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Sprüche und Zitate von Jean Paul

143 Zitate — Seite 2

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1763 - 1825

Jean Paul (1763–1825) war ein deutscher Dichter, dessen Werk zwischen Klassik und Romantik steht und der seinen Namen aus Bewunderung für Jean-Jacques Rousseau wählte.

Mehr auf Wikipedia
  1. Nichts macht die Menschen vertrauter und gegen einander gutgesinnter als gemeinschaftliche Verleumdung eines Dritten.

    3.8
  2. Das Ziel muss man früher kennen als die Bahn.

    3.8
  3. Wer nicht fröhlich beginnt, kann auch nichts Fröhliches schaffen.

    3.8
  4. Viele Zänkereien in der Ehe kommen davon, dass man fordert, der Gatte solle die Liebe erraten, die man auszusprechen zu stolz und zu schamhaft ist.

    3.8
  5. Wer seine Augen nicht braucht um zu sehen, der wird sie brauchen um zu weinen.

    3.8
  6. Die Zeit ist ein Augenblick. Unser Erdendasein wie unser Erdengang ein Fall durch Augenblicke.

    3.7
  7. Das Schicksal geht mit uns wie mit Pflanzen um: es macht uns durch kurze Fröste reifer.

    3.7
  8. Das Herz ist das Genie der Tugend, die Moral dessen Geschmackslehre.

    3.7
  9. Ohne Gottheit gibt es für den Menschen weder Zweck, noch Hoffnung, nur eine zitternde Zukunft, ein ewiges Bangen vor jeder Dunkelheit.

    3.7
  10. Wer verrät, er verwahre ein Geheimnis, hat schon dessen Hälfte ausgeliefert; und die zweite wird er nicht lange behalten.

    3.7
  11. Denken lernt man nicht an Regeln zum Denken, sondern an Stoff zum Denken.

    3.7
  12. Gegen das Fehlschlagen eines Planes gibt es keinen besseren Trost, als auf der Stelle einen neuen zu machen oder bereitzuhalten

    3.7
  13. Wir wundern uns nie über den Sonnenaufgang einer Freude, sondern über den Sonnenuntergang derselben.

    3.7
  14. Ich wäre am begierigsten, die Fehler der Engel zu wissen.

    3.7
  15. Stille Unterordnung unter Willkür schwächt, stille Unterordnung unter Notwendigkeit stärkt

    3.7
  16. Kennt ihr die Arznei des Beispiels, die Heilkraft der Bewunderung und der seelenstärkenden Achtung?

    3.7
  17. Die Heiterkeit ist ein wiederkehrendes, lichtes Gestirn, ein Zustand, der sich durch die Dauer nicht abnützt

    3.7
  18. Dass der Verstand erst mit den Jahren kommt, sieht man nicht eher ein, als bis der Verstand und die Jahre da sind.

    3.7
  19. Wenn jemand bescheiden bleibt, nicht beim Lobe, sondern beim Tadel, dann ist er's.

    3.6
  20. Der Mensch, welcher das Leben bloß mit dem Verstand, ohne innere Poesie, genießt, wird Mageres behalten, wie glänzend auch das Geschick dasselbe von außen ausgestattet.

    3.6
  21. Jeder Mensch glaubt, er sei der wichtigste, der beste; aber nur der Narr und der Dummkopf haben den Mut, es auszusprechen.

    3.6
  22. Die schlimmsten Fehler werden gemacht in der Absicht, einen begangenen Fehler wieder gutzumachen.

    3.6
  23. Der Unglückliche braucht Tätigkeit wie der Glückliche Ruhe.

    3.6
  24. Die Kunst ist zwar nicht das Brot, aber der Wein des Lebens.

    3.6
  25. Warum halten sich die Menschen für scharfsichtiger, wenn sie das geheime Böse entdecken, als das geheime Gute?

    3.6
  26. Der Mensch wird wie der Stahl hart - durch öfteres Abkühlen nach Erhitzung.

    3.6
  27. Ein Buch ist dem Verfasser, was den Schönen ihr Bild im Spiegel ist.

    3.6
  28. Schafft die Tränen der Kinder ab! Das lange Regnen in den Blüten ist so schädlich!

    3.6
  29. Je verdorbener ein Zeitalter, desto mehr Verachtung der Weiber.

    3.6
  30. Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.

    3.6
  31. Die Freude ist nach einer guten Tag am süßesten, das Osterfest nach einer Passionswoche

    3.6
  32. Der Hauptfehler des Menschen bleibt, dass er so viele kleine hat

    3.6
  33. Wenn man beim Stiche der Biene oder des Schicksals nicht stille hält, so reißet der Stachel ab und bleibt zurück.

    3.6
  34. Heiterkeit und Freudigkeit ist der Himmel, unter dem alles gedeiht ...

    3.6
  35. Eine neue Rolle des Lebens spielt der Mensch am wärmsten und besten

    3.6
  36. Das ganze Jahrhundert ist ein Wettrennen nach großen Zielen mit kleinen Menschen

    3.6
  37. Der Wein wirkt stärkend auf den Geisteszustand, den er vorfindet: Er macht die Dummen dümmer, die Klugen klüger.

    3.5
  38. Zürnt Dein Freund mit Dir, so verschaff ihm Gelegenheit, Dir einen großen Gefallen zu erweisen. Darüber muß sein Herz zerfließen, und er wird Dich wieder lieben.

    3.5
  39. Individualität ist überall zu schonen und zu ehren als Wurzel jedes Guten.

    3.5
  40. Hätten wir keine angeborene Liebe, könnten wir nicht einmal hassen.

    3.5
  41. Lache das Leben an, und es knurrt zurück

    3.5
  42. Die Ehe erfordert Heiterkeit.

    3.5
  43. Der rechte Unglaube bezieht sich auf keine einzelnen Sätze und Gegensätze, sondern auf die Erblindung gegen das Ganze.

    3.5
  44. Ach wie schön, wenn so zwei Menschen walten, miteinander leben und veralten; Jugend, unverloren, wird umschweben die Genossen, die zusammen leben.

    3.4
  45. Wer die Seele einer Frau sucht, ist nicht immer enttäuscht, ihren Körper zu finden

    3.4
  46. Der Besitz macht uns nicht halb so glücklich, wie uns der Verlust unglücklich macht.

    3.4
  47. Wer nicht zuweilen zu viel empfindet, der empfindet immer zu wenig

    3.4
  48. Die Mütter geben unserem Geist Wärme, die Väter Licht

    3.4
  49. Man gibt seine Kinder auf die Schule, dass sie still werden - auf die Hochschule, dass sie laut werden.

    3.4
  50. Wer die Vergangenheit liebt, liebt eigentlich das Leben.

    3.4
  51. Man hört immer von Leuten, die vor lauter Liebe den Verstand verloren haben. Aber es gibt auch viele, die vor lauter Verstand die Liebe verloren haben.

    3.4
  52. Der Mensch sieht oft nur zu spät ein, wie sehr er geliebt wurde, wie vergeßlich und undankbar er war und wie groß das verkannte Herz.

    3.4
  53. Die höchste Krone des Helden ist die Besonnenheit mitten in Stürmen der Gegenwart

    3.4
  54. Jeder Freund ist des anderen Sonne; er zieht und er folgt

    3.3
  55. Die Mädchen-Seelen sind schneller ausgereift als die Knabengeister.

    3.3
  56. Der Hagestolze hat das Unglück, dass ihm niemand seine Fehler frei sagt, der Ehemann hat dies Glück.

    3.3
  57. Unser ganzes Leben ist ein nie wiederkehrender Geburtstag, den wir darum heiliger und freudiger begehen sollen.

    3.3
  58. Soviel sich auch um und in mir ändere, dieselbe Sonne, die mich als Kind bestrahlte, sieht mich unverändert jetzt an.

    3.3
  59. Das Leben gleicht einem Buche; Toren durchblättern es flüchtig, der Weise liest es mit Bedacht, weil er weiß, dass er es nur einmal lesen kann.

    3.3
  60. Wahre Manager haben für jedes Problem eine Lösung; richtige Juristen für jede Lösung ein Problem.

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