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Sprüche und Zitate von Christian Morgenstern

107 Zitate — Seite 2

Über den Autor

Schriftsteller · Deutsch · 1871 - 1914

Christian Morgenstern (1871–1914) schuf mit den „Galgenliedern" absurd-komische Gedichte, die Sprache und Logik auf einzigartige Weise spielerisch unterliefen.

Mehr auf Wikipedia
  1. Etwas Ungeheures entsteht da vor uns und mit uns - eine geistige Gebirgslandschaft, die man ein Leben lang nicht zu Ende ergründen und auslernen kann.

    3.7
  2. Vorsicht und Mißtrauen sind gute Dinge, nur sind auch ihnen gegenüber Vorsicht und Mißtrauen nötig

    3.7
  3. Tausend Möglichkeiten laden uns zu neuem Leben ein.

    3.7
  4. Es gibt einen Gedanken, der unsere ganze Lebensführung und Betrachtung verändern würde: Die Gewissheit unserer Unzerstörbarkeit durch den Tod.

    3.7
  5. Gedanken wollen wie Kinder und Hunde, dass man mit ihnen spazieren geht.

    3.7
  6. Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann.

    3.7
  7. Im Dank verschlingt sich alles Sein.

    3.7
  8. Die zur Wahrheit wandern, wandern allein.

    3.7
  9. Es ist das Interessante an Büchern, über denen man eigentlich den Verstand verlieren müsste, dass man durch sie vielmehr an Verstand gewinnt.

    3.6
  10. Alles Denken ist wesentlich optimistisch. Der vollendete Pessimist würde verstummen und -sterben

    3.6
  11. Der gesunde Mensch ist schön und sein Zustandekommen erstrebenswert.

    3.6
  12. Man verliebt sich oft nur in einen Zustand des anderen, in seine Heiterkeit oder in seine Schwermut. Schwindet dieser Zustand dann, so ist damit auch der feine besondere Reiz jenes Menschen geschwu …

    3.6
  13. Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse, auf dass er sich ein Opfer fasse, und stürzt alsbald mit großem Grimm auf einen Menschen namens Schrimm. Paul Schrimm erwidert prompt: "Pitschü!" und hat ihn …

    3.6
  14. Ein Kunstwerk schön finden heißt, den Menschen lieben, der es hervorbrachte.

    3.6
  15. Jede Schöpfung ist ein Wagnis

    3.6
  16. Es gibt in Wahrheit kein letztes Verständnis ohne Liebe.

    3.6
  17. Vom Fleißigen ist immer viel zu lernen, doch zu beseligen vermag nur Größe.

    3.6
  18. Der gesunde Mensch ist schön und sein Zustandekommen erstrebenswert. Aber es muss ein bißchen irgendwelcher Krankheit in ihn kommen, dass er auch geistig schön werde.

    3.5
  19. Sei mit dir nie zufrieden, außer etwa episodisch, so dass deine Zufriedenheit nur dazu dient, dich zu neuer Unzufriedenheit zu stärken.

    3.5
  20. Es war einmal ein Lattenzaun, mit Zwischenraum hindurchzuschaun. Ein Architekt, der dieses sah, stand eines Abends plötzlich da - und nahm den Zwischenraum heraus und baute draus ein großes Haus. …

    3.5
  21. Ich möchte glücklich sein, um glücklich machen zu können. Kein Glück ohne Gast.

    3.5
  22. Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.

    3.5
  23. Es ist ein wahres Glück, dass der liebe Gott die Fliegen nicht so gross wie die Elefanten gemacht hat, sonst würde uns sie zu töten viel mehr Mühe machen, und auch weit mehr Gewissensbisse.

    3.5
  24. Es ist schmerzlich, einem Menschen seine Grenzen anzusehen

    3.5
  25. Ich würde nichts Schöneres kennen, als in Ewigkeit weiter lernen zu dürfen.

    3.4
  26. Die Natur ist die große Ruhe gegenüber unserer Beweglichkeit. Darum wird sie der Mensch immer mehr lieben, je feiner und beweglicher er werden wird.

    3.4
  27. Sieh nicht, was andre tun, der andern sind so viel, du kommst nur in ein Spiel, das nimmermehr wird ruhn. Geh einfach Gottes Pfad, lass nichts sonst Führer sein, so gehst du recht und grad, und gi …

    3.4
  28. Das Gesundheitsinteresse ist riesengroß, das Gesundheitswissen ist mäßig, das Gesundheitsverhalten ist miserabel

    3.4
  29. Es gibt nur einen Fortschritt, nämlich den in der Liebe.

    3.4
  30. Zeig mir, wie du baust, und ich sage dir, wer du bist

    3.0
  31. Wer vom Ziel nicht weiß, kann den Weg nicht haben, wird im selben Kreis all sein Leben traben.

  32. Wer die Welt zuviel liebt, kommt nicht dazu, über sie nachzudenken; wer sie zu wenig liebt, kann nicht gründlich genug über sie denken.

  33. Das Ich ist die Spitze eines Kegels, dessen Boden das All ist.

  34. Es ist mit der Weltenuhr wie mit der des Zimmers. Am Tage sieht man sie wohl, aber hört sie fast gar nicht. Des Nachts aber hört man sie gehen wie ein großes Herz.

  35. So ein Spinnentüchlein voll Regentropfen - wer macht das nach?

  36. Man soll nie das Wohl, man soll das Heil eines Menschen im Auge haben

  37. Wenn dich jemand "vollkommen versteht", sei gewiss, dass dich niemand vollkommener missversteht.

  38. Wie ist jede, aber auch jede Sprache schön, wenn in ihr nicht geschwätzt, sondern gesagt wird.

  39. Alle Weisheit ist langsam.

  40. Dass Güte nicht auch Schwäche sein könnte, behauptet niemand, dass sie es immer sei, nur ein Tor

  41. Ohne Fantasie hätte die Menschheit den Mut zum Weiterexistieren längst verloren.

  42. Das Leben zeugt Blumen und Bienen. Blumen, das sind die schöpferischen Geister, und Bienen die anderen, die daraus Honig sammeln.

  43. Mit allem Großen ist es wie mit dem Sturm. Der Schwache verflucht ihn mit jedem Atemzug, der Starke stellt sich mit Lust dahin, wo's am heftigsten weht.

  44. Jeder von uns hat etwas Unbehauenes, Unerlöstes in sich, daran unaufhörlich zu arbeiten seine heimlichste Lebensaufgabe bleibt

  45. Mancher Gedanke fällt um wie ein Leichnam, wenn man ihn mit dem Leben konfrontiert.

  46. Man sollte von Zeit zu Zeit von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bilde

  47. Einen Krieg beginnen, heißt nichts weiter, als einen Knoten zerhauen, statt ihn auflösen.