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Sprüche zu Berufe und Handwerk

127 Sprüche — Seite 2

  1. Wenn die Hirten sich zanken, hat der Wolf gewonnen Spiel.

  2. Wenn der Hirt nicht mehr Freiheit hätte als das Schaf, so müsste er auch Gras essen.

  3. Man muss dem Hobel nicht zu viel Eisen geben.

  4. Hurenlieb so lange währt, als das Feuer auf dem Herd.

  5. Aus einer argen Hur wird selten ein gut Eheweib.

  6. Die Hure kommt schnell ins Haus, aber langsam heraus.

  7. Kommt die Hure ins Herz, so kommt sie auch in den Säckel.

  8. Wer von einer Hure scheidet, macht eine gute Tagreise.

  9. Wer einen Fuß im Hurenhaus hat, hat den andern im Spital.

  10. Nicht jeder, der jagt, hat Waidmannsglück.

  11. Man muss oft die Jagd abblasen, ob man gleich nichts gefangen hat.

  12. Jagen und nicht fangen macht verdrossene Jäger.

  13. Ein Jäger und sein Hund essen zu jeder Stund.

  14. Nasse Jäger, trockene Fischer, schlecht Geschäft.

  15. Jäger, Fischer und Hahnreie müssen viel Geduld haben.

  16. Ein guter Jäger lässt sich nicht aufs Rohr sehen.

  17. Jeder Kaufmann lobt seine Ware.

  18. Er ist kein Kaufmann, er bietet die Hälfte.

  19. Eine schlimme Kaufmannschaft, wo niemand gewinnt.

  20. Bei Krämern lernt man kaufen, bei Säufern lernt man saufen, bei Lahmen lernt man hinken, bei Trinkern lernt man trinken.

  21. Wen der Kellner liebt, der trinkt oft.

  22. Betrug ist der Krämer Acker und Pflug.

  23. Ein Krämer, der nicht Mausdreck für Pfeffer aufschwätzen kann, hat sein Handwerk nicht gelernt.

  24. Kundschaft ist kein Erbe.

  25. Schuster, bleib bei deinen Leisten.

  26. Es ist kein Meister vom Himmel gefallen.

  27. Mancher will Meister sein und ist kein Lehrjunge gewesen.

  28. Wenn der Meister kommt heran, hat das Meisterchen getan.

  29. Kein Meister so gut, der nicht noch zu lernen hätte.

  30. Dem Meister vom Handwerk soll man glauben.

  31. Meisterssohn bringt das Recht mit sich.

  32. Der seinen Meister nicht hören will, muss den Büttel hören.

  33. Die Metzger sagen, es ist nichts mehr mit den Bauern zu machen, seit sie in der Bibel lesen und die Kinder selbst machen.

  34. Metzger, Gerber und Schinder sind Geschwisterkinder.

  35. Ein Metzger tut manchen vergebnen Sprung, ein Hund noch mehr.

  36. In der Mühle ist das beste, dass die Säcke nicht reden können.

  37. Die beste Mühle ist zwischen Wasser und Wind.

  38. Es ist noch nicht auf der Mühle, was zum Osterkuchen werden soll.

  39. Wenn der Mühlgraben trocken steht, ist auch der Mehlkasten leer.

  40. Ich sehe so tief in einen Mühlstein als ein anderer.

  41. Müller, Schneider und Weber werden nicht gehenkt, das Handwerk ginge sonst aus.

  42. Der Müller mit der Metzen, der Weber mit der Krätzen, der Schneider mit der Scher, wo kommt ihr Diebe her?

  43. Für Müllers Henne, Bäckers Schwein und der Witfrau Knecht soll man nicht sorgen.

  44. Kein Müller hat Wasser und kein Schäfer Weide genug.

  45. Übler Pförtner, der alles einlässt.

  46. Richter sollen zwei gleiche Ohren haben.

  47. Richter, steh dem Rechte bei, denk, dass ein Richter ob dir sei.

  48. Rechter Richter, richte recht: Gott ist Richter, du bist Knecht.

  49. Vor der rechten Schmiede wird man recht beschlagen.

  50. Schmieds Sohn ist der Funken gewohnt.

  51. Ein schlechter Schmied, der den Rauch nicht vertragen kann.

  52. Lieber dem Schuster als dem Apotheker.

  53. Der Schuster hat die schlechtesten Schuh.

  54. Soldaten im Frieden sind Öfen im Sommer

  55. Soldaten sind des Feindes Trutz, des Landes Schutz.

  56. Soldaten können die Bürger und Bauern viel unmögliche Dinge lehren.

  57. Soldaten, Wasser und Feuer, wo die überhand nehmen, da machen sie wüste Plätze.

  58. Wer mit Soldaten will Ehr erjagen, muss sie wohl zahlen und tüchtig plagen.

  59. Soldatentod ist besser als Bettelbrot.

  60. Die Pfarrer bauen den Acker Gottes und die Ärzte den Gottesacker