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Zur Gattin soll man nur die Frau wählen

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Zur Gattin soll man nur die Frau wählen, die man, wäre sie ein Mann, zum Freund wählen würde.

Bedeutung

Joseph Joubert formuliert eine anspruchsvolle und tiefgründige Maxime für die Wahl der Lebenspartnerin: Die beste und dauerhafteste Ehe gründet auf echter, gegenseitiger Freundschaft und tiefem gegenseitigen Respekt. Wer jemanden als Partner wählt, den er oder sie nicht auch als Freund schätzen würde, baut auf unsicherem Fundament ohne Tiefgang. Respekt, Sympathie und Charakterstärke erweisen sich als langlebiger und tragfähiger als bloße Verliebtheit und flüchtige Emotion allein.

Verwendung

Gut für Hochzeitsreden, Verlobungsansprachen und philosophische Texte über die Grundlagen gelungener und dauerhafter Partnerschaft. Passt in Reflexionen über die tiefe Verbindung zwischen Liebe und echter Freundschaft. Auch als nachdenkliche und herzliche Widmung in persönlichen Briefen an frisch Verlobte oder Heiratswillige geeignet.

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Über Joseph Joubert

Über den Autor

1754 - 1824

Joseph Joubert (1754–1824) war ein französischer Moralist und Essayist, der seine Gedanken vor allem in Notizbüchern festhielt. Seine Aphorismen kreisen um Sprache, Urteilskraft, Bildung und das stille Maß des Denkens. Er stand im Umfeld der französischen Moralistik, schrieb jedoch weniger als strenger Richter denn als Suchender nach gedanklicher Klarheit.

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Joseph Joubert (1754–1824) veröffentlichte zu Lebzeiten kaum größere Werke, hinterließ aber Notizbücher, die ihn als feinen Beobachter von Geist, Sprache und Charakter zeigen. Er stand im Umfeld der französischen Moralistik, schrieb jedoch weniger als strenger Richter denn als Suchender nach gedanklicher Klarheit. Seine kurzen Texte verbinden Skepsis mit Milde: Sie prüfen Begriffe, Gewohnheiten und Urteile, ohne sie in ein geschlossenes System zu zwingen. Gerade diese offene Form macht Joubert bis heute lesbar. Seine Sätze wirken wie kleine Denkbewegungen, in denen eine Beobachtung nicht abgeschlossen, sondern präziser gemacht wird.

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