Sprüche über Ironie
157 Sprüche — Seite 3
Ironie sagt das Gegenteil von dem, was sie meint, und lässt den Zuhörer die Lücke selbst schließen. In dieser indirekten Sprechweise verbirgt sich oft mehr Schärfe als in direkter Kritik, weil sie den Widerspruch zur Wirklichkeit spürbar macht, ohne ihn offen auszusprechen. Darum gehört sie zu den feinsten und wirksamsten Stilmitteln der Sprache.
Ihr Reiz liegt darin, dass Ironie Verstand verlangt – sowohl beim Sprecher als auch beim Hörer. Sie schärft den Blick für Widersprüche, bringt Distanz in zu Naheliegendes und zeigt, wie viel Erkenntnis in der richtigen Verschiebung des Blickwinkels stecken kann.
Ich glaube, mein Goldfisch humpelt
Zivildienstleistende, das sind diese jungen Männer, die nicht mit der Waffe töten dürfen, sie versuchen's mit Essen auf Rädern.
Ich glaube, mein Panzer hat einen Knutschfleck
Der Soldat hat sich so zu verhalten, dass er nicht gesehen, nicht gehört und auch nicht gerochen werden kann
Wir wissen zwar nicht, wo wir hinwollen, aber wir wollen als erste da sein
Ein gutes Gewissen ist ein ständiges Weihnachten.
— Benjamin Franklin
In unserer Zeit wird viel von Ironie und Humor geredet, besonders von Leuten, die nie vermocht haben, sie praktisch auszuüben.
— Sören Kierkegaard
Es ist unmöglich, witzig zu sein ohne ein bißchen Bosheit. Die Bosheit eines guten Witzes ist der Widerhaken, der ihn haften lässt.
— Richard Brinsley Sheridan
Probleme kann man nicht durch Aussitzen, Verschweigen und Aussitzen erledigen.
— Franz Josef Strauß
Richten Sie ihren Kragen und krempeln Sie diese Schlaghosen um, Elvis ist schon lange tot!
Gleich tanzen wir Walzer, aber 5 cm unter der Grasnarbe!
Barbati praecedant, sagte Magister Fuchs, da stiess er einen Bock die Treppe hinunter.
Er sucht den Esel und sitzt drauf.
Zwei Schelme braucht Geld und Gut, einen, der's gewinnt, und einen, der's vertut.
Gott ist überall, außer in Rom, denn da hat er seinen Statthalter.
Schwarze Kühe geben auch weiße Milch.
Wenn die Bauern besoffen sind, laufen die Pferde am besten.
Mancher, der nie ein Pferd beschritt, singt oft ein Reiterlied.
Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.
Ich habe mit niemandem darüber geredet, weder unter vier Augen noch in kleinerem Kreise.
— Helmut Kohl
Wer ja sagt zur Familie, muss auch ja sagen zur Frau.
— Helmut Kohl
Die Italiener kommen mit Verhältnissen zurecht, ter denen die Deutschen längst ausgestorben wären.
— Franz Josef Strauß
Mir ist es wurscht, ob auf meinem Grabstein Kanzler a.D. oder Ministerpräsident a.D. stehen wird.
— Franz Josef Strauß
Haben die Herren denn keine Ahnung von den wirklichen Verhältnissen. Sie stochern doch wie Blinde im Nebel herum.
— Franz Josef Strauß
Man muß einfach reden, aber kompliziert denken - nicht umgekehrt.
— Franz Josef Strauß
Europa ist wichtig für unsere Zukunft, aber es kann das Vaterland nicht ersetzen.
— Edmund Stoiber
Wir beide, wir haben Humor. Sie...in der Praxis! Ich...in der Theorie
— Edmund Stoiber
Wenn jemand ein überzeugter Demokrat ist, dann achtet er bei aller Gegensätzlichkeit in der Sache die Rolle der Opposition.
— Edmund Stoiber
Gründe, die an den Haaren herbeigezerrt werden, sind immer die ersten, die eine Glatze bekommen.
— Martin Kessel
Ein echter Feinschmecker, der ein Rebhuhn verspeist hat, kann sagen, auf welchem Bein es zu schlafen pflegte.
— Jean Anthelme Brillat-Savarin
Denn man hat über Dinge, die man nicht kennt, immer eine bessere Meinung, und Geheimnisse, die enthüllt werden, fordern oft den Spott heraus.
— Gottfried Wilhelm Leibniz
Je mehr Flügel eine Partei hat, desto weniger kommt sie vom Fleck
— Hans Apel
Demokratie braucht Demokraten!
— Friedrich Ebert
Gar oft sind die Verspotteten lustiger als die Spötter!
— Otto Weiss
Bisweilen macht sich das Schicksal über einen armen Teufel lustig, und lässt ihn im Greisenalter reich werden.
— Otto Weiss
Die wahre Vermählung aufrichtiger Seelen besteht zwischen zwei Menschen, die einen genau gleich gestimmten Sinn für Humor oder Ironie haben, so dass ihre gemeinsamen Blicke auf irgendein beliebiges Th …
— Edith Wharton
Mit Spott verscheuchen wir die Toren, aber auch unsere Freunde.
— Heinrich Martin