenheit, sondern dass sie so viele Dinge wissen, die nicht so sind.

    Joseph Billings

  21. Nichts existiert außer Atomen und leerem Raum. Alles andere ist nur Meinung.

    Demokrit

  22. Die Meinung ist die Königin der Welt, weil die Dummheit die Königin der Schwachköpfe ist

    Nicolas Chamfort

  23. Wer schreit, sollte erkennen, dass er für seine Argumente kein Gehör findet.

    Rainer Karius

  24. Manchmal ist die richtige Frage das bessere Argument

    Rainer Karius

  25. Ein Volk wird danach beurteilt, wie es seine Toten bestattet

    Perikles

  26. Ansichten, die vom herrschenden Zeitgeist abweichen, geben der Menge stets ein Ärgernis.

    Germaine Madame de Stael

  27. Unter allen Einmischereien ist die, die sich mit Mann und Frau beschäftigt, für alle Teile die verhängnisvollste.

    Elizabeth von Arnim

  28. Die menschliche Zufriedenheit oder Unzufriedenheit hängt zum großen Teile von der Weltanschauung ab.

    Peter Rosegger

  29. Was sich die Menschen einbilden, ist gleichgültig. Lediglich die Erkenntnis der Dinge ist von Bedeutung. Sie allein macht unsere Schlußfolgerungen wertvoll.

    John Locke

  30. Das Leben übersteigt unendlich alle Theorien, die man in Bezug auf das Leben zu bilden vermag

    Boris Pasternak

  31. Mancher traditionelle Gedanke kommt uns glaubhaft vor, weil wir ihn nie ernstlich angesehen haben.

    Richard Rothe

  32. Ist das neue Argument todsicher, hätte man mit dem alten Argument vielleicht ein wenig länger leben können

    Christa Schyboll

  33. Da streiten sich die Leut' herum oft um den Wert des Glücks. Der eine heißt den andern dumm, am End' weiß keiner nix.

    Ferdinand Raimund

  34. Die Leidenschaften ändern sich nicht, aber Sitte, Brauch und Meinung ändern sich

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  35. Das Gesetz hat keine Augen; das Gesetz hat keine Hände; das Gesetz ist nichts, nichts als ein Stück Papier, bis die öffentliche Meinung dem toten Buchstaben den Lebensatem einhaucht.

    Thomas Babington Macaulay

  36. Lies nicht, um zu widersprechen oder zu glauben, sondern um zu prüfen und zu erwägen!

    Thomas Babington Macaulay

  37. Den Interessen unseres Volkes wird nicht gerecht, wer schon Amen sagt, wenn in Washington noch gebetet wird.

    Willy Brandt

  38. Die öffentliche Meinung ist eine Buhlerin: Man sucht ihr zu gefallen, ohne sie zu achten

    Jean Antoine Petit-Senn

  39. Der Unkluge denkt über das nach, was er gesagt hat; der Kluge aber über das, was er sagen will.

    Jean Antoine Petit-Senn

  40. Was das Volk über mich urteilt, ist mir so gleichgültig wie das Urteil einer Herde blöden Viehes

    Francesco Petrarca

  41. Es ist eine viel schlimmere Art des Stolzes, andere zu verkleinern, als sich selbst zu erheben.

    Francesco Petrarca

  42. Es ist leichter für schöne Frauen, keusch zu sein, als für keusch zu gelten.

    Jeanne Antoinette Poisson de Pompadour

  43. Folgt die Macht der öffentlichen Meinung, ist sie stark. Wenn sie diese aber schlägt, fällt sie.

    Alfred de Vigny

  44. Wenn der Ruf eines Menschen erst einmal feststeht, ist er immer besser oder schlechter, als er es verdient.

    Alexandre Vinet

  45. In Dingen, die wir nicht kennen, sind wir oft auf das Urteil jener angewiesen – die sie auch nicht kennen.

    Otto Weiss

  46. Es gibt ebensoviele Mittelpunkte der Welt, als es Menschen gibt.

    Otto Weiss

  47. Unbedingt traut nur der seiner Menschenkenntnis, der keine hat.

    Otto Weiss

  48. Die meisten Verleger, Bilderhändler und Theateragenten haben eine eigene Ästhetik, die der Finanzwissenschaft sehr ähnlich sieht.

    Otto Weiss

  49. Eine Bitte, die selten erhört wird: "Versetzen Sie sich doch in meine Lage!"

    Otto Weiss

  50. Bringt jemand vor oder gar nach dem Essen ein Lied schlecht zu Gehör, dann beurteile man ihn ebenso falsch, wie er gesungen hat.

    Otto Weiss

  51. Rat sucht man, weil man seinen Standpunkt bestätigt haben möchte.

    William Osler

  52. Es ist meistens leichter für etwas zu sterben als dafür zu leben.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  53. Lass uns also sein, was wir sind, und sagen, was wir denken, und in allen Dingen der Wahrheit treu bleiben.

    Henry Wadsworth Longfellow

  54. Dein Alter setze im Kampfe der Meinungen stets als Dein schwächstes Vorrecht an. Zwar ist es von Gott Dir gewährt, gilt aber als solches vor allem Dir selbst.

    Theodor Toeche-Mittler

  55. Von dem, was man heute an den Universitäten denkt, hängt ab, was morgen auf den Plätzen gelebt wird.

    José Ortega y Gasset

  56. Die zwei stärksten und allgemeinsten Kräfte, die den Menschen beeinflussen, sind: die soziale Stellung und der Nationalcharakter.

    Hippolyte Taine

  57. Wer nicht sagt, was er für wahr hält, ist entweder ein Heuchler oder ein Feiger oder ein gebrechlicher Mensch. Wer den Star stechen will, muss können sehend machen und den Leuten beweisen, daß Sehen b …

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  58. Die Meinung, die uns umgibt, das Urteil, welches man über den Menschen fällt, wirken unmerklich, aber bestimmend auf ihn ein, wie das Licht und die Luft, die er beständig sieht und atmet.

    Fanny Lewald

  59. Hoch steht über aller Begeisterung, allem Enthusiasmus, selbst über allem Genie und Talent – die Gesinnung.

    Rahel Varnhagen von Ense

  60. Anschauungen sind wie Kleider ihrem Träger angemessen, weshalb auch kleine Leute die Anschauungen großer nicht tragen können.

    August Pauly