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Sprüche über Klugheit

453 Sprüche — Seite 4

Mehr als bloßes Wissen ist Klugheit die Kunst, das Rechte im richtigen Maß zu erkennen. Sie verbindet Erfahrung mit Urteil, Vorsicht mit Entschlusskraft und zeigt sich oft eher im Weglassen als im großen Auftritt. Deshalb gilt dieses Thema seit jeher als eine der feinsten Formen menschlicher Reife.

Ihr eigentlicher Wert zeigt sich dort, wo Einsicht das Handeln leitet, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, warum Klugheit selten laut ist und doch oft weiter trägt als schnelle Brillanz.

  1. Wenn man nicht der Stärkere ist, muß man der Klügere sein.

    Emile Zola

  2. Über den Einwand eines Gescheiten lässt sich streiten; über der Entgegnung eines Dummen muß man verstummen.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  3. Der Kluge gibt keinen unerbetenen Ratschlag, der Weise nicht einmal den erbetenen.

    Louis Pasteur

  4. Wer zu den Köpfen redet, muss viele Sprachen verstehen, und man versteht nur eine gut. Wer mit dem Herzen spricht, ist allen verständlich.

    Ludwig Börne

  5. Es gibt nur eine Sache auf der Welt, die teurer ist als Bildung: keine Bildung!

    John F. Kennedy

  6. Man muss seine Überlegenheit mit ständiger Wachsamkeit erkaufen.

    Mark Twain

  7. Die Dummheit drängt sich vor, um gesehen zu werden; die Klugheit steht zurück, um zu sehen.

    Carmen Sylva

  8. Ein Mensch ohne Wissenschaft ist wie ein Soldat ohne Degen, wie ein Acker ohne Regen, er ist wie ein Wagen ohne Räder, wie ein Schreiber ohne Feder; Gott selbst mag die Eselsköpfe nicht leiden.

    Abraham a Sancta Clara

  9. Gegen einen Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf

    Theodor Fontane

  10. Ein kluger Mann schafft sich mehr Gelegenheiten, als er vorfindet

    Francis Bacon

  11. Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst- er gibt auch anderen eine Chance

    Winston Churchill

  12. Schweigen ist die zweckmäßigste Haltung für den, der sich seiner selbst nicht sicher ist.

    François de la Rochefoucauld

  13. Der Mensch ist nicht nach dem zu beurteilen, was er weiß, sondern nach dem, was er liebt

    Augustinus

  14. Dem Blöden fährt bei jedem sinnvollen Wort der Schrecken in die Glieder.

    Heraklit von Ephesos

  15. Ein Mensch ohne Kenntnis, eine Welt im Finstern.

    Baltasar Gracián y Morales

  16. Die Welt allein bildet einen vollkommenen Menschen nicht. Das Lesen der besten Schriftsteller muss dazu kommen.

    Gotthold Ephraim Lessing

  17. Wissen ist gut, doch Können ist besser.

    Franz Emanuel August Geibel

  18. Der Magen eines gebildeten Menschen hat die besten Eigenschaften eines edlen Herzens: Sensibilität und Dankbarkeit.

    Alexander Puschkin

  19. Bedächtige Reden führen stets zum klügsten Ziel.

    Euripides

  20. Interessante Selbstgespräche setzen einen klugen Partner voraus

    Herbert George Wells

  21. Kohl ist ein bekanntes Küchengemüse, etwa so groß und klug wie ein menschlicher Kopf.

    Ambrose Bierce

  22. Die Ehe sollte eine Frau nicht davon abhalten, ihrer geistigen Neigung zu folgen.

    John Knittel

  23. Ein Intellektueller ist einer, der mehr Wörter benutzt, als er eigentlich braucht, um mehr zu sagen, als er eigentlich weiß

  24. Das Geheimnis des Agitators ist, sich so dumm zu machen, wie seine Zuhörer sind, damit sie glauben, sie seien so gescheit wie er

    Karl Kraus

  25. Der große Mann geht seiner Zeit voraus, der Kluge geht mit ihr auf allen Wegen, der Schlaukopf beutet sie gehörig aus, der Dummkopf stellt sich ihr entgegen.

    Eduard von Bauernfeld

  26. Der einfachste Schüler ist heute mit Tatsachen vertraut, für die Archimedes sein Leben geopfert hätte.

    Ernest Renan

  27. Sein und Wissen ist ein uferloses Meer: Je weiter wir vordringen, um so unermesslicher dehnt sich aus, was noch vor uns liegt; jeder Triumph des Wissens schließt hundert Bekenntnisse des Nichtwissen …

    Isaac Newton

  28. Jeder, der seinen Geist zeigen will, lässt merken, dass er auch reichlich vom Gegenteil hat

    Friedrich Nietzsche

  29. Das Undankbarste, weil Unklügste, was es gibt ist Dank erwarten oder verlangen!

    Theodor Fontane

  30. Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist

    Mark Twain

  31. Der Narr stolpert über den Abgrund, in den der Weise regelrecht hineinfällt.

    Joseph Victor von Scheffel

  32. Diskussionen haben lediglich einen Wert: dass einem gute Gedanken hinterher einfallen.

    Charles-Louis de Montesquieu

  33. Unterhaltung besteht meistens nicht darin, dass man selbst etwas Gescheites sagt, sondern dass man etwas Dummes anhören muss.

    Wilhelm Busch

  34. Die Wissenschaft ist für jene, die lernen; die Dichtkunst für jene, die wissen.

    Joseph Roux

  35. Das größte ist das Alphabet, denn alle Weisheit steckt darin. Aber nur der erkennt den Sinn, der’s recht zusammenzusetzen versteht.

    Franz Emanuel August Geibel

  36. Wer klug ist, strauchelt nicht am selben Ort ein zweites Mal.

  37. Der Baum des Wissens ist nicht der des Lebens.

    Lord Byron

  38. Wissen, wie man mit einer Enzyklopädie umzugehen hat, ist besser, als eine Enzyklopädie zu sein.

    Alfred Nobel

  39. Nicht Geld, sondern Schlauheit und Kraft regiert die Welt.

    John Knittel

  40. Wenn dein eigenes Licht heller leuchtet als das der andern sei glücklich darüber, aber lösche nie das Licht anderer, um dein eigenes heller leuchten zu lassen.

  41. Opportunismus ist die Kunst, mit dem Winde zu segeln, den andere machen.

    Alessandro Manzoni

  42. Gelehrte und Intellektuelle sind für mich wie kokette Damen. Man sollte sie besuchen, mit ihnen parlieren, aber sie weder heiraten noch zu Ministern machen.

    Napoleon

  43. Die Bildung des Geistes gibt erst der Schönheit des Körpers einen Wert.

    Aesop

  44. Kluge entfernen sich von den Dingen, ehe sich die Dinge von ihnen entfernen

    Baltasar Gracián y Morales

  45. Die Körperkraft kann nicht zunehmen über eine gewisse Mittagshöhe des Lebens hinaus, die geistige aber unbeschränkt: das ist der wahre Trost des Alternden.

    Carl Hilty

  46. Das Talent arbeitet, das Genie schafft.

    Robert Schumann

  47. Das Leben ist eine Komödie für den Denkenden und eine Tragödie für die, welche fühlen.

    Hippokrates von Kós

  48. Je weiser man wird, desto weniger Dinge verstehen sich einem von selbst.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  49. Geringes Wissen, das tatkräftig angewendet wird, ist unendlich mehr wert als grosses Wissen, das brachliegt.

    Khalil Gibran

  50. Das schönste aller Geheimnisse ist es, ein Genie zu sein und es als einziger zu wissen.

    Mark Twain

  51. Toren und gescheite Leute sind gleich unschädlich. Nur die Halbnarren und die Halbweisen, das sind die Gefährlichen

    Johann Wolfgang von Goethe

  52. Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.

  53. Man sei lieber als Weiser geehrt, als wegen seiner Schlauheit gefürchtet.

    Baltasar Gracián y Morales

  54. Man muss viel gelernt haben, um nach dem, was man nicht weiß, fragen zu können

    Jean-Jacques Rousseau

  55. Genie ist in Wahrheit kaum mehr als die Fähigkeit, auf ungewöhnliche Weise wahrzunehmen.

    William James

  56. Ein Mann wird durch Erfahrungen klüger, eine Frau wird durch Erfahrungen älter

    Henry de Montherlant

  57. Was für die äußere Körperwelt das Licht, das ist für die innere Welt des Bewußtseins der Intellekt.

    Arthur Schopenhauer

  58. Ein Buch hat oft auf eine ganze Lebenszeit einen Menschen gebildet oder verdorben.

    Johann Gottfried Herder

  59. Den wirklich gelehrten Menschen geht es wie den Kornhalmen auf dem Felde: Sie wachsen frisch auf und richten den Kopf gerade und stolz in die Luft, solange die Ähren noch leer sind. Sobald sie angesch …

    Michel de Montaigne

  60. Der Mensch kennt alle Dinge der Erde, aber den Menschen kennt er nicht.

    Jeremias Gotthelf