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Wenn man sieht, was die heutige Medizin fertig bringt

Spruchbild: Wenn man sieht, was die heutige Medizin fertig bringt,  fragt man sich unwillkürlich: Wie  …

Wenn man sieht, was die heutige Medizin fertig bringt, fragt man sich unwillkürlich: Wie viele Etagen hat der Tod?

Bedeutung

Sartre stellt eine bitter-ironische Frage über den medizinischen Fortschritt: Wenn Ärzte immer mehr können, um den Tod aufzuschieben, entsteht die Frage, welche neue Form des Sterbens dann noch wartet. Der Tod verliert nicht seinen Schrecken durch mehr Medizin – er bekommt nur mehr Stufen und mehr Aufschübe. Ein tiefes Zitat über die Ambivalenz von Heilung und verlängertem Leid im modernen Medizinbetrieb. Sartre fragt nicht medizinfeindlich, sondern existenziell: Fortschritt kann Leiden mindern, aber er hebt die Endlichkeit des Menschen nicht auf.

Verwendung

Für medizinethische Diskussionen, Philosophie-Seminare oder literarische Essays über Tod und moderne Medizin. Als Impulszitat für Pflegestudium, Hospizarbeit oder bioethische Debatten über das Lebensende, würdevolles Sterben und die Grenzen medizinischer Machbarkeit. In sensiblen Gesundheitskontexten vorsichtig einsetzen, besonders wenn Betroffene oder Angehörige aktuell mit schwerer Krankheit konfrontiert sind.

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Über Jean-Paul Sartre

Über den Autor

Philosoph · Französisch · 1905 - 1980

Jean-Paul Sartre (1905–1980) war der führende Kopf des Existentialismus, der 1964 den Nobelpreis für Literatur ablehnte und mit „Das Sein und das Nichts" die Philosophie der Freiheit prägte.

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Sartre studierte an der École normale supérieure und lehrte zunächst als Gymnasiallehrer für Philosophie. Mit seinem Roman „Der Ekel" und zahlreichen Theaterstücken verband er Literatur und Philosophie zu einem einzigartigen Gesamtwerk. Jahrzehntelang führte er eine offene Lebenspartnerschaft mit der Philosophin Simone de Beauvoir, die selbst zur Ikone des Feminismus wurde.

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