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Sprüche über Heimat

107 Sprüche — Seite 2

Mehr als ein Ort auf der Landkarte ist Heimat ein innerer Raum aus Erinnerung, Sprache, Nähe und Zugehörigkeit. Sie kann in Landschaften, Gerüchen, Stimmen oder vertrauten Wegen aufscheinen und bleibt oft selbst dann wirksam, wenn man längst woanders lebt. Deshalb berührt dieses Thema Herkunft und Herz zugleich.

Ihre besondere Kraft zeigt sich darin, dass Heimat nicht bloß Besitz, sondern Beziehung bedeutet. Was als Heimat empfunden wird, gibt Halt, stiftet Identität und macht verständlich, warum Rückkehr manchmal mehr ist als Bewegung im Raum.

  1. Dass man die größten Wunder zu Hause erlebt, lernt man erst in der Fremde

    Wilhelm Raabe

  2. Ich bin die Heimat durchzogen, und ich habe sie reicher gefunden, als ich zu hoffen gewagt hatte.

    Theodor Fontane

  3. Der heutige Mensch ist ein heimatloser trunkener Söldner geworden, der sich ebensogut für das Gemeine wie für das Hohe anwerben läßt.

    Albert Schweitzer

  4. Ich möchte Weltenbürger sein, überall zu Hause und überall unterwegs.

    Erasmus von Rotterdam

  5. Die Welt ist ein Buch, von dem man nur die erste Seite gelesen hat, wenn man nur sein Land gesehen hat.

    Fougeret de Moubron

  6. Die Familie ist das Vaterland des Herzens.

    Giuseppe Mazzini

  7. Wasser und Erde der Heimat formen sich ihren Menschenschlag.

  8. Das Brot der Heimat nimmt kein Ende, und die davon essen, bekommen goldene Herzen voll Fröhlichkeit und Güte.

    Hermann Stehr

  9. Das ist der Gastfreundschaft tiefster Sinn, dass wir einander Rast geben auf dem Weg nach dem ewigen Zuhause.

    Romano Guardini

  10. Bei sich zu Hause ist der Hund am stolzesten.

  11. Es ist nicht das Auslaufen aus dem Hafen, sondern die Heimkehr, die den Erfolg einer Reise bestimmt.

    Henry Ward Beecher

  12. Wo das Wort von zu Hause bei mir ist, finde ich in der Fremde meinen Weg

    Dietrich Bonhoeffer

  13. Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.

    Kurt Tucholsky

  14. Geh ohne Stab nicht in den Schnee und ohne Steuer nicht zur See, geh ohne Gebet und Gottes Wort niemals aus deinem Hause fort.

  15. Zieht ein Esel über Rhein, kommt ein I-ah wieder heim.

  16. Dem Hasen ist nicht wohler, als wo er geworfen ist.

  17. Ohne Ehe ist der Mensch überall und nirgends zu Hause.

    Bogumil Goltz

  18. Die wahre Heimat ist eigentlich die Sprache. Sie bestimmt die Sehnsucht danach, und die Entfremdung vom Heimischen geht immer durch die Sprache am schnellsten und leichtesten, wenn auch am leisest …

    Wilhelm von Humboldt

  19. Menschen, die sich überall zu Hause fühlen, wenn sie verreisen, verdienen auch sonst nicht viel Vertrauen.

    George Bernard Shaw

  20. Freundschaft ist wie Heimat!

    Kurt Tucholsky

  21. Es ist gar schön an einem Orte fremd sein, und doch so notwendig, eine Heimat zu haben.

    Johann Wolfgang von Goethe

  22. Wo ich auch war und was mir das Leben auch gab, immer hatte ich Heimweh.

    Hans Thoma

  23. Fern der Heimat verliert ein Mensch sein Ansehen und eine Ware gewinnt an Wert.

  24. Wer glücklich sein will, muss zu Hause bleiben.

  25. Ich hab es immer gar kläglich gefunden, wenn man Leut von ihrer Heimat ausgetrieben hat, man nimmt ihnen ein gut Stück Leben weg und läßt ihnen ein unklar Träumen…

    Ludwig Anzengruber

  26. Wem zu Hause nicht wohl ist, dem wird selbst das Vaterland zu enge. Er verläuft sich in der Welt als Irrwisch.

    Friedrich Ludwig Jahn

  27. Große Künstler haben kein Vaterland.

    Alfred de Musset

  28. Heimisch in der Welt wird man durch Arbeit. Wer nicht arbeitet, ist heimatlos.

    Berthold Auerbach

  29. Und doch ist mir recht heimatlich bei den Geschwistern, heimatlich, zugleich heimatlos.

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  30. Unseliger ist nichts, als wenn's dir immer ist, als seist du nicht zu Haus, wo du zu Hause bist.

    Friedrich Rückert

  31. Ans Vaterland, ans teure, schließ dich an, das halte fest mit deinem ganzen Herzen, hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft.

    Friedrich von Schiller

  32. Der Fisch ist gern im Wasser, der Vogel in der Luft, das brave Weib daheim.

  33. Wo der Has gesetzt ist, will er bleiben.

  34. Bleib daheim bei deiner Kuh, willst du haben Fried und Ruh.

  35. Zu Hause Löwen, im Treffen Hasen.

  36. Für des Menschen wilde Brust ist keine Heimat möglich.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  37. Wer heute von meiner Pfälzischen Heimat hinüber fährt ins Elsass, der kommt von Europa nach Europa. Das ist eine geradezu faszinierende Entwicklung.

    Helmut Kohl

  38. Mit Koffern, Schachteln, Reisesäcken dein Glück zu suchen ziehst du aus? Freund, nimm den leichten Wanderstecken, du bringst es wahrlich eh'r nach Haus.

    Franz Emanuel August Geibel

  39. Die beiden schönsten Dinge sind die Heimat, aus der wir stammen, und die Heimat, nach der wir wandern.

    Johann Heinrich Jung-Stilling

  40. Die Heimat ist, wo man dich gerne erscheinen, ungern wandern sieht.

    Friedrich Emil Rittershaus

  41. In vielen Berufen sind die Kollegen die wirklichen Verwandten, sie fühlen sich untereinander weit mehr zu Hause als an dem Ort, den sie ihr Heim nennen, wo sie schlafen, essen und einen öden Sonntag v …

    Prentice Mulford

  42. Meine Wohnung kommt mir vor wie ein Heiligtum. Ich mag nur Menschen drin sehen, die ich wirklich mag. Alle anderen weise ich ab

    Franziska Gräfin zu Reventlow

  43. Man kann sein Vaterland nicht mit einer Binde um die Augen lieben

    Frederico Garcia Lorca

  44. Jede Gegend nimmt mit der Zeit die Seelen ihrer Einwohner an sich.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  45. Es ist überall heimlich und traut, neben einem Menschen, den man gern hat.

    Wilhelmine Heimburg

  46. Es bleibt immer etwas hängen am Menschen von seiner Heimat.

    Wilhelmine Heimburg

  47. Wo eine echte Frau ist, da ergreift uns stets ein großes Heimatgefühl

    Theresa Keiter