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Sprüche über Einigkeit

306 Sprüche — Seite 5

Wo verschiedene Menschen, Stimmen oder Kräfte in eine gemeinsame Richtung finden, entsteht Einigkeit. Sie setzt nicht völlige Gleichförmigkeit voraus, sondern den Willen, trotz Unterschiede etwas Verbindendes zu erkennen und zu bewahren. Deshalb ist dieses Thema für Gemeinschaften ebenso wichtig wie für persönliche Beziehungen.

Ihr eigentlicher Reiz liegt darin, dass Einigkeit nicht aus Zwang, sondern aus Verständnis und gemeinsamem Ziel wächst. Die Sprüche zu diesem Thema zeigen, wie wertvoll Zusammenklang ist, wenn er nicht Uniformität fordert, sondern Verbundenheit ermöglicht.

  1. Weißt du, wo es keinen Herrn und keinen Diener gibt? Wo eins dem andern dient, wo eins den andern liebt.

    Friedrich Rückert

  2. Setzt eure Zelte weit auseinander, aber nähert eure Herzen.

  3. Du hattest kein Glück, und ich hatte keins; wir nahmen einander, nun haben wir eins. Wo haben wir es denn hergenommen? Es ist vom Himmel auf uns gekommen.

    Friedrich Rückert

  4. Unter zwei oder mehreren Verbündeten verpflichtet die Abmachung vor allem die Schwächeren.

    Kazimierz Bartoszewicz

  5. Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.

    Thales von Milet

  6. Wer die Wahrheit hat, für den ist Erfolg und Misserfolg dasselbe

    Lü Bu We

  7. Die Kleider müssen zum Menschen passen, wie der Mensch zur Landschaft passen muss.

    Li Liweng

  8. Kämpfe mit denen, die kämpfen, und lass die Friedlichen in Frieden!

  9. Theorie und Praxis sind eins und bleiben doch zwei, wie Materie und Geist, wie Seele und Leib, wie Mann und Weib, wie Denken und Schauen.

    Bogumil Goltz

  10. Die schönste Harmonie entsteht durch Zusammenbringen der Gegensätze

    Heraklit von Ephesos

  11. Wasser aus dem Brunnen vermische nicht mit Wasser aus dem Fluss

  12. Eine Gemeinschaft ist wie ein Schiff - jeder sollte bereit sein, das Ruder zu übernehmen.

    Henrik Johan Ibsen

  13. Liebe ist das allgemeine Band, das alle Wesen im Universum an- und ineinander bindet und verwebt

    Benedict Franz Xaver Ritter von Baader

  14. Nur ein Frieden zwischen Gleichen ist von Dauer

    Woodrow Wilson

  15. Meine Aufgabe ist es, meinen Hoffnungen zu lehren, sich den Tatsachen anzupassen, und nicht, die Tatsachen dazu zu zwingen, mit meinen Hoffnungen übereinzustimmen.

    Thomas Henry Huxley

  16. Es ist den Menschen allen eins gemeinsam: fehlzugehen.

    Sophokles

  17. Der Mensch trägt in sich eine perfekt arbeitende Maschine, die aber nur dann perfekt arbeitet, wenn sie richtig eingestellt ist, bzw. solange sie richtig eingestellt ist.

    Nikolaus B. Enkelmann

  18. Alles, worauf es ankommt, ist, eins zu sein mit ihm; ein Geschöpf zu sein in seinem Haus, im Haus des Lebens.

    David Herbert Lawrence

  19. In der Ehe kommt es darauf an, dass die Fehler zueinander passen.

    Charles Joseph Fürst von Ligne

  20. Arbeit und Genuss sind Zwillingsbrüder, eins im andern lebend.

    Adolf von Wilbrandt

  21. Das Schicksal setzt den Hobel an und hobelt alle gleich.

    Ferdinand Raimund

  22. In vielen Berufen sind die Kollegen die wirklichen Verwandten, sie fühlen sich untereinander weit mehr zu Hause als an dem Ort, den sie ihr Heim nennen, wo sie schlafen, essen und einen öden Sonntag v …

    Prentice Mulford

  23. Wir haben ein vitales Bedürfnis nach einem Genossen, mit dem wir natürlich sein dürfen!

    Prentice Mulford

  24. Was immer du denkst, zieht seinesgleichen aus dem Unsichtbaren an.

    Prentice Mulford

  25. Alt und alt gesellt sich bald.

    Marcus Terentius Varro

  26. In gemeinsamen Töpfen kocht sich schlecht

    Francesco Petrarca

  27. Niemand kann völlig frei sein, wenn nicht alle frei sind. Niemand kann völlig tugendhaft sein, wenn nicht alle tugendhaft sind. Niemand kann glücklich sein, wenn nicht alle glücklich sind.

    Herbert Spencer

  28. Lasst es euch nur inwendig gut gehen, so läuft das Auswendige von selber gut hinten nach.

    Hermann Stehr

  29. Besteht die Liebe ihrem Wesen nach nicht in der schrankenlosen Bereitwilligkeit, den Zustand des andern zum eigenen zu machen?

    Hermann Stehr

  30. Folgt die Macht der öffentlichen Meinung, ist sie stark. Wenn sie diese aber schlägt, fällt sie.

    Alfred de Vigny

  31. In so manchen Staaten sind alle Bürger vor dem Gesetz gleich; vor dem Gesetz, nicht vor dem Gericht.

    Otto Weiss

  32. Wohl jeder Mann wird mir beistimmen, wenn ich behaupte: 's ist leichter, eine Frau anzubeten, als sich mit ihr zu vertragen.

    Otto Weiss

  33. Wir können's oft nicht begreifen, dass Leute das tun, was wir an ihrer Stelle auch täten.

    Otto Weiss

  34. Alle Menschen sind Verkäufer – alle Menschen sind Kunden.

    Otto Weiss

  35. Nichts verbindet sich leichter als eine vernünftige Theorie mit einer unvernünftigen Praxis.

    Otto Weiss

  36. Seit Adam waren stets die Dummen in der Mehrheit.

    Casimir Delavigne

  37. Im Frieden und im Krieg behält Einigkeit den Sieg

    Georg Rollenhagen

  38. Rat sucht man, weil man seinen Standpunkt bestätigt haben möchte.

    William Osler

  39. Die Zeit ist ein mächtiger Bundesgenosse für den, der auf Seiten der Vernunft und des Fortschritts ist.

    Camillo Benso Graf von Cavour

  40. Was ist Höflichkeit? Ein stillschweigendes Übereinkommen zweier Menschen, demzufolge jeder seine Eitelkeit zugunsten derer des anderen verschleiert.

    Alphonse Karr

  41. Je mehr sich die Dinge ändern, um so mehr bleiben sie sich gleich.

    Alphonse Karr

  42. In allen Zweifelsfragen ist stets die Sache über die Person zu setzen, jeder soll mitwirken zum Wohle des Ganzen

    Robert Bosch

  43. Die wahre Vermählung aufrichtiger Seelen besteht zwischen zwei Menschen, die einen genau gleich gestimmten Sinn für Humor oder Ironie haben, so dass ihre gemeinsamen Blicke auf irgendein beliebiges Th …

    Edith Wharton

  44. In dem festen Zusammengehören, in dem Bewusstsein der Dauer liegt die Heiligkeit, die Schönheit der Ehe, die uns das Leid gemeinsam leichter tragen, Freude doppelt geniessen lässt und die vollste, …

    Fanny Lewald

  45. Das Tiefste und Heiligste des Herzens bleibt unausgesprochen und wird doch von dem anderen liebenden Herzen verstanden.

    Sophie Alberti

  46. Die Harmonie ist die Einheit der Gegensätze

    Simone Weil

  47. Es ist überall heimlich und traut, neben einem Menschen, den man gern hat.

    Wilhelmine Heimburg

  48. Die Menschen verstehen einander nicht. Sie lieben sich zu ungleichen Stunden.

    Rahel Varnhagen von Ense

  49. Was ist es nun, das zwei Liebende so unendlich aneinander zieht? Es ist nur das: Wir fühlen immer tiefer in uns die Notwendigkeit, das Du mit dem Ich zu verbinden.

    Philipp Otto Runge

  50. Wenn der Mensch wüsste, dass Tiere sprechen können, würde er ihnen dann zuhören? Denn die Menschen glauben, zwischen ihnen und den Tieren sei ein Abgrund. Es ist nur eine Stufe im Rad des Lebens. Denn …

    Manfred Kyber

  51. Die Gebote der Natur stehen niemals im Widerspruch zu denen der Klugheit

    Juvenal

  52. Freundschaft ist die stillschweigende Übereinkunft zweier Feinde, die für eine gemeinsame Beute arbeiten wollen

    Kin Hubbard

  53. Der dir bei allem, was du sagst, zustimmt, ist entweder dumm oder bereitet sich darauf vor, dich zu verschlingen.

    Kin Hubbard

  54. Vieles verstehen gleichgesinnte Menschen still, aber herrlicher ist es noch, wenn ein mit Empfindung schwer beladenes Wort des einen Seele dem andern zuträgt.

    August Pauly

  55. Was sucht ihr Ruhm? Könnt ihr denn mehr gewinnen von der Welt, als dass euch aus dem Menschenwald ein Herz, das wie das eure fühlt, das Glück zurückwirft, das ihr ihm zugesandt!

    August Pauly

  56. Die großen Menschen aller Zeiten bilden eine einzige Zeit.

    August Pauly

  57. Verachtung hat es lediglich mit dem Verstande zu tun und dieser ist deshalb um so schneller mit sich einig und fertig.

    Heinrich Martin

  58. Ein Dummkopf findet immer noch einen Dümmeren, der ihn bewundert

    Nicolas Boileau-Despreaux

  59. Erst dann verlieren sich zwei Menschen, wenn sie nicht mehr dem gemeinsamen Ideal Treue halten. Treue zum Ideal – das einigt!

    Friedrich Lienhard

  60. Alle Lebewesen erscheinen mir gleich unglücklich, vom Engel bis zur Auster. Das Übel ist, geboren zu sein.

    Marie de Vichy-Chamrond (M. du Deffand)