Sprüche und Zitate von François de la Rochefoucauld
123 Zitate — Seite 2
Über den Autor
Schriftsteller · Französisch · 1613 - 1680
François de la Rochefoucauld (1613–1680) war ein französischer Adeliger und Militär, der mit seinen Aphorismen als einer der Hauptvertreter der französischen Moralisten gilt.
Mehr auf WikipediaManche Menschen gelten nur deshalb etwas in der Welt, weil ihre Fehler die Fehler der Gesellschaft sind.
✦ 3.8Wir können uns unseres Mutes nicht sicher sein, solange wir uns nicht in Gefahr befunden haben
✦ 3.8Was die Enttäuschung in der Dankbarkeit, die man für erwiesene Wohltaten erwartet, bewirkt, ist, dass der Stolz des Gebers und der Stolz des Empfängers sich über den Preis der Wohltat nicht einigen kö …
✦ 3.8Wir lieben immer die Menschen, die uns bewundern. Aber nicht immer die, die wir bewundern.
✦ 3.8Schweigen ist die zweckmäßigste Haltung für den, der sich seiner selbst nicht sicher ist.
✦ 3.8Der Neid ist unversöhnlicher als der Hass.
✦ 3.8Es gibt bestimmte Fehler, welche - gut dargestellt - besser glänzen als Tugenden!
✦ 3.8Die Natur schafft die Begabung, und das Schicksal hebt sie heraus.
✦ 3.8Die meisten Menschen besitzen wie Pflanzen verborgene Eigenschaften, die der Zufall entdeckt.
✦ 3.8Die Eifersucht wird zwar immer mit der Liebe geboren, aber sie stirbt nicht immer mit ihr
✦ 3.8Es gibt naive Menschen, die sich erkennen und ihre Naivität geschickt zu benutzen verstehen
✦ 3.8Man kann nicht für seinen Mut einstehen, wenn man nie in Gefahr gewesen ist
✦ 3.8Nichts ist seltener als wahre Güte. Zumeist wird sie mit Gutmütigkeit oder Gefälligkeit verwechselt
✦ 3.8Wer alle Brücken abbricht, muss schwimmen können.
✦ 3.8Man fällt anderen oft lästig, wenn man glaubt, ihnen nie zur Last fallen zu können.
✦ 3.7Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.
✦ 3.7Die meisten unserer Fehler sind verzeihlicher als die Mittel die wir anwenden um sie zu verbergen.
✦ 3.7Frauen finden nichts an der Freundschaft, weil sie schal schmeckt nach der Liebe.
✦ 3.7Alle Leidenschaften lassen uns Fehler machen, aber die Liebe lässt uns die lächerlichsten begehen.
✦ 3.7Wir sind alle stark genug um zu ertragen was anderen zustößt
✦ 3.7Unser Neid dauert stets länger als das Glück derer, die wir beneiden
✦ 3.7Wenn wir unseren Leidenschaften widerstehen, danken wir es mehr ihrer Schwäche als unserer Stärke.
✦ 3.7Die Tugend würde nicht so weit gehen, wenn die Eitelkeit ihr nicht Gesellschaft leisten würde.
✦ 3.7Welchen Grund wir unseren Kummer auch geben, meist sind Eigennutz und Eitelkeiten die Ursache.
✦ 3.7Das Talent des Menschen hat seine Jahreszeiten - wie die Früchte.
✦ 3.7Die Anerkennung ernster Menschen gewinnen wir durch Leistung, die der Masse durch Glück.
✦ 3.7Wenn wir keine Fehler hätten, würden wir nicht mit so großem Vergnügen Fehler bei anderen entdecken.
✦ 3.7Bei Männern verwandelt sich die Liebe oft in Ehrgeiz, aber selten kommen sie auf die Liebe zurück.
✦ 3.6Wir erreichen jeden Lebensabschnitt als Neuling
✦ 3.6Es gibt nur eine echte Liebe, aber tausend Nachahmungen
✦ 3.6Die Eifersucht wächst, solange man zweifelt; sie wird Raserei oder hört auf, sobald man vom Zweifel zur Gewißheit kommt.
✦ 3.6Die Bescheidenheit glücklicher Menschen kommt von der Gelassenheit, welche das Glück ihren Gemütern verleiht.
✦ 3.6Manche Menschen sind so von sich erfüllt, dass sie noch in der Verliebtheit Wege finden, sich statt mit der Person, die sie lieben, mit ihrer Leidenschaft zu beschäftigen
✦ 3.6Es ist wichtiger, Menschen zu studieren, als Bücher.
✦ 3.6Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen.
✦ 3.6Es ist schwierig, zu beurteilen, ob ein aufrichtiges und ehrliches Benehmen das Ergebnis der Anständigkeit oder der Berechnung ist.
✦ 3.6Mit dem Glück muss man es machen wie mit der Gesundheit. Es geniessen, wenn es günstig ist, Geduld haben, wenn es ungünstig ist, und zu gewaltsamen Mitteln nur im äussersten Notfall greifen.
✦ 3.6Eine schöne Handlung aus vollem Herzen loben heißt in gewissem Sinne an ihr teilhaben
✦ 3.6Der Wunsch, klug zu erscheinen, verhindert oft, es zu werden.
✦ 3.6Wer stark und wer kaum mehr liebt, ist gleich schwer zu befriedigen.
✦ 3.6Mit dem Glück muß man es machen wie mit der Gesundheit: Es genießen, wenn es günstig ist, Geduld haben, wenn es ungünstig ist, und zu gewaltsamen Mitteln nur im äußersten Notfall greifen.
✦ 3.6Aus manchen schwierigen Lebenslagen kann man sich nur mit ein wenig Tollheit retten.
✦ 3.6Würde ist eine körperliche Kunst, erfunden, um die Mängel des Geistes zu verbergen.
✦ 3.6Wer den Pflichten der Dankbarkeit nachkommt, darf sich nicht einbilden, dankbar zu sein.
✦ 3.6Die Unerschütterlichkeit der Weisen ist nichts anderes als die Kunst, Stürme in ihrem Herzen zu verschließen.
✦ 3.5Man darf sich nicht kränken, wenn uns andere nicht die Wahrheit sagen: denn wir sagen sie uns oft selber nicht
✦ 3.5Oft beklagen wird das Unglück unserer Feinde mehr aus Stolz als aus Mitleid. Um ihnen zu zeigen, dass wir erhaben über sie sind, geben wir ihnen Beweise unseres Mitleids
✦ 3.5Es ist leichter, anderen mit Weisheiten zu dienen, als sich selbst.
✦ 3.5Wer glaubt, dass er auf alle Welt verzichten könnte, täuscht sich. Aber wer glaubt, dass man auf ihn verzichten könnte, täuscht sich noch viel mehr.
✦ 3.5Das Gemüt hat mehr Mängel als der Verstand.
✦ 3.4Schmeichelei ist eine falsche Münze, die ihren Kurswert nur durch unsere Eitelkeit erhält.
✦ 3.4Nichts schmeichelt mehr unserm Stolz als das Vertrauen der Großen, weil wir es für eine Wirkung unseres Verdienstes halten. Wir vergessen, dass es sehr oft aus Eitelkeit oder aus dem Unvermögen entspr …
✦ 3.3Jugend ist beständige Trunkenheit: sie ist das Fieber der Vernunft.
✦ 3.3Die Bescheidenheit ist wie die Enthaltsamkeit: man würde wohl gerne mehr essen, fürchtet aber, dass es einem übel bekommt
✦ 3.3Lob ablehnen heißt: zweimal gelobt sein wollen.
✦ 3.2Kleine Fehler geben wir gern zu, um den Eindruck zu erwecken, wir hätten keine großen
✦ 3.1Um immer gut zu sein, ist es erforderlich, dass die anderen glauben, dass sie uns gegenüber niemals ungestraft böse sein dürfen
✦ 3.0Nicht immer sind es Mut und Keuschheit, die die Männer mutig machen und die Weiber keusch.
Das Alter ist ein Tyrann, der bei Lebensstrafe alle Vergnügungen der Jugend verbietet.
Man findet Mittel, um den Wahnsinn zu heilen, aber keine, um Verschrobene wieder normal zu machen.