Sprüche über Elend
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Elend bezeichnet jene Lage, in der Not, Demütigung und Aussichtslosigkeit sich zu einer bedrückenden Gesamterfahrung verdichten. Es betrifft nicht nur äußeren Mangel, sondern ebenso die Erschöpfung der Seele, wenn selbst Hoffnung schwerfällt. Deshalb ist dieses Thema von schmerzhafter sozialer und menschlicher Schwere.
Seine Tiefe liegt darin, dass Elend selten nur den Einzelnen betrifft, sondern auch den Zustand einer Gemeinschaft sichtbar macht. Wo Mitgefühl, Gerechtigkeit und Hilfe fehlen, wächst es nicht nur aus Umständen, sondern auch aus Gleichgültigkeit.
Wenn unsere Tage verdunkelt sind und unsere Nächte finsterer als tausend Mitternächte, so wollen wir stets daran denken, dass es in der Welt eine große, segnende Macht gibt.
— Martin Luther King
Es ist leichter, gemeinsam in Notzeiten zu leben, als bei gutem Leben zusammenzuhalten
Der Mensch ist nicht das, was er geleistet und erlistet hat, sondern das, was er erlitten hat
— Albert Schweitzer
Frauen und Wind sind notwendige Übel.
Wer sich mit Liebe wappnet, überwindet Zorn, Elend, Übermacht und Missgeschick.
— Michelangelo
Vom Leid werden wir nur dadurch geheilt, dass wir es in seiner ganzen Tiefe erfahren
— Marcel Proust
Kurz scheint das Leben dem Glücklichen, doch wer im Elend, dem scheint selbst eine Nacht unendlich lange zu währen.
— Lukian
Wir armen Teufel von Männern sind am glücklichsten, wenn wir lieben und geliebt werden. Bitter und traurig muss das Schicksal eines Mannes sein, der liebt, ohne wiedergeliebt zu werden
— Jack London
Der menschliche Verstand ist in der Praxis nicht verläßlich, am wenigsten in größter Not.
— Karl Theodor Jaspers
Möget Ihr bewahrt werden vor den Schauern des Elends, vor den Güssen des Unglücks und vor den Krankheiten im Lauf des Jahres. Möget ihr eure Gesundheit erhalten in der Liebe Gottes und eurer Nachb …
Wenn das Leben schrecklicher ist denn der Tod, ist es wahrhaft wagemutiger zu leben
— Thomas Browne
Die Erinnerung jeder überstandenen Not ist eine Schwester der Freude.
— Ludwig Börne
Der wahre Heldenmut besteht darin, über das Elend des Lebens erhaben zu sein.
— Napoleon
Es passt sich aber nicht, dass einer auf des andem Arbeit hin müßig geht, reich ist und wohllebt, während es dem Arbeitenden übel geht, wie es jetzt die verkehrte Gewohnheit ist.
— Martin Luther
Nichts ist so elend als ein Mann, der alles will und der nichts kann.
— Matthias Claudius
Schlimme Ereignisse sollten uns nicht verführen zu denken, es könne nicht noch viel schlimmer kommen.
— Christa Schyboll
Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht, und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.
— Kurt Tucholsky
Wer den Eltern nicht folgt, muss dem Elend folgen.
Ich glaube, dass es keine andere Krankheit der Zeit gibt als Unwissenheit und Unredlichkeit, und dass alles Übel, das in jüngster Vergangenheit die Welt heimgesucht hat, allein von diesen zwei D …
— Adalbert Stifter
Die Not kann den Schmied lehren, Stiefel zu nähen.
Auch der ärmste Mensch kann zuletzt den Hunger und die Sorge nicht mehr ertragen, und leider macht er dann keine schriftlichen Eingaben an die Behörden, sondern er schlägt mit der Faust an die Tür der …
— Wilhelm Raabe
Mitleid eines Mannes zu einer leidenden Frau ist immer Zärtlichkeit.
— Stefan Zweig
Arbeit ist das beste Heilmittel für alle Krankheiten und alles Elend, das die Menschheit je befallen hat - ehrliche Arbeit
— Thomas Carlyle
Was ist das Leben? Ein Verzweiflungssang, ein einz'ger lauter tiefer Schmerzensklang.
— Josef Christian von Zedlitz
Alt zu werden unter jugendlichen Völkern, scheint mir eine Lust, doch alt zu werden da, wo alles alt ist, scheint mir schlimmer denn alles.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Alles Elend kommt davon, dass wir nicht ruhig allein in einem Zimmer sitzen können.
— Blaise Pascal
Indem man sich beklagt, tröstet man sich.
— Alfred de Musset
Das Leben verlieren ist keine große Sache; aber zusehen, wie der Sinn des Lebens aufgelöst wird, das ist unerträglich.
— Albert Camus
Beim Anblick eines gewissen Elends empfindet man eine Art Scham, glücklich zu sein.
— Jean de la Bruyère
Auf gebeugtem Rücken und eingezogenen Schultern nimmt jede Last Platz.
— Else Pannek
Es weiß kein Mensch, wieviel er ertragen kann, bis er von der Notwendigkeit es lernt.
— Ernst Benjamin Salomo Raupach
Wenn der zehnte Teil des Elends, das gefühlt wird, gesehen würde, so müsste uns dieser Anblick mit Grausen durchdringen.
— Edward Young
Wo Frauen im Kummer leben, verdirbt die Familie bald. Wo Frauen im Glück leben, gedeiht die Familie immer.
Bei furchtbaren Schicksalsschlägen das ganz Gewöhnliche tun, das hilft uns über den Abgrund.
— Martin Kessel
Kummer unausgesprochen hat schon manches Herz gebrochen.
Nackt, nass und hungrig werden wir geboren. Danach wird es nur noch schlimmer
Verachtung des Lebens ist leicht in harter Bedrängnis. Tapfer allein ist der Mann, welcher das Unglück erträgt.
— Martial
Wer seinen Kindern gibt das Brot und leidet nachmals selber Not, den soll man schlagen mit der Keule tot.
Das Finden seiner selbst in dunklen Tagen ist meistens mehr Glücksache, als die Menschen gewöhnlich eingestehen wollen.
— Gottfried Keller
Elender ist nichts als der behagliche Mensch ohne Arbeit, das Schönste der Gaben wird ihm Ekel.
— Johann Wolfgang von Goethe
Leid frisst das Herz und auch den Mut.
— Ernst Moritz Arndt
Es ist die größte Lust des Lebens, anderen die Last des Lebens zu erleichtern.
— Paul Keller
Hinter allem menschlichen Leid türmen sich Berge von Unwissenheit, riesige schwarze Wolken falschen Denkens, gespenstische Schwäche des Fleisches.
— John Knittel
Not gibt Gefühl unserer Kraft, unseres Wertes.
— Johann Jakob Engel
Ungebeten spontan geäußerter Rat als Reaktion auf eine Schreckensnachricht vertreibt Mitgefühl und Trost.
— Else Pannek
Der Krieg ist eine Plage, mit der Gott die Menschheit straft.
— Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu
Mit Menschen in Not soll man nicht diskutieren; man soll ihnen helfen.
— Dr. Carl Sonnenschein
Der Weise mit Hoffnung erträgt die Qualen des Lebens.
— Euripides
Das gesicherte Dasein ist eine Qual, wenn nicht eine Erfüllung dazu kommt.
— Karl Robert Eduard von Hartmann
Die Leidenschaft ermöglicht die besten Beobachtungen und führt zu den elendsten Schlüssen
— Georg Christoph Lichtenberg
Für die Gesundheit und ein langes Leben ohne großen Kummer weiß ich kein besseres Mittel als die Narrheit.
— Michelangelo
Nichts ist so stark wie die Notlage, weil alle ihr sich unterwerfen.
— Thales von Milet
Ein Asyl für jeden Kummer ist das Gebet.
— Johannes Chrysostomos
Das ist es, was euch in solches Elend stürzt: Mit dem eigenen Geschick unzufrieden, strebt ein jeder im Geiste nach dem höchsten Glück
— Francesco Petrarca
Der ist elend, der den Tod wünscht; noch elender aber der, der ihn fürchtet.
— Julius Wilhelm Zincgref
Die Porträtkunst ist die elendste Gattung der Malerei, weil bei ihr der Künstler am meisten gebunden ist
— Arnold Böcklin
Solange wir leben, leiden wir.
— Frederico Garcia Lorca
Im Meistern der Not liegt das Glück, nicht im Ausweichen vor der Not.
— Heinrich Lhotzky
Die Ehe und das Geld sind das große Arsenal unseres Elends
— Hippolyte Taine
Dass die Menschen immer mehr sein wollen als sie sind, ist eine der stärksten Quellen unseres Elends.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse