gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Gewohnheit

142 Sprüche — Seite 2

Vieles im Leben wird nicht durch große Entscheidungen bestimmt, sondern durch das, was sich wiederholt. Gewohnheit prägt Denken, Handeln und Wahrnehmung auf leise Weise und macht sichtbar, wie stark der Alltag an festen Bahnen hängt. Deshalb gehört dieses Thema zu den unscheinbaren Mächten des menschlichen Lebens.

Ihre Stärke liegt in Verlässlichkeit, ihre Gefahr in Erstarrung. Gewohnheit erleichtert vieles, kann aber auch Veränderungen erschweren und Menschen voneinander entfernen, wenn das Selbstverständliche nie mehr hinterfragt wird.

  1. Man sollte die Farbe des Lebens in sich aufnehmen, sich aber nie an Einzelheiten erinnern. Einzelheiten sind immer gewöhnlich.

    Oscar Wilde

  2. Wasser ist nicht zum Trinken geeignet, wir müssen Whiskey hinzufügen. Durch gewissenhafte Anstrengung habe ich gelernt, es zu mögen

    Winston Churchill

  3. Und ein scharfsichtiger Fremder, der in ein Haus tritt, bemerkt oft gleich, was der Hausherr aus Nachsicht, Gewohnheit oder Gutmütigkeit übersieht oder ignoriert.

    Johann Wolfgang von Goethe

  4. Bequemlichkeit hindert uns oft genug, Bindungen zu lösen - mancher verdorrt, dessen Wurzeln nicht nähren, nur festhalten.

    Ludwig Marcuse

  5. Gewisse Stubenhocker sind gewohnt, alles zu bezweifeln, weil sie nichts sehen

    Honoré de Balzac

  6. Ist es nicht so, dass die Menschen aus Gewohnheit abergläubisch und aus Instinkt Schurken sind?

    Theodor Fontane

  7. Der Zank in das Band vieler bürgerlicher Ehen

    Stendhal

  8. Die Gewohnheit ist eine zweite Schwerkraft

    Friedrich Georg Jünger

  9. Der erste Schritt zum Abenteuer ist oft der Verzicht auf ein Stück Bequemlichkeit.

    Rainer Haak

  10. Nichts bedarf so sehr der Reform wie die Gewohnheit der Mitmenschen.

    Mark Twain

  11. Die Gewohnheit ist ein lästiges Ding, selbst an Verhasstes fesselt sie

    Franz Grillparzer

  12. Wenn eine Frau die Gabe hat zu schweigen, so besitzt sie Eigenschaften, die sie weit über das Gewöhnliche erheben

    Pierre Corneille

  13. Wo finde ich den Menschen, der von der Einsicht anstatt von Trieben und bloßer Gewohnheit geleitet wird?

    Khalil Gibran

  14. Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andem Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohllebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.

    Martin Luther

  15. Geh deinen Weg und lass die Leute reden!

    Dante Alighieri

  16. Ich danke Gott, dass ich an Schwierigkeiten gewöhnt bin.

    Oliver Cromwell

  17. Eine Gewohnheit kann man nicht einfach zum Fenster hinauswerfen; man muss sie Stufe für Stufe die Treppe hinunterlocken.

    Mark Twain

  18. Wenn ich Narr genug wäre, noch an das Glück zu glauben, so würde ich es in der Gewohnheit suchen.

    Francois René de Chateaubriand

  19. Ein alter Baum lässt sich nicht mehr verpflanzen.

  20. Gewohnheit ist der große Führer im Menschenleben.

    David Hume

  21. Inwiefern sind Minister und Pantoffeln sich oft so gleich? Man gewinnt beide oft erst dann lieb, wenn sie abgetreten sind.

    Gottlieb Moritz Saphir

  22. Niemand ist beklagenswerter als jener Mensch, dem nichts so sehr zur Gewohnheit geworden ist, wie die Unentschlossenheit.

    William James

  23. Wahnsinn bei Individuen ist selten, bei Gruppen, Nationen und Epochen aber die Regel

    Friedrich Nietzsche

  24. Die schlimmste Herrschaft ist die der Gewohnheit.

    Publius Syrus

  25. Die Gewohnheit ist eine zweite Natur.

    Marcus Tullius Cicero

  26. Was man Zuneigung nennt, ist in Wirklichkeit nichts anderes als Gewohnheit gewordene Sympathie.

    Jonathan Swift

  27. Diejenige schlechte Gewohnheit, die man als letztes aufgibt, ist wohl die, anderen Leuten Ratschläge zu erteilen.

    John Steinbeck

  28. Schubladendenken bleibt in vertrauten Dimensionen. Bevor Neues sie erweitern könnte, landet es in einer Schublade.

    Else Pannek

  29. Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör

    Wilhelm Busch

  30. Manchen Ehemännern genügt es vollkommen, wenn die Frau nur da ist, wie ein Stück Möbel.

    John Knittel

  31. Selbst gebildete Frauen vertragen nicht immer andauernd gleichmäßiges Glück und fühlen einen unbegreiflichen Antrieb zu Teufeleien und Narrheiten, durch die Abwechslung ins Leben kommt.

    Honoré de Balzac

  32. Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.

    Martin Kessel

  33. Liebe ist wie Suppe: der erste Löffel ist heiß, die folgenden werden immer kälter.

  34. Das Laster ist die Natur des Menschen; die Tugend ist die Gewohnheit oder Maske.

    William Hazlitt

  35. Das Geheimnis der Tugend ist die Gewohnheit

    Ludwig Andreas Feuerbach

  36. Ein gebildeter Mann, der sein Herz an die Bequemlichkeit seines Heimes hängt, ist nicht wert, als gebildet betrachtet zu werden.

    Konfuzius

  37. Fortwährendem Entbehren folgt Stumpfheit ebenso wie übermässigem Genuss.

    Marie von Ebner-Eschenbach

  38. Liebe in der Verbindung sollte die Vollendung eines schönen Traums sein und nicht, da sie zu häufig ist, das Ende.

    Alphonse Karr

  39. Einen alten Hafen kann man nicht mehr neu machen.

  40. Die Katze läßt das Mausen nicht.

  41. Beißt die Maus einmal am Käse, so kommt sie wieder.

  42. Hat die Maus einmal den Speck gekostet, so kommt sie wieder.

  43. Es ist einer eignen Betrachtung wert, dass die Gewohnheit sich vollkommen an die Stelle der Liebesleidenschaft setzen kann: sie fordert nicht sowohl eine anmutige als bequeme Gegenwart, alsdann ab …

    Johann Wolfgang von Goethe

  44. Freiheit ist nicht ein Vorrecht, das verliehen wird, sondern eine Gewohnheit, die man erwerben muss.

    David Lloyd George

  45. Gewohnheit tut mehr als Gesetze.

    Johann Gottfried Herder

  46. Ständige Arbeit wird leichter durch Gewöhnung.

    Demokrit

  47. Methoden sind Gewohnheiten des Geistes und Sparsamkeiten der Erinnerung.

    Antoine de Rivarol

  48. Die Liebe, die in Stürmen lebt und oft in den Armen der Treulosigkeit wächst, widersteht nicht immer dem Frieden der Treue

    Antoine de Rivarol

  49. Man wundert sich über gar nichts, wenn man sich über alle wundert: das ist der Zustand der Kindheit

    Antoine de Rivarol

  50. Die Fesseln der Gewohnheit sind meist so fein, dass man sie kaum spürt. Doch wenn man sie spürt, sind sie so stark, dass sie sich (offenbar) nicht mehr zerreissen lassen.

    Samuel Johnson

  51. Was dir noch neu ist, wird dich auch reizen, was mir schon Spreu ist, ist dir noch Weizen.

    Friedrich Rückert

  52. Es ist die gewöhnlichste und schädlichste Täuschung, dass man sich allzeit für den einzigen hält, der gewisse Dinge bemerkt.

    Jean Paul

  53. Nach längerer Gewöhnung an die Ehe werden eines Tages die Frauen wieder Mädchen - nur dass sie nicht mehr auf eine Hochzeit warten.

    Moritz Heimann

  54. Ein Mensch, der eine bestimmte Art zu handeln gewohnt ist, ändert sich nie und muss, wenn die veränderten Zeitverhältnisse zu seinen Methoden nicht mehr passen, scheitern.

    Nicolaus Machiavelli

  55. Das Alter ist die Zeitspanne, in der man viele Fehler ablegt, weil man sie nicht mehr braucht.

  56. Die Entschlossenheit ist im Einzelfall ein Akt des Mutes, wenn sie zum Charakterzug wird, eine Gewohnheit der Seele

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  57. Gewohnheit stärkt den Körper in großen Anstrengungen, die Seele in großen Gefahren, das Urteil gegen den ersten Eindruck

    Carl Philipp Gottfried von Clausewitz

  58. Meine Gesundheit besteht darin, dass ich in meinem gewöhnlichen Zustand nicht gestört werde

    Michel de Montaigne

  59. Wohin ich auch zu gehen gedenke, so muss ich doch erst immer einen Schlagbaum der Gewohnheit frei machen, so sorgfältig hat sie alle unsere Straßen verrammelt.

    Michel de Montaigne

  60. Das Wesentliche befindet sich unter einem Berg täglichen Kleinkrams.

    Else Pannek