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Sprüche über Augen

96 Sprüche — Seite 2

Kein anderes Bild steht so deutlich für Wahrnehmung, Ausdruck und innere Wahrheit wie die Augen. In ihnen sammeln sich Aufmerksamkeit, Müdigkeit, Liebe, Trauer und jener Blick, der oft mehr verrät als viele Worte. Deshalb gehört dieses Thema zu den eindringlichsten Bildern menschlicher Gegenwart.

Ihre Sprache ist leise und doch unmittelbar. Wer Augen deutet, liest nicht nur die Welt, sondern oft auch das Unsichtbare im Menschen, das sich dem gesprochenen Satz entzieht und dennoch unübersehbar bleibt.

  1. Trau niemals den leuchtenden Augen eines Mannes, es könnte die Sonne sein, die durch seine hohle Rübe scheint

  2. Sind des Schäfchens locken Braun, lehnt es am Elektrozaun. Und wenn es dann noch mit den Augen rollt, will es sagen zuviel Volt.

  3. Man soll ebensowenig nach den Augen heiraten wie nach den Fingern.

    Plutarch

  4. Die Augen sind der Liebe Pforten.

  5. In der Wissenschaft gleichen wir alle nur den Kindern, die am Rande des Wissens hier und da einen Kiesel aufheben, während sich der weite Ozean des Unbekannten vor unseren Augen erstreckt

    Isaac Newton

  6. Sonne hat sich müd' gelaufen, spricht: »Nun lass ich's sein!« Geht zu Bett und schließt die Augen und schläft ruhig ein.

    Robert Reinick

  7. Den Augen eines Verliebten sind selbst Pockennarben Grübchen.

  8. Sonne wirft im goldenen Kranz Gottes Liebe in dein Leben. Nun soll deiner Augen Glanz diese Liebe weitergeben.

  9. Mit geschlossenen Augen können wir die Wahrheit am besten sehen.

    Julian Scharnau

  10. Und als sie das Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten sich ihre Anstrengungen.

    Mark Twain

  11. Die Wut im Angesicht des Feindes macht die Augen trübe.

  12. Seitdem das Wunderbare vor unsern Augen sich erfüllt hat, haben wir alle Berechnung für das Natürliche verloren.

    Ludwig Börne

  13. Knecht Ruprecht Von drauß' vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr. Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich goldene Lichtlein blitzen. Und droben aus dem Himmelstor s …

    Theodor Storm

  14. Durch den Gebrauch unserer zwei Augen wird unser Leben nicht besser

    Voltaire

  15. Zwei Augen sind zum Schmuck da; zum Sehen genügt eins.

  16. Nimm die Augen in die Hand und die Katz aufs Knie, was du nicht siehst, das sieht sie.

  17. Habe deine Zwecke im Ganzen vor Augen und lasse dich im Einzelnen durch die Umstände bestimmen

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Das interessanteste Geschöpf der Zoologie ist der Fisch. Er wächst noch, während er längst verspeist ist. Wenigstens in den Augen des Anglers

    Ernest Miller Hemingway

  19. Beim Roßhandel und beim Heiraten muss man die Augen aufmachen.

  20. Es gibt Menschen, denen man es sogleich an den Augen ansieht, dass sie Scherz und Lachen für die Würze des Lebens halten, und dies sind in der Regel die Besseren

    Karl Julius Weber

  21. Schau der Furcht in die Augen und sie wird zwinkern

  22. Kirchen gibt es hier genug. Aber fromme Augen sehe ich so wenig.

    Paula Modersohn-Becker

  23. Tränen sind der Augen edle Sprache.

    Robert Herrick

  24. Der Haushalt ist der Nerv des Staates. Daher muss er den profanen Augen der Untertanen entzogen werden.

    Armand Jean du Plessis, Herzog von Richelieu

  25. Wer Liebe bergen will, dem kriecht sie an den Augen heraus.

  26. Eine Aufforderung zum blinden Vertrauen öffnet die Augen — früher oder später.

    Else Pannek

  27. Die Augen sind der Liebe Tür.

  28. Liebe hat ihren Sitz in den Augen.

  29. Erziehst du dir einen Raben, so wird er dir zum Dank die Augen ausgraben

  30. Die Augen glauben sich selbst, die Ohren anderen Leuten.

  31. Man muss hinten und vorn Augen haben.

  32. Wer die Augen nicht auftut, muss den Beutel auftun.

  33. Wer einkauft, hat hundert Augen nötig, wer verkauft, nur eins.

  34. Wer seine Augen im Brillenfutter hat, der kann viel übersehen.

  35. Hüte dich, niedrig zu sitzen und in die Höhe zu schauen! Nur zu leicht kannst du Staub in die Augen bekommen.

  36. Ich habe mit niemandem darüber geredet, weder unter vier Augen noch in kleinerem Kreise.

    Helmut Kohl