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In der Natur selbst trauen wir einer stolzen Frau nicht viel Zärtlichkeit, und einer …

Spruchbild: In der Natur selbst trauen wir einer stolzen Frau nicht viel Zärtlichkeit, und einer zärtl …

In der Natur selbst trauen wir einer stolzen Frau nicht viel Zärtlichkeit, und einer zärtlichen Frau nicht viel Stolz zu.

Bedeutung

Lessings Satz ordnet Frauen Eigenschaften in gegensätzlichen Paaren zu: Stolz scheint Zärtlichkeit auszuschließen, Zärtlichkeit wiederum Stolz. Das ist als zugespitzte Menschenbeobachtung aus einer älteren Geschlechtervorstellung formuliert. Heute wirkt die Aussage problematisch, weil sie Frauen typisiert und komplexe Charaktere in ein enges Schema presst. Literarisch zeigt sie historische Denkweisen über Leidenschaft, Natur und Weiblichkeit, eignet sich aber kaum unkommentiert. Die Kategorie Mann und Frau verstärkt das Risiko einseitiger Lesart. Deshalb braucht der historische Kontext klare Markierung.

Verwendung

Allenfalls für literaturhistorische Kontexte, Lessing-Analysen oder kritisch kommentierte Sammlungen verwenden. Der Ton ist distanziert, typisierend und aus heutiger Sicht antiquiert. Für Grußkarten, Liebe oder allgemeine Lebensweisheiten ist der Satz ungeeignet. Redaktioneller Hinweis: Enthält überholte Geschlechterzuschreibungen, bitte nicht automatisiert veröffentlichen und nur mit kritischer Einordnung einsetzen.

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Über Gotthold Ephraim Lessing

Über den Autor

Dichter · Deutsch · 1729 - 1781

Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781) war Dichter der Aufklärung, dessen Dramen und theoretische Schriften dem Toleranzgedanken verpflichtet sind.

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Lessing wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz in der Oberlausitz geboren und starb am 15. Februar 1781 in Braunschweig. Er gilt als erster deutscher Dramatiker, dessen Werk bis heute ununterbrochen auf Theaterbühnen aufgeführt wird. Mit seinen Dramen und Schriften beeinflusste er die Entwicklung des deutschsprachigen Theaters und die öffentliche Wirkung von Literatur nachhaltig.

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