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Sprüche über Freiheit

319 Sprüche — Seite 4

Nichts berührt die Würde des Menschen unmittelbarer als die Freiheit. Sie meint nicht bloß Wahlmöglichkeiten, sondern die Fähigkeit, nach eigener Einsicht zu leben, Grenzen zu hinterfragen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Darum gehört dieses Thema zu den stärksten politischen und persönlichen Idealen.

Ihre Tiefe zeigt sich darin, dass Freiheit ohne Maß und Mut schnell zur leeren Formel wird. Die Sprüche zu diesem Thema verbinden Unabhängigkeit mit Verantwortung und machen deutlich, warum echte Freiheit immer auch innere Befreiung verlangt.

  1. Freiheit geht über Silber und Gold

  2. Vermögen zu haben ist ein Stück Freiheit.

    Ludwig Erhard

  3. Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit. Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut, den eigenen Weg zu finden.

    Perikles

  4. Die Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.

    Matthias Claudius

  5. Komm nun, höchstes Fest auf dem Wege zur ewigen Freiheit, Tod, leg nieder beschwerliche Ketten und Mauern unseres vergänglichen Leibes und unsrer verblendeten Seele, dass wir endlich erblicken, wa …

    Dietrich Bonhoeffer

  6. Furcht tut nichts Gutes. Darum muss man frei und mutig in allen Dingen sein und fest stehen.

    Martin Luther

  7. Gebe Gott, dass nicht nur Liebe zur Freiheit, sondern auch gründliche Kenntnis der Menschenrechte alle Nationen durchdringe!

    Benjamin Franklin

  8. Eh man auf diese Welt gekommen und noch so still vorliebgenommen, da hat man noch bei nichts was bei; man schwebt herum, ist schuldenfrei, hat keine Uhr und keine Eile und äußerst selten Langewei …

    Wilhelm Busch

  9. Der freie Mensch denkt an nichts weniger als an den Tod; und seine Weisheit ist ein Nachsinnen über das Leben.

    Baruch de Spinoza

  10. Die Bücherwelt ist in der Tag nur die Karikatur der wirklichen Welt. Beide entspringen aus der selben Quelle. Jene aber erscheint in einem freieren, beweglicheren Medio.

    Novalis

  11. Wer, wenn das Vaterland in Not ist, einen anderen Gedanken als dessen Rettung fühlt, ist nicht wert, in einem freien Staate zu leben.

    Friedrich Maximilian von Klinger

  12. Ein unvermindert Weiterstreben das ist der herrlichste Gewinn, den kann die Welt dir doch nicht geben, du nimmst ihn frei dir selbst dahin.

    Victor Blüthgen

  13. Erkenntnis macht frei, Bildung fesselt, Halbbildung stürzt in Sklaverei.

    Wilhelm Raabe

  14. Sei stolz und frei beim Fühlen und Denken: Gott hat dir Herzensfreudigkeit gegeben, um alles rings mit Fülle zu beleben und Kraft genug, dein Erdenschiff zu lenken.

    Carmen Sylva

  15. Dürfen darf man alles, man muss es nur können.

    Kurt Tucholsky

  16. Die Sklaverei lässt sich bedeutend steigern, indem man ihr den Anschein der Freiheit gewährt

    Friedrich Georg Jünger

  17. Stehen bleiben: es wäre der Tod, nachahmen: es ist schon eine Art von Knechtschaft, eigne Ausbildung und Entwicklung: das ist Leben und Freiheit.

    Leopold von Ranke

  18. Was das Wollen selbst anbetrifft, so ist es unrichtig, wenn man sagt, dass es Gegenstand des freien Willens sei

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  19. Ein junger Mensch ist wie ein junger Most - der lässt sich nicht halten, der muss gären.

    Martin Luther

  20. Geld genommen, um Freiheit gekommen.

  21. Nicht das macht frei, dass wir nichts über uns anerkennen wollen, sondern eben, dass wir etwas verehren, was über uns ist.

    Johann Wolfgang von Goethe

  22. Das einzige, was ich an der Freiheit liebe, ist der Kampf um sie.

    Henrik Johan Ibsen

  23. Wir sind um so freier, je mehr wir der Vernunft gemäß handeln, und um so mehr geknechtet, je mehr wir uns von der Leidenschaft regieren lassen.

    Gottfried Wilhelm Leibniz

  24. Der Mensch befindet sich niemals im Besitz uneingeschränkter Freiheit, sondern er besitzt nur eine zweiter Ordnung, zum Beispiel steht es ihm frei, das oder das zu essen, nicht aber, überhaupt nicht z …

    Antoine de Rivarol

  25. Freiheitsliebe ist Nächstenliebe, Machtliebe ist Eigenliebe.

    William Hazlitt

  26. Das deutsche Volk ist frei, bleibt frei und regiert in alle Zukunft sich selbst. Das ist der einzige Trost, der dem deutschen Volke geblieben ist.

    Friedrich Ebert

  27. Die Ehe ist die exemplarische Bindung, sie trägt uns in die große Gebundenheit, und nur als Gebundene können wir in die große Freiheit der Kinder Gottes gelangen.

    Martin Buber

  28. Zusammenfassung des Benehmens: die eigene Würde zu bewahren, ohne die Freiheit anderer zu stören

    Francis Bacon

  29. Alles Flexible und Fließende neigt zu Wachstum. Alles Erstarrte und Blockierte verkümmert.

    Oscar Wilde

  30. Das Recht auf Dummheit wird von der Verfassung geschützt. Es gehört zur Garantie der freien Persönlichkeitsentfaltung.

    Mark Twain

  31. Für Frauen ist die Scheidung oft eine Straße, die in die Freiheit führt. Für Männer ist sie eher ein goldenes Schiff, das mit vollen Segeln in Richtung Freiheit fährt.

    Baruch de Spinoza

  32. Mir ist alles einerlei. Mit Verlaub, ich bin so frei.

    Wilhelm Busch

  33. Der Mensch, der von der Vernunft geleitet wird, ist freier in einem Staate, wo er nach gemeinsamem Beschlusse lebt, als in der Einsamkeit, wo er sich allein gehorcht.

    Baruch de Spinoza

  34. Die Menschen sind ständig von zwei widerstreitenden Leidenschaften geplagt; sie fühlen das Bedürfnis geführt zu werden, und dabei die Lust, frei zu bleiben.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  35. Ein Miteinander zweier Menschen ist eine Unmöglichkeit und, wo es doch vorhanden scheint, eine Beschränkung, eine gegenseitige Übereinkunft, welche einen Teil oder beide Teile ihrer vollsten Fre …

    Rainer Maria Rilke

  36. An sich ist Müßiggang nicht Wurzel allen Übels, sondern ist, im Gegenteil, ein geradezu göttliches Leben, solange man sich nicht langweilt.

    Sören Kierkegaard

  37. Das Zuhause ist keineswegs der einzige zivilisierte Ort in einer abenteuerlichen Welt, sondern der einzige unzivilisierte in einer Welt der Zwänge und Pflichten

    Gilbert Keith Chesterton

  38. Wer anderen die Freiheit verleugnet, verdient sie nicht für sich selbst.

    Benjamin Franklin

  39. Geld ist geprägte Freiheit.

    Fjodor M. Dostojewski

  40. Man darf die Geister nicht einkerkern. Es ist an der Zeit, über die öffentlichen Dinge frei zu reden und zu schreiben. Siegen wird in jedem Fall nur die Wahrheit.

    John Milton

  41. Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein.

    Theodor W. Adorno

  42. Je freier die Wirtschaft, umso sozialer ist sie auch.

    Ludwig Erhard

  43. Wer Freiheit zugunsten von Sicherheit aufgibt, hat keines von beiden verdient.

    Benjamin Franklin

  44. Ja! Ein göttlich Wesen ist das Kind, solang es nicht in die Chamäleonsfarbe der Menschen getaucht ist. Es ist ganz, was es ist, und darum ist es so schön. Der Zwang des Gesetzes und des Schicksals …

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  45. Die Geiß soll weiden, wo sie angebunden ist.

  46. Wer nach Geld heiratet, verliert seine Freiheit.

  47. Keine Henne fliegt über die Mauer.

  48. Eine Henne hat das Recht über neun Zäune.

  49. Wenn der Hirt nicht mehr Freiheit hätte als das Schaf, so müsste er auch Gras essen.

  50. Der Zweck des Erdenlebens der Menschheit ist der, dass sie in demselben alle ihre Verhältnisse mit Freiheit nach der Vernunft einrichten.

    Johann Gottlieb Fichte

  51. Zügellosigkeit hat zur natürlichen Folge Erschlaffung, Missbrauch der Freiheit den Verlust derselben.

    Friedrich von Schlegel

  52. Wo sich Männer finden, die für Ehr' und Recht mutig sich verbinden, weilt ein frei Geschlecht.

    Max von Schenkendorf

  53. Wie sind wohl die Menschen zu dem Begriff der Freiheit gelangt? Es war ein großer Gedanke.

    Georg Christoph Lichtenberg

  54. Freiheit ist nicht ein Vorrecht, das verliehen wird, sondern eine Gewohnheit, die man erwerben muss.

    David Lloyd George

  55. Völlige Sicherheit, stets geheiligtes Eigentum eines jeden über seine Person und sein Vermögen, darin besteht die wahre soziale Freiheit.

    Antoine de Rivarol

  56. Versuche stets, ein Stückchen Himmel über deinem Leben freizuhalten

    Marcel Proust

  57. Das letzte Vergnügen im Leben ist das Bewußtsein, aus der Pflicht entlassen zu sein.

    William Hazlitt

  58. Der einzige Trost ist, dass Lügen vielen Menschen Brot geben und niemand gezwungen ist, sie zu glauben.

    Karl Julius Weber

  59. Freiheit kann man einem Menschen zwar lassen, aber nicht geben.

    Friedrich von Schiller

  60. Die Natur hat mir nicht gesagt: Sei nicht arm! Noch weniger: Sei reich! Aber sie ruft mir zu: Sei unabhängig!

    Nicolas Chamfort