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Sprüche über Absicht

115 Sprüche — Seite 2

Hinter jeder Handlung steht mehr als das bloß Sichtbare, denn oft entscheidet die Absicht über ihren eigentlichen moralischen Charakter. Sie zeigt, worauf etwas zielt, was gemeint ist und ob das Äußere mit dem Inneren übereinstimmt. Deshalb gehört dieses Thema zu den feineren Fragen von Wahrheit und Verantwortung.

Ihr Gewicht liegt darin, dass gute Wirkung nicht jede fragwürdige Absicht heiligt und umgekehrt ein misslungener Ausgang nicht automatisch Bosheit beweist. Absicht fordert dazu auf, tiefer zu urteilen als nach dem ersten Anschein.

  1. Jemand kann solche Furcht haben, sich lächerlich zu machen, dass er sich lächerlich macht.

    Otto Weiss

  2. Der Lügner wird von den Leuten oft getäuscht; denn oft stellen sie sich, als glaubten sie ihm.

    Otto Weiss

  3. Wer hätt' es nicht schon auf der Straße gesehn, wie eine Frau einem Mann, der hinter ihr ging, langsam nachlief!

    Otto Weiss

  4. Es ist unmöglich, jemand zu sein, wenn man alles sein will.

    Solomon Schechter

  5. Das, was wir tun, ist für unsere Zukunft weniger wichtig als das, was wir denken

    Philip James Bailey

  6. Wir sind, was wir müssen, und nicht, was wir wünschen.

    George Meredith

  7. Wer um alle Dinge sorgen will, den erwartet Leides viel.

    Bernhard Freidank

  8. Die Leichtigkeit, womit irgend jemand eine Gemeinheit bei anderen für wahrscheinlich hält, ist meistens auch der beste Maßstab für seinen eigenen moralischen Wert.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  9. Gute Eisen macht man nicht zu Nägeln, gute Menschen nicht zu Soldaten

  10. Ein Mann kann oft versagen, aber er wird erst zum Versager, wenn er beginnt, andere dafür verantwortlich zu machen.

    John Burroughs

  11. Immer habe ich nach dem Grundsatz gehandelt: Treue um Treue, Vertrauen um Vertrauen.

    Paul von Beneckendorff und Hindenburg

  12. Freundschaft ist eine Kraft in uns und hat wie jede Liebe den Sinn, dass sie Leben schaffe.

    Sebastian Faber

  13. Es ist unerhört schwer, neue Wege wirklich zu gehen, nicht bloß neue Gedanken auszusprechen.

    Heinrich Lhotzky

  14. Wer statt der Wahrheit die Bequemlichkeit für sein Leben hält und dieses Leben sucht, der wird's verlieren, wem's aber auf sein Lebern nicht ankommt, sondern nur auf seine Wahrheit, der wird's finden.

    Heinrich Lhotzky

  15. Es ist um kein einziges Leben schade, auch kein einziges ist verloren, das im Kampfe gegen das Böse eingesetzt wurde.

    Heinrich Lhotzky

  16. Ein zäher Wille ist eines der besten Mittel zum Erfolg

    Philip Chesterfield

  17. Ließen wir von dem Versuch ab, glücklich sein zu wollen, könnten wir eine recht schöne Zeit verbringen.

    Edith Wharton

  18. Freilich bleiben nicht alle Blüten, um Früchte zu werden. Wenn aber nur der Baum stehen bleibt, so ist die Hoffnung nicht verloren.

    Katharina Elisabeth Goethe

  19. In der Natur ist nichts überflüssig, alles ist für etwas vorgesehen.

    Jane C. Webb Loudon

  20. Die Hauptaufgabe eines Gartens ist es, seinem Besucher die schönste und höchste Art des irdischen Vergnügens zu bereiten.

    Gertrude Jekyll

  21. Offensive in den eigenen Antrieben und Defensive gegenüber anderen Anstößen führen am schnellsten zum Ziel, aber vielleicht zum falschen.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  22. Fasse den Mut,das Schicksal am Kragen zu packen, und ein Leben aus ihm heraus zu schütteln.

    Louisa May Alcott

  23. Es ist ein gewagtes Ding, die Vorsehung eines andern sein zu wollen, denn alle menschliche Berechnung trügt und die beste Absicht ist nicht Bürge für den Ausgang.

    Wilhelmine von Hillern

  24. Um etwas desto gewisser zu gewinnen, muss man stets ein Anderes aufgeben

    Karoline Friederike Louise M. von Günderrode

  25. Die Tür, die niemand sonst öffnen will, scheint immer weit aufzuspringen für mich.

    Clara Barton

  26. Man ist nicht eifersüchtig, wo man liebt, aber da, wo man geliebt sein will.

    Rahel Varnhagen von Ense

  27. Von Menschen kommt kein Glück. Da erwartet man es nur.

    Rahel Varnhagen von Ense

  28. Es gibt eine gehässige, ungehobelte Art zu tadeln und Kritik zu üben, womit nichts gewonnen, niemand gebessert, nur die Absicht, wehe zu tun, erreicht wird. Es gibt aber auch eine andere, geistreiche, …

    Rahel Varnhagen von Ense

  29. In neun von zehn Fällen sollte eine Frau lieber mehr Zuneigung zeigen, als sie verspürt.

    Jane Austen

  30. Mit Tränen wirst du Stahl zur Rührung bringen.

    Ovid

  31. Wer reich werden will, will es auch schnell werden

    Juvenal

  32. Sage nie, dass du etwas geben wirst. Denn wer so spricht, gibt nichts und verhindert die Gaben anderer.

    Philemon

  33. Freundschaft ist die stillschweigende Übereinkunft zweier Feinde, die für eine gemeinsame Beute arbeiten wollen

    Kin Hubbard

  34. Die Menschen haben auch Augenblicke, wo sie dankbar, anhänglich, ja aufopferungsfähig sind: wenn sie Gefälligkeiten fordern.

    Emanuel Wertheimer

  35. Ein voller Widerhall aus dem Herzen des Empfangenden ist dem Schaffenden ein Bedürfnis.

    Gustav Mahler

  36. Die Menschen haben viele Götter erfunden und werden dies auch weiterhin tun, aber keinen, den sie nicht glaubten hinterhergehen zu können.

    August Pauly

  37. Wenn wir viel sagen wollen, nehmen wir wenig Worte, wenn alles – gar keine.

    August Pauly

  38. Unser ganzes Leben hindurch zieht die Erde an uns, als wollte sie uns Flüchtlinge wieder haben, und endlich bekommt sie uns auch.

    August Pauly

  39. Das heilige Feuer der Wissenschaft wird von tausend Händen mit Eifer geschürt; viele aber kommen nur dazu herbei, ihre Kartoffel an ihm zu braten.

    August Pauly

  40. Freundlichkeit ist das Öl der Streber, mit dem sie sich salben, um leichter durch die Menge nach oben zu schlüpfen.

    August Pauly

  41. Wir irren alle und leben in Irrtümern und können sie nicht vermeiden. Was wir aber können, das ist, sie aufzusuchen und inne zu werden und sie dadurch in unsere besten Lehrer zu verwandeln.

    August Pauly

  42. Für viele sind Kirchen nur Versicherungsgesellschaften gegen Unfälle im Jenseits.

    August Pauly

  43. Man begegnet zuweilen Leuten, deren Verstand sehr beschränkt, aber doch in einem Punkt stark genug ist, um den Weg hell zu beleuchten, auf welchem fremdes Geld in ihre Taschen zu wandern vermag.

    August Pauly

  44. Auf nichts ist weniger zu rechnen als auf die Dankbarkeit. Aber die Liebe wirkt nicht um des Dankes willen.

    Albertine Necker-Saussure

  45. Ich vermeide es, nach vorn oder zurück zu schauen. Ich versuche einfach hoch zu schauen.

    Charlotte Bronté

  46. Die große Lebenskunst, dem Morgen das Heute zu opfern.

    Friedrich Paulsen

  47. Ein Übel, das größeren Übeln vorbeugt, wird ein Gut.

    Friedrich Paulsen

  48. Nicht jeder Weg passt für Jeden, wenn er auch nach derselben Richtung führt.

    Heinrich Martin

  49. Lebendig ist, wer stark und edel strebt. Die andern leben nicht, sie werden gelebt.

    Friedrich Lienhard

  50. Durch Gewöhnung wird nach und nach der Erzieherwille zum eigenen Willen des Erzogenen.

    Friedrich Polack

  51. Eine geplante Handlung ist bereits eine beginnende Handlung.

    Jules Payot

  52. Die ganze Kunst des Redens besteht darin, zu wissen, was man nicht sagen darf.

    George Canning

  53. Die Feder ist eine starke Waffe. Aber der Mensch kann sich damit sehr viel leichter töten als andere.

    George Prentice Denison

  54. Es kommt nicht darauf an, wo du die Aufgabe anpackst. Es kommt darauf an, dass du es tust.

    Eugen Diederichs

  55. Nicht auf das Orientiertsein kommt es an, nicht auf das Reden, sondern auf die Leistungen: die Tat.

    Eugen Diederichs