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Sprüche über Elend

128 Sprüche — Seite 2

Elend bezeichnet jene Lage, in der Not, Demütigung und Aussichtslosigkeit sich zu einer bedrückenden Gesamterfahrung verdichten. Es betrifft nicht nur äußeren Mangel, sondern ebenso die Erschöpfung der Seele, wenn selbst Hoffnung schwerfällt. Deshalb ist dieses Thema von schmerzhafter sozialer und menschlicher Schwere.

Seine Tiefe liegt darin, dass Elend selten nur den Einzelnen betrifft, sondern auch den Zustand einer Gemeinschaft sichtbar macht. Wo Mitgefühl, Gerechtigkeit und Hilfe fehlen, wächst es nicht nur aus Umständen, sondern auch aus Gleichgültigkeit.

  1. Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große, segnende Macht gibt.

    Martin Luther King

  2. Es ist leichter, gemeinsam in Notzeiten zu leben, als bei gutem Leben zusammenzuhalten

  3. Der Mensch ist nicht das, was er geleistet und erlistet hat, sondern das, was er erlitten hat

    Albert Schweitzer

  4. Frauen und Wind sind notwendige Übel.

  5. Wer sich mit Liebe wappnet, überwindet Zorn, Elend, Übermacht und Missgeschick.

    Michelangelo

  6. Vom Leid werden wir nur dadurch geheilt, dass wir es in seiner ganzen Tiefe erfahren

    Marcel Proust

  7. Kurz scheint das Leben dem Glücklichen, doch wer im Elend, dem scheint selbst eine Nacht unendlich lange zu währen.

    Lukian

  8. Wir armen Teufel von Männern sind am glücklichsten, wenn wir lieben und geliebt werden. Bitter und traurig muss das Schicksal eines Mannes sein, der liebt, ohne wiedergeliebt zu werden

    Jack London

  9. Der menschliche Verstand ist in der Praxis nicht verläßlich, am wenigsten in größter Not.

    Karl Theodor Jaspers

  10. Möget Ihr bewahrt werden vor den Schauern des Elends, vor den Güssen des Unglücks und vor den Krankheiten im Lauf des Jahres. Möget ihr eure Gesundheit erhalten in der Liebe Gottes und eurer Nachb …

  11. Wenn das Leben schrecklicher ist denn der Tod, ist es wahrhaft wagemutiger zu leben

    Thomas Browne

  12. Die Erinnerung jeder überstandenen Not ist eine Schwester der Freude.

    Ludwig Börne

  13. Der wahre Heldenmut besteht darin, über das Elend des Lebens erhaben zu sein.

    Napoleon

  14. Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andem Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohllebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.

    Martin Luther

  15. Nichts ist so elend als ein Mann, der alles will und der nichts kann.

    Matthias Claudius

  16. Schlimme Ereignisse sollten uns nicht verführen zu denken, es könne nicht noch viel schlimmer kommen.

    Christa Schyboll

  17. Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht, und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.

    Kurt Tucholsky

  18. Wer den Eltern nicht folgt, muss dem Elend folgen.

  19. Ich glaube, dass es keine andere Krankheit der Zeit gibt als Unwissenheit und Unredlichkeit, und dass alles Übel, das in jüngster Vergangenheit die Welt heimgesucht hat, allein von diesen zwei D …

    Adalbert Stifter

  20. Die Not kann den Schmied lehren, Stiefel zu nähen.

  21. Auch der ärmste Mensch kann zuletzt den Hunger und die Sorge nicht mehr ertragen, und leider macht er dann keine schriftlichen Eingaben an die Behörden, sondern er schlägt mit der Faust an die Tür der …

    Wilhelm Raabe

  22. Mitleid eines Mannes zu einer leidenden Frau ist immer Zärtlichkeit.

    Stefan Zweig

  23. Arbeit ist das beste Heilmittel für alle Krankheiten und alles Elend, das die Menschheit je befallen hat - ehrliche Arbeit

    Thomas Carlyle

  24. Was ist das Leben? Ein Verzweiflungssang, ein einz'ger lauter tiefer Schmerzensklang.

    Josef Christian von Zedlitz

  25. Alt zu werden unter jugendlichen Völkern, scheint mir eine Lust, doch alt zu werden da, wo alles alt ist, scheint mir schlimmer denn alles.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  26. Alles Elend kommt davon, dass wir nicht ruhig allein in einem Zimmer sitzen können.

    Blaise Pascal

  27. Indem man sich beklagt, tröstet man sich.

    Alfred de Musset

  28. Das Leben verlieren ist keine große Sache; aber zusehen, wie der Sinn des Lebens aufgelöst wird, das ist unerträglich.

    Albert Camus

  29. Beim Anblick eines gewissen Elends empfindet man eine Art Scham, glücklich zu sein.

    Jean de la Bruyère

  30. Auf gebeugtem Rücken und eingezogenen Schultern nimmt jede Last Platz.

    Else Pannek

  31. Es weiß kein Mensch, wieviel er ertragen kann, bis er von der Notwendigkeit es lernt.

    Ernst Benjamin Salomo Raupach

  32. Wenn der zehnte Teil des Elends, das gefühlt wird, gesehen würde, so müsste uns dieser Anblick mit Grausen durchdringen.

    Edward Young

  33. Wo Frauen im Kummer leben, verdirbt die Familie bald. Wo Frauen im Glück leben, gedeiht die Familie immer.

  34. Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.

    Martin Kessel

  35. Kummer unausgesprochen hat schon manches Herz gebrochen.

  36. Nackt, nass und hungrig werden wir geboren. Danach wird es nur noch schlimmer

  37. Verachtung des Lebens ist leicht in harter Bedrängnis. Tapfer allein ist der Mann, welcher das Unglück erträgt.

    Martial

  38. Wer seinen Kindern gibt das Brot und leidet nachmals selber Not, den soll man schlagen mit der Keule tot.

  39. Das Finden seiner selbst in dunklen Tagen ist meistens mehr Glücksache, als die Menschen gewöhnlich eingestehen wollen.

    Gottfried Keller

  40. Elender ist nichts als der behagliche Mensch ohne Arbeit, das Schönste der Gaben wird ihm Ekel.

    Johann Wolfgang von Goethe

  41. Leid frisst das Herz und auch den Mut.

    Ernst Moritz Arndt

  42. Es ist die größte Lust des Lebens, anderen die Last des Lebens zu erleichtern.

    Paul Keller

  43. Hinter allem menschlichen Leid türmen sich Berge von Unwissenheit, riesige schwarze Wolken falschen Denkens, gespenstische Schwäche des Fleisches.

    John Knittel

  44. Not gibt Gefühl unserer Kraft, unseres Wertes.

    Johann Jakob Engel

  45. Ungebeten spontan geäußerter Rat als Reaktion auf eine Schreckensnachricht vertreibt Mitgefühl und Trost.

    Else Pannek

  46. Der Krieg ist eine Plage, mit der Gott die Menschheit straft.

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  47. Mit Menschen in Not soll man nicht diskutieren; man soll ihnen helfen.

    Dr. Carl Sonnenschein

  48. Der Weise mit Hoffnung erträgt die Qualen des Lebens.

    Euripides

  49. Das gesicherte Dasein ist eine Qual, wenn nicht eine Erfüllung dazu kommt.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  50. Die Leidenschaft ermöglicht die besten Beobachtungen und führt zu den elendsten Schlüssen

    Georg Christoph Lichtenberg

  51. Für die Gesundheit und ein langes Leben ohne großen Kummer weiß ich kein besseres Mittel als die Narrheit.

    Michelangelo

  52. Nichts ist so stark wie die Notlage, weil alle ihr sich unterwerfen.

    Thales von Milet

  53. Ein Asyl für jeden Kummer ist das Gebet.

    Johannes Chrysostomos

  54. Das ist es, was euch in solches Elend stürzt: Mit dem eigenen Geschick unzufrieden, strebt ein jeder im Geiste nach dem höchsten Glück

    Francesco Petrarca

  55. Der ist elend, der den Tod wünscht; noch elender aber der, der ihn fürchtet.

    Julius Wilhelm Zincgref

  56. Die Porträtkunst ist die elendste Gattung der Malerei, weil bei ihr der Künstler am meisten gebunden ist

    Arnold Böcklin

  57. Solange wir leben, leiden wir.

    Frederico Garcia Lorca

  58. Im Meistern der Not liegt das Glück, nicht im Ausweichen vor der Not.

    Heinrich Lhotzky

  59. Die Ehe und das Geld sind das große Arsenal unseres Elends

    Hippolyte Taine

  60. Dass die Menschen immer mehr sein wollen als sie sind, ist eine der stärksten Quellen unseres Elends.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse