Sprüche über Kind
226 Sprüche — Seite 4
In einem Kind begegnet der Welt ein Leben, das noch ganz Anfang, Vertrauen und Möglichkeit ist. Es trägt Schutzbedürftigkeit in sich und zugleich jene Frische des Blicks, die Erwachsenen leicht verloren geht. Deshalb gehört dieses Thema zu den zartesten und zugleich verantwortungsvollsten Bereichen des Menschlichen.
Sein Wert liegt nicht in späterer Leistung, sondern im gegenwärtigen Dasein und im Recht auf ein gutes Heranwachsen. Ein Kind ruft Fürsorge hervor und erinnert daran, wie stark Herkunft, Liebe und Vorbild ein Leben prägen können.
Es ist ein kluges Kind, das seinen Vater kennt.
Es ist besser, das Kind weine denn der Vater.
Wer die Kinder verzärtelt, setzt sie ins leichte Schiff.
Lieber ungezogen Kind als verzogen Kind.
Je lieber Kind, je schärfere Rute.
Kinder soll man ziehen, dass der Apfel bei der Rute liege.
Fremde Kinder werden wohl erzogen.
Das Kind sagt wohl, dass man's schlägt, aber nicht warum.
Wenn man Kindern ihren Willen tut, schreien sie nicht.
Wären Kinder nicht lieb, wer möchte sie ziehen?
Kind macht der Mutter immer Mühe.
Wer ein säugendes Kind hat, der hat eine singende Frau.
Je mehr Kinder, je mehr Glücks.
Böse Kinder machen den Vater fromm.
Kindeshand ist bald gefüllt, Kindeszorn ist bald gestillt.
Aus Kindern werden Leute, aus Jungfern werden Bräute.
Kinder schöpft man nicht aus dem Brunnen.
Kinder leckt man nicht aus Schnee.
Kinder wachsen keinem an den Fersen.
Kinder sind einem nicht am Schienbein gewachsen.
An andrer Leute Kindern und fremden Hunden hat man das Brot verloren.
Kinder und Bienenstöcke nehmen bald ab, bald zu.
Wenn Kinder wohl schreien, so leben sie lange.
So lange kriecht ein Kind, bis es gehen kann.
Wenn das Kind ertrunken ist, deckt man den Brunnen zu.
Läuse und Kinder geraten alle Jahr.
Pferd ohne Zaum, Kind ohne Rut, tun nimmer gut.
Wie viele Kinder wachsen so auf, gut gepflegt, gut versorgt und gefüttert, alle schön regelmäßig, nur keine Gefühle, nur keine Weichheit und kein Überschwang.
— Franziska Gräfin zu Reventlow
Schulet Kinder durch Kinder!
— Jean Paul
Wenn Du ein Kind verlierst, erleidest Du viele Verluste: Du verlierst ein Stück von Dir, Du verlierst eine Illusion, Deinen Lebenssinn und Deine Lebensvorhersehbarkeit. Die Ordnung Deines Universum …
Man wundert sich über gar nichts, wenn man sich über alle wundert: das ist der Zustand der Kindheit
— Antoine de Rivarol
Ein Kind ohne Mutter ist wie eine Blume ohne Regen. Danke, dass es dich gibt!
Genialität ist nie etwas anderes als das Ursprüngliche, das Kindhafte.
— Paul Keller
Das Kind ist für die Mutter der Inbegriff allen Glückes. Kleine Sorgen können ihre ständige Seligkeit vorübergehend trüben, doch ihre große königliche Freude kann kein Leid töten.
— Paul Keller
Aus einem Kind wächst für die Eltern manchmal ein Feind.
Kinder lieben ihre Eltern. — Sie können nicht anders. — Und sie brauchen für eine unbeschadete Entwicklung: Eltern, die sie und einander lieben, Liebensmögliches an den Eltern.
— Else Pannek
Der Mann bracht' es auf 70 gar; das heißt: von seinem siebenten Jahr hat all sein Wirken von Kind bis jetzt nur eine Null ihm zugesetzt
— Franz Grillparzer
Die Liebe zwischen Brüdern ist eine starke Stütze im Leben
— Vincent van Gogh
Leichtgläubigkeit ist eines Mannes Schwäche und eines Kindes Stärke
— Charles Lamb
Auch Rechtsanwälte, glaube ich, waren einst Kinder.
— Charles Lamb
Angst macht dumm, Angst verengt die Gehirnzellen. Angst blockiert und man bleibt immer ein Kind.
— Nikolaus B. Enkelmann
Bei sieben Ammen bleibt das Kind ohne Aufsicht.
Die wahre Freude des Lebens, die sich im tiefsten Leid bewährt, ist die Freude darüber, dass Gott ist und dass der Mensch Gottes Kind ist.
— Ferdinand Ebner
Ich weiß nicht, was so beseligt als die Dankbarkeit eines Kindes, eines kleinen Kindes, dem man unerwartet eine Freude gemacht hat, und das sein Glück in einem strahlenden Blick ausspricht.
— August Pauly
Nur einmal im Leben weidet unsere Seele auf der lieblichen Himmelswiese ihrer Träume – in der Kindheit. Leitet sie darum leise in dieser einzigen Zeit, daß sie nicht dann schon das harte Geschirr fühl …
— August Pauly
Es gibt Menschen, die nur so lange auf unserer Erde bleiben, als das Leben des Menschen ein engelhaftes ist, d.h. in der Kindheit, und uns dann lächelnd verlassen. Den Zurückgebliebenen ist es dann, a …
— August Pauly