
Derjenige, der andere kennt, ist klug; derjenige, der sich selbst kennt, ist erleuchtet.
Bedeutung
Laotse, der taoistische Weise und Begründer des Daoismus, unterscheidet klar zwischen zwei Formen von Erkenntnis: Wer andere Menschen versteht, beweist soziale Klugheit und Einfühlungsvermögen. Wer sich selbst erkennt, erreicht hingegen etwas ungleich Tieferes – Erleuchtung und innere Freiheit. Das Bild kehrt die übliche gesellschaftliche Hierarchie um: Äußeres Wissen gilt als klug, inneres Wissen als wahrhaft weise. Im Taoismus führt Selbsterkenntnis zur Harmonie mit dem Dao.
Verwendung
Geeignet für Texte über Selbstreflexion, Persönlichkeitsentwicklung und Achtsamkeit im Alltag und in der Beratung. Passend für Meditationsratgeber, Coaching-Materialien und Essays über den grundlegenden Unterschied zwischen Intelligenz und gelebter Weisheit. Auch als Motto auf Neujahrskarten oder bei Persönlichkeitsseminaren sinnvoll einsetzbar.
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Über Laotse
Über den Autor
Philosoph · 6. Jhdt.
Laotse (6. Jh. v. Chr.) war ein legendärer chinesischer Philosoph, dem das Daodejing zugeschrieben wird – das Hauptwerk des von ihm begründeten Daoismus.
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Ob Laotse tatsächlich existierte, ist bis heute ungeklärt: Der Chronist Sima Qian gestand im 1. Jahrhundert v. Chr. selbst, widersprüchliche Quellen vorzufinden. Das ihm zugeschriebene Daodejing entstand wohl spätestens im 4. Jahrhundert v. Chr. und wurde erst unter Han-Kaiser Jing (157–141 v. Chr.) unter diesem Titel zusammengefasst.
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