Sprüche und Zitate von Friedrich Rückert
89 Zitate — Seite 2
Über den Autor
Dichter · Deutsch · 1788 - 1866
Friedrich Rückert (1788–1866) war deutscher Dichter und Sprachgelehrter, der sich mit mehr als 40 Sprachen befasste und als Mitbegründer der deutschen Orientalistik gilt.
Mehr auf WikipediaEin Ärgernis ist nur, wo man es nimmt, gegeben: dir Vorgeworfnes brauchst du ja nicht aufzuheben.
✦ 3.6Ein Tor ist zugetan, doch tausend stehn noch offen.
✦ 3.5Das sind die Weisen, die durch Irrtum zur Wahrheit reisen. Die bei dem Irrtum verharren, das sind die Narren.
✦ 3.5Wenn die Rose sich selbst schmückt, schmückt sie auch den Garten.
✦ 3.5Zwischen Welt und Einsamkeit ist das rechte Leben. Nicht zu nah und nicht zu weit will ich mich begeben.
✦ 3.5Wo leer zur Essenszeit im Hause sind die Töpfe, die werfen Mann und Frau einander an die Köpfe.
✦ 3.4Aus Eigennutz entspringt die Dankbarkeit der meisten für einen Dienst, den ihr geleistet oder leistet.
✦ 3.4Vom Himmel kam geflogen eine Taube, sie brachte ein Kleeblatt mit dreifachem Laube. Sie liess es fallen; glücklich, wer es findet. Drei Blättchen sind es: Hoffnung - Liebe - Glaube!
✦ 3.4Unseliger ist nichts, als wenn's dir immer ist, als seist du nicht zu Haus, wo du zu Hause bist.
✦ 3.3Füge dich der Zeit, erfülle deinen Platz und räum ihn auch getrost: Es fehlt nicht an Ersatz.
✦ 3.3Freund, lerne zweierlei, so wirst du nicht verderben: zum ersten lerne was, um etwas zu erwerben, zum andern lerne das, was niemand dich kann lehren: Gern das, was du nicht kannst erwerben, zu entb …
✦ 3.3Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug genug für den, der kommen mag.
Mit allen wird von selbst Vergnügen sich verbinden; Vergnügen aber , das man sucht, ist nicht zu finden.
Wer niemals träumt, verschläft sein schönstes Leben
Am besten machst du gleich dein Ding am Anfang recht; Nachbesserung macht oft Halbgutes völlig schlecht.
Des Menschen Schuldbuch ist sein eigenes Gewissen, darin durchstrichen wird kein Blatt, noch ausgerissen
Du hattest kein Glück, und ich hatte keins; wir nahmen einander, nun haben wir eins. Wo haben wir es denn hergenommen? Es ist vom Himmel auf uns gekommen.
Weißt du, wo es keinen Herrn und keinen Diener gibt? Wo eins dem andern dient, wo eins den andern liebt.
Tu, was du kannst und lass das andre dem, der's kann, zu jedem Werk gehört ein ganzer Mann. Zwei Hälften machen zwar ein Ganzes, aber merk: aus halb und halb getan entsteht kein ganzes Werk.
Das Alte wird nie alt, es wird nur alt das Neue.
Wer stolz auf Vorzüg' ist, fühlt irgend ein Gebrechen; Und wer sich brüsten mag, ist sich bewußt der Schwächen.
Wie Wind im Käfig, wie Wasser im Siebe ist goter Rat im Ohr der Torheit und der Liebe.
Dass sich die Wogen senken und heben, das ist eben des Meeres Leben. Und dass es hofft von Tag zu Tag, das ist des Herzens Wellenschlag
Klage dein Leid nicht den Ungetreuen, Die sagen: o Gott! und sich heimlich freuen.
Ein anspruchsvolles Buch will im Zusammenhang gelesen werden.
Wahres und Gutes wird sich versöhnen, wenn sich beide vermählen im Schönen.
Du entgehst nicht dem Verhängnis! Diesen Glauben hast du, merke, nicht dass er dich in Bedrängnis mutlos mache, sondern stärke.
Die Welt ist rauh und dumpf geworden; die Stimm entfiel ihr nach und nach, die einst in tönenden Akorden zum offnen Ohr des Menschen sprach.
Was dir noch neu ist, wird dich auch reizen, was mir schon Spreu ist, ist dir noch Weizen.