
Die Freude und die Schönheit ist kein Privilegium der Gelehrten, der Adeligen und der Reichen, sie ist ein heiliges Eigentum der Menschheit.
Bedeutung
Friedrich von Schlegel formuliert in diesem Zitat eine demokratisierende Aussage über Freude und Schönheit: Sie sind kein Privileg der Gelehrten oder Gebildeten, sondern für alle zugänglich. Das ist eine romantische Überzeugung gegen elitäre Ästhetik: Schönheit gehört nicht einer Bildungselite, sondern allen Menschen, die Augen und Herzen haben, um sie zu empfangen. Schlegel, selbst ein Gelehrter, proklamiert damit die Universalität des Ästhetischen als humanes Erbe.
Verwendung
Passend als Schlegel-Zitat in Texten über Ästhetik, Demokratie der Schönheit und romantische Kulturphilosophie sowie für Beiträge über Zugänglichkeit von Kunst und Schönheit. Auch geeignet als einprägsames Wort in Reden über kulturelle Teilhabe und den universalen Anspruch des Schönen. Für Schlegel-Zitatensammlungen oder Texte über kulturelle Teilhabe bietet dieses Zitat einen einprägsamen Beitrag über die Demokratisierung ästhetischer Erfahrung.
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Über Friedrich von Schlegel
Über den Autor
Philosoph · Deutsch · 1772 - 1829
Friedrich von Schlegel (1772–1829) war Kulturphilosoph der Jenaer Frühromantik, der die Konzepte der romantischen Ironie und der „progressiven Universalpoesie" prägte.
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Als Pionier der Sprachtypologie und Indologe lenkte er mit seiner Monographie „Über die Sprache und Weisheit der Indier" die europäische Aufmerksamkeit auf Indien – ohne das Land je besucht zu haben. Seine aphoristischen Schriften inspirierten u. a. den Historiker Leopold von Ranke, und sein essayistisches Werk wurde von Marcel Reich-Ranicki in seinen Literaturkanon aufgenommen.

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