gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Herz

767 Sprüche — Seite 13

Was den Menschen innerlich bewegt, entzieht sich häufig nüchterner Erklärung und findet doch im Bild des Herzens einen unmittelbaren Ausdruck. Dort haben Liebe, Schmerz, Mut, Erinnerung und Sehnsucht ihren symbolischen Ort. Deshalb steht dieses Thema seit jeher für jene Wahrheit, die nicht allein mit dem Verstand erfasst wird.

Seine sprachliche Kraft liegt darin, das Tiefste des Empfindens zugleich zart und klar benennen zu können. Die Sprüche zu diesem Thema erzählen von Verwundbarkeit und Treue, von innerer Wärme und stillem Leid und machen sichtbar, wie eng Gefühl und Lebenssinn miteinander verbunden sind.

  1. Ein großer Mensch ist derjenige, der sein Kinderherz nicht verliert.

    James Legge

  2. Wer sich an die Weisheit des Herzens hält und sie als Autorität anerkennt - was braucht der noch andere Autoritäten?

    Chuang-tzu

  3. Es ist aber Naturgesetz, dass das Herz nicht ruht, bis es ans Ziel seiner Wünsche gelangt ist.

    Francesco Petrarca

  4. Baue aus deinen Träumen ein Zelt in der Wüste ehe du ein Haus baust im Herzen der Stadt.

  5. Schlagt eure Zelte weit voneinander auf, aber nähert eure Herzen

  6. Kluge Gedanken gibt's, die im Herzen, und dumme, die dem Kopf entspringen.

    Otto Weiss

  7. Welches ist das beste Deutsch? Dasjenige, das von Herzen geht.

    Julius Wilhelm Zincgref

  8. Reines Herz und reiner Mut sind in jedem Kleide gut

    Bernhard Freidank

  9. Gar oft weint man im Herzensgrund, wo doch lachen muss der Mund.

    Bernhard Freidank

  10. Ein Herz ohne Leiden gleicht einer Welt ohne Offenbarung. Es sieht Gott nur im Dämmerlichte.

    Sebastian Faber

  11. Man kann sein Vaterland nicht mit einer Binde um die Augen lieben

    Frederico Garcia Lorca

  12. Zu allem Genuss sind zwei Herzen notwendig, die sich lieben

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  13. Das Herz gleicht einem Pferd auf freier Bahn: es stürmt leicht davon und hält nur schwer wieder an.

  14. Die Natur hat tausend Freuden für den, der sie sucht, und mit warmem Herzen in ihren Tempel eintritt.

    Rahel Varnhagen von Ense

  15. Die Tiefen der Menschenseele sind unergründlich, die Wandlungen eines Herzens rätselhaft und unberechenbar.

  16. Gott bewahre jeden Menschen vor so schwerem Leid, dass selbst die Natur unbeachtet von ihm bleibt, dass sie in ihrer Macht und Lieblichkeit keinen sänftigenden Trost, kein Balsam für sein wundes Herz …

    Sophie Alberti

  17. Verachten, wo man geliebt hat, tief und innig geliebt hat! – Gott sei gnädig und bewahre jedes Menschenherz vor solchem Jammer!

    Sophie Alberti

  18. Freude ist die große Wäsche des Herzens.

  19. Wen die Vorsehung einreihen will in die große Armee, die da kämpfen soll für Menschenwohl und Menschenrecht, dem brennt sie den Stempel des Unglücks in das Herz: denn nur wer selbst den Schmerz gefühl …

    Wilhelmine von Hillern

  20. Der Ruf des Herzens ist des Schicksals Stimme

    Friedrich von Schiller

  21. Je weniger ein Mensch selber zärtlich sein kann, je nötiger hat er's, dass man's mit ihm sei: Aber nur Herzen erschließen Herzen.

    Rahel Varnhagen von Ense

  22. Das Herz ist die große Uhr, die auf Wohl und Wehe zeigt.

    Rahel Varnhagen von Ense

  23. Die Tränen sind für das Herz, was das Wasser für die Fische ist.

    Gustave Flaubert

  24. Tränen kann man trocknen, aber das Herz – niemals.

    Margarete von Valois

  25. Wer an sich glaubt mit starkem Herzen, besieget den Widerstand, und schafft sich Mut aus bittern Schmerzen, zu tun, was er für recht erkannt.

    Friedrich Julius Hammer

  26. Die Wohltat ist eine stattliche Pflanze, ihre seltenste Blüte ist Dankbarkeit.

  27. Dem Dank entfliehen, verrät ein Herz, dem Danken Mühe macht.

    Paul Johann Ludwig von Heyse

  28. Wärme und Kälte unserer Welt, ihr Licht und ihre Dunkelheit gehen von unseren Herzen aus. Sie selbst liegt draussen in ihrem unveränderlichen Wert, in ihrem ewigen Treiben und ihrer ewigen Gleichgülti …

    August Pauly

  29. Was die Chirurgen noch nicht fertig gebracht, Amputationen am Herzen, das übt das Schicksal seit ewigen Zeiten an uns.

    August Pauly

  30. Mehr noch als der Reiche, der sein Geld in eisernen Truhen verwahrt hat, musst du vor dem Räuber Schicksal zittern, der du deine Schätze in Menschenherzen angelegt hast.

    August Pauly

  31. Was sucht ihr Ruhm? Könnt ihr denn mehr gewinnen von der Welt, als dass euch aus dem Menschenwald ein Herz, das wie das eure fühlt, das Glück zurückwirft, das ihr ihm zugesandt!

    August Pauly

  32. Dankbarkeit ist ein göttliches Gefühl, sie erfüllet das Herz, aber nicht bis zum Zerspringen, sie erwärmt es, aber nicht bis zum Fieber wie andere Gefühle.

    Charlotte Bronté

  33. In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer.

    Celia Layton Thaxter

  34. Nichts kann wohl Herz und Phantasie, überhaupt die edleren Organe des Menschen höckerartiger belasten als Kleinigkeitssinn.

    Heinrich Martin

  35. Koketterie in der Liebe ist ein Grillenspiel des Herzens mit verschrobenen Sinnen.

    Heinrich Martin

  36. Solange uns die Phantasie die Jugend des Herzens erhält, so lange sind wir auch noch für Liebe empfänglich.

    Heinrich Martin

  37. Wer Charaktere studiert, der suche das Herz zu ergründen, nicht den Verstand und den Geist; heißt doch Charakter: Gemüt.

    Heinrich Martin

  38. Wenn wir bedenken, dass Vernunft ihre Stoffe nur allein aus dem Herzen, den Sinnen und unserer Einbildung holt, so wissen wir hinlänglich, wie weit sie in praktischer Beziehung verlässlich ist.

    Heinrich Martin

  39. Warum stehen Phantasie und Verstand so oft im Widerspruch? Weil dieser mit kalter Sonde zergliedern will, was jene aus Duft und Luft und aus den leisesten Regung des Herzens gewebet und aufgebaut hat …

    Heinrich Martin

  40. Siehe, ob Du den Verstand mit dem Geiste kannst vereinen, bring' das Herz mit in Verband, wirst harmonisch dann erscheinen.

    Heinrich Martin

  41. Hass frisst sich in selbstquälerischer Weise immer tiefer in das Herz hinein, weil er dort die meisten Widersprüche und in ihnen seine Nahrung findet.

    Heinrich Martin

  42. Das Leben ist ein Mysterium, das man vom schöpferischen Herzen aus erlebt.

    Friedrich Lienhard

  43. Vergeben wärmt das Herz und kühlt die Wunde

    Sir Adolphus William Ward

  44. Die Trägheit des Herzens spiegelt sich in den Unterlassungen

    Jakob Wassermann

  45. Was eine Mutter gläubigen Gemüts in das Herz ihres Kindes pflanzt, trägt reichere Frucht als alle Samen der Erde.

    Max Dauthendey

  46. Nichts, was wir lieben, nimmt uns der Tod; es lebt weiter in unserm innersten Wesen, wie es vorher in uns gelebt hat.

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  47. Die echte Liebe verzeiht auch dann, wenn das Herz selbst tödlich getroffen ist.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer