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Sprüche über Glück

1314 Sprüche — Seite 22

Kaum ein Wort klingt heller und entzieht sich zugleich so beharrlich jeder festen Definition wie das Glück. Für manche liegt es in einem flüchtigen Augenblick, für andere in tiefer Zufriedenheit oder im stillen Gefühl, am richtigen Ort zu sein. Eben diese Vieldeutigkeit macht seinen Zauber und seine Schwierigkeit aus.

Wer genauer hinsieht, entdeckt darin kein bloßes Geschenk des Zufalls, sondern auch eine Frage der Wahrnehmung und inneren Haltung. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen die vielen Gesichter des Glücks und machen sichtbar, warum es oft dort aufscheint, wo Erwartung, Dankbarkeit und Gegenwart ineinanderfinden.

  1. Zu dem Eifer, die Wahrheit zu entdecken, muss der Eifer kommen, sie für das Glück der Menschheit zu gebrauchen

    Herbert Spencer

  2. Glück ist das mächtigste Stärkungsmittel.

    Herbert Spencer

  3. Das Glück liegt im Wünschen. Erfüllung ist zugleich Zerstörung.

    Herbert Spencer

  4. Niemand kann völlig frei sein, wenn nicht alle frei sind. Niemand kann völlig tugendhaft sein, wenn nicht alle tugendhaft sind. Niemand kann glücklich sein, wenn nicht alle glücklich sind.

    Herbert Spencer

  5. Wer nie um der Liebe willen gelitten hat, der hat auch nie Glück durch sie erfahren.

    Gottfried von Strassburg

  6. Glück ist ein Beutel, der schwer zu tragen ist.

  7. Gegenliebe zu finden, das ist ein Glück, bei dem man viel Pech haben kann!

    Otto Weiss

  8. Je mehr Feind, je mehr Glück.

    Julius Wilhelm Zincgref

  9. Zum Glück ist's nicht zu spät.

    Georg Rollenhagen

  10. Das Glück muss entlang der Straße gefunden werden, nicht am Ende des Wegs.

    David Dunn

  11. Glück ist recht wie ein Ball; Wer steiget, soll fürchten den Fall.

    Bernhard Freidank

  12. Glück besteht aus den vermiedenen Unglücken.

    Alphonse Karr

  13. Glück ist, wenn Gelegenheit auf Bereitschaft trifft.

    Fred Endrikat

  14. Wer seinen Egoismus überwindet, der entledigt sich des bedeutendsten Hindernisses, welches jeder wahren Größe und jedem wahren Glücke den Weg verrammelt.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  15. Nur das Glück, das man anderen bereitet, führt zum eigenen Glück

    Edouard Pailleron

  16. Welch ein Glück, dass jede rechte Erinnerung zur Verinnerung wird

    Theodor Toeche-Mittler

  17. Das Glück fällt dem zu, der es am wenigsten erwartet.

    Frederico Garcia Lorca

  18. Reichtum beglückt, wenn wir ihn besitzen, und macht tief unglücklich, wenn er uns besitzt.

    Heinrich Lhotzky

  19. Im Meistern der Not liegt das Glück, nicht im Ausweichen vor der Not.

    Heinrich Lhotzky

  20. Es gibt vier Typen von Menschen in der Welt: die Liebenden, die Opportunisten, die Zuschauer und die Schwachsinnigen. Die letzteren sind die Glücklichsten.

    Hippolyte Taine

  21. Das Glück kann man nicht machen, man muss es annehmen wie es kommt, aber mit Verstand brauchen.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  22. Die Ruhe, die der Geist genießt, wenn er sich selbstgemäß leben darf, ist das einzig wahre, unzerstörbare Glück.

    Malwida von Meysenbug

  23. Ließen wir von dem Versuch ab, glücklich sein zu wollen, könnten wir eine recht schöne Zeit verbringen.

    Edith Wharton

  24. Unsere Entsagung macht uns fast immer unglücklich, und den nicht glücklich, dem das Opfer gebracht wird. Entsagte man nicht, so käme am Ende nicht zwei Leiden, sondern ein Glück und ein Unglück zust …

    Fanny Lewald

  25. Menschen, deren äußere Erfolge zu ihrem Glück genügen, vertrocknen innerlich.

    Fanny Lewald

  26. Glücklich ist, wer in jedem Lebensalter über die Möglichkeiten verfügt, die seinen Fähigkeiten entsprechen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  27. Glück ist meistens ganz gewöhnliches Leitungswasser, das nach Champagner schmeckt.

  28. Drei schöne Dinge gibt es mit G: Heißt Glück, Gesundheit und Geduld. Das schönste an ihnen ist, dass sie sich mit dem vierten G, Geld, nicht erkaufen lassen.

    Otto von Leixner

  29. Wir wären elend, wenn nicht aus Kleinigkeiten unsere Glückseligkeit zusammengesetzt wär!

    Friedrich von Schlegel

  30. Jeder angenehme Augenblick hat Wert für mich. Glückseligkeit besteht nur in Augenblicken. Ich wurde glücklich, da ich das lernte.

    Caroline Schlegel-Schelling, geb. Michaelis

  31. Alles ist schwankend, und nur ein Glück ist sicher: seine Pflicht zu tun bis in den Tod.

    Wilhelmine von Hillern

  32. Das Bedürfnis zum Glücke ist uns doch der höchste Bürge für dessen Existenz.

    Rahel Varnhagen von Ense

  33. Ich lass es mir nicht ausreden. Glückseligkeit ist in, außer, neben uns, durch uns und ohne uns zu finden.

    Rahel Varnhagen von Ense

  34. Von Menschen kommt kein Glück. Da erwartet man es nur.

    Rahel Varnhagen von Ense

  35. Bei allem Misslingen hofft meine ewig närrische Seele doch immer das Unglaublichste. Wir lassen nicht vom Glück!

    Rahel Varnhagen von Ense

  36. Mit dem Besten, was in mir steckte, hatte ich versucht, ein bisschen mehr Glück in diese Welt hineinzuschreiben

    Frances Hodgson Burnett

  37. Ich liebe die Welt, die Sonne, die Erde, die Blumen, die Vergnügungen, die Jugend, die Schönheit; ich habe Durst nach Glück!

    Malwida von Meysenbug

  38. Was wir auch in dieser Welt erlangen mögen, ist doch die Liebe das höchste Glück.

    Philipp Otto Runge

  39. Kein Bösewicht kann glücklich sein, am wenigsten ein Verführer

    Juvenal

  40. Gesunder Menschenverstand ist rar im Glück

    Juvenal

  41. Es ist ziemlich schwer zu sagen, was glücklich macht; Armut und Reichtum sind es beide nicht

    Kin Hubbard

  42. Ich weiß nicht, was so beseligt als die Dankbarkeit eines Kindes, eines kleinen Kindes, dem man unerwartet eine Freude gemacht hat, und das sein Glück in einem strahlenden Blick ausspricht.

    August Pauly

  43. Was die Menschen Glück nennen, ist das Gemeinste am Leben, den Niederträchtigsten am leichtesten erreichbar.

    August Pauly

  44. Auf dem unreinen Strom des Lebens schwimmt für die meisten das Glück; fern von ihm in reinen Lüften schwebt es für andere, wenige.

    August Pauly

  45. Wenn man Brot und Wasser hat, dann darf man sogar mit Zeus an Glückseligkeit wetteifern.

    Epikur

  46. Das Glück hat ein großes Gefolge, das Unglück kaum einen Gefährten.

    Theresa Keiter

  47. Alter ist Verzicht auf Glück; glückliche gute Menschen werden innerlich nie alt.

    Theresa Keiter

  48. Zum eigentlichen glücklichen Leben gehört: moralischer Leichtsinn.

    Heinrich Martin

  49. Tausendfach wird dem gegeben, tausendfach das Glück erneut, wer sich jeden Tag im Leben dankbar seiner Gaben freut.

    Julius Lohmeyer

  50. Nicht im Wirklichen und Greifbaren spielt sich das entscheidende Leben der Menschen ab, das Tiefste, woran der Sterbliche seine Seele bindet, ist Traum: So werden Glück und Unglück zu bloßen Namen.

    Jakob Wassermann

  51. Der einzige Ort, an dem man Frieden, Gesundheit, Reichtum und Glück stets findet, ist das Lexikon.

    Friedrich Wilhelm Kaulisch

  52. Der Preis jedes Glückes ist viel Schmerz

    Richard Fedor Leopold Dehmel

  53. Die kurzen Tage eines überschwenglichen Glückes sind nicht zu teuer mit Jahren des Leidens erkauft.

    Karl Detlef, Pseudon.v. Klara Bauer

  54. Worte von Glücklichen gesagt, dürftige Melodien. Doch Worte, von Schweigenden gefühlt, sind schön.

    Emily Elizabeth Dickinson